Future Skills für gesellschaftliche Transformation. Transdisziplinäre, co-kreative Lehrformate für Studierende aller Fachrichtungen

Rahmendaten

Erkenntnisinteresse

Wie können Studierende lernen, komplexe transformationsbedingte Herausforderungen aktiv und verantwortungsvoll anzugehen? Der Lehrstuhl für Geographie I (Kulturgeographie) und das Büro für Innovation, Transfer und Gründung (BIG) entwickeln innovative Lehrformate, in denen Studierende zentrale Future Skills erwerben, die sie befähigen, eigene Lösungsansätze für reale gesellschaftliche Fragestellungen zu entwickeln und praktisch zu erproben.

Future Skills für eine Welt im Wandel

Junge Menschen leben heute in einer Welt, die von rasanten gesellschaftlichen, technologischen und ökologischen Veränderungen und Krisen geprägt ist. Umso wichtiger ist es, dass sie lernen, Chancen zu erkennen, Probleme kreativ zu lösen und proaktiv Verantwortung für gesellschaftliche Entwicklungen zu übernehmen.
Hier setzt das Vorhaben an: Im Rahmen des Projekts BaKuLe – Bamberger Kulturen der Lehre entwickeln Prof. Dr. Marc Redepenning und Dr. Sebastian Scholl (Lehrstuhl für Geographie I – Kulturgeographie) gemeinsam mit dem Büro für Innovation, Transfer und Gründung (BIG) neue Lehrformate für Studierende aller Fachrichtungen.

Ziel ist es, Future Skills zu vermitteln, die für den Umgang mit komplexen Transformationsprozessen in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dazu gehören unter anderem kreative Problemlösung, inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit, reflektiertes Handeln und die Fähigkeit, eigene Ideen in konkrete Projekte zu überführen.
Diese Kompetenzen sollen Studierende dazu befähigen, verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert innovative Lösungen für soziale, ökologische oder wirtschaftliche Fragestellungen zu entwickeln und umzusetzen, etwa in Studium und Beruf, in der Existenzgründung, im gesellschaftlichen Engagement oder im privaten Umfeld.

Innovative Lehrformate für gesellschaftliche Herausforderungen

Im Projekt werden neue Lehr- und Lernformate erprobt, die Studierenden praxisnahe Erfahrungen in geschützten Experimentierräumen ermöglichen. Sie erhalten die Gelegenheit, gemeinsam mit Lehrenden und Praxispartner*innen an eigenen Ideen zu arbeiten und sich mit realen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Die Formate setzen unter anderem auf:

  • projektbasierte Lehr-Lernkonzepte mit realen Problemstellungen
  • trans- und interdisziplinäre Teamarbeit
  • co-kreative Arbeitsprozesse mit externen Stakeholdern aus Wirtschaft, Bildung, Kultur, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft

Solche Lernumgebungen stärken die Selbstwirksamkeit der Studierenden. Sie erleben, dass ihre eigenen Stärken, Kompetenzen und Ideen Wirkung entfalten können. Auf dieser Grundlage entwickelt sich schrittweise ein Entrepreneurial Mindset – also die Fähigkeit und Bereitschaft, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und eigene Lösungsansätze für nachhaltige positive Veränderungen umzusetzen. Gleichzeitig lernen Studierende, komplexe Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und die gesellschaftliche Wirkung möglicher Lösungen kritisch zu reflektieren.

Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg und mit der Gesellschaft

Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf der Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg. Studierende verschiedener Studienrichtungen arbeiten gemeinsam an Fragestellungen und bringen unterschiedliche fachliche Perspektiven ein, auch in die Gestaltung der Lehrformate selbst. Zugleich werden engagierte Lehrende und transdisziplinäre Praxispartner*innen außerhalb der Wissenschaft in die Entwicklung der Lehrangebote eingebunden. Auf diese Weise entstehen Lehrformate, die interdisziplinäres Lernen fördern und Studierenden ermöglichen, gemeinsam mit Partnern und Partnerinnen aus der Gesellschaft neue Perspektiven auf und Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.

Beitrag zur Weiterentwicklung der Hochschullehre

Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, innovative Lehrformate und Future-Skills-Angebote stärker in der universitären Lehre zu verankern und neue Impulse für eine zukunftsorientierte Hochschulbildung zu setzen. Damit stärkt die Universität Bamberg ihre Rolle als Ort, an dem Studierende nicht nur fachwissenschaftliches Wissen erwerben, sondern auch lernen, gemeinwohlorientiert zu denken und mit ihren Ideen an der Gestaltung von Zukünften mitzuwirken.

Für weitere Fragen wenden Sie sich an das Projektteam