[Internationaler Autorenworkshop] Carl Schmitt in Eastern Europe: A Handbook
Organisiert in Kooperation mit der Universität St. Gallen
Carl Schmitt ist bis heute einer der umstrittensten politischen Denker des 20. Jahrhunderts. Die konservative Wende in mehreren osteuropäischen Ländern in den letzten Jahrzehnten hat neues Interesse an Schmitts Ideen geweckt. Auch (links)alternative Schmitt-Lektüren sind zu beobachten. Dennoch liegt nach wie vor nur wenig Forschung zu dieser intensiven Rezeption vor: Während die Ausschlachtung Schmitt’scher Konzepte durch den russischen Ideologen Aleksandr Dugin international relativ breite Beachtung gefunden hat, wurden Schmitts intellektuelle Präsenz und sein potenzieller politischer Einfluss in vielen anderen osteuropäischen Ländern weder systematisch analysiert und kontextualisiert noch überhaupt erfasst. Eine ideengeschichtlich und kulturwissenschaftlich informierte Slavistik ist berufen, hier grundlegende Vermittlungs- und Synthesearbeit zu leisten und Spezialistinnen und Spezialisten für ein interdisziplinäres Handbuchprojekt zusammenzubringen. So wird es erstmals möglich, die facettenreiche und gesellschaftspolitisch hochrelevante Rezeption Carl Schmitts in der Region umfassend zu rekonstruieren und als Konstellation zu sehen. Bei dem Workshop kommentieren die rund zwanzig Autorinnen und Autoren gegenseitig ihre Kapitelentwürfe.

