Veröffentlichung: What Makes Research Data Visible? Factors and Implications for Humanities Research Data Infrastructures

Neuer Artikel zur Sichtbarkeit geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten

Auf der 26. ACM/IEEE Joint Conference on Digital Libraries in Frisco, Texas, wurde der Artikel What Makes Research Data Visible? Factors and Implications for Humanities Research Data Infrastructures von Sonja Lachner und Prof. Dr. Andreas Henrich veröffentlicht:

dl.acm.org/doi/10.1145/3805696.3846022

Der Artikel stellt eine verbreitete Annahme infrage: dass Forschungsdaten für Forschende sichtbar werden, sobald sie existieren und zugänglich gemacht sind. Die Autor:innen verstehen Sichtbarkeit dagegen nicht als feste Eigenschaft der Daten. Für sie entsteht Sichtbarkeit aus dem Zusammenspiel technischer, sozialer und institutioneller Faktoren. Am Beispiel der Geisteswissenschaften entwickeln sie das Humanities Research Data Visibility Model (HRDVM). Es unterscheidet vier Zugangswege zu Forschungsdaten: soziale Interaktion, Informationssysteme, physischen Zugang und wissenschaftliche Literatur. Jedem Zugangsweg ist eine eigene Dimension von Sichtbarkeit mit spezifischen Einflussfaktoren zugeordnet. Daraus leiten sie Empfehlungen für Forschungsdateninfrastrukturen ab.