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ISM-Sem-B/M: Managing Digital Innovation – Governance, Measurement and Impacts

Dozenten: Elias Grewe & Jan Bürgermeister

Inhalte:

Seit Schumpeter gilt kontinuierliche Innovation als die entscheidende wirtschaftliche Triebkraft für die Schaffung, den Erhalt und den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Die Allgegenwart digitaler Technologien und ihre Auswirkungen auf den Innovationsprozess verändern jedoch die Art und Weise, wie Unternehmen in ihrem Wettbewerbsumfeld agieren (Kohli & Melville 2018). Digitale Innovation, die definiert ist als "[...] new combinations of digital and physical components to produce novel products" (Yoo et al., 2010, S. 725), zeichnet sich durch ihren oft disruptiven Charakter aus (Karimi und Walter, 2015). Auch wenn Beispiele wie Kodak und Nokia anschaulich zeigen, welche Folgen es hat, wenn digitale Innovationen ignoriert werden (Lucas und Goh, 2009), zeigen aktuelle Umfragen, dass viele Unternehmen keine Antwort auf die Herausforderungen der digitalen Innovation haben (Kane et al., 2015). Die Fähigkeit, sich mit digitaler Technologie auseinanderzusetzen und dadurch interne Prozesse und veraltete Geschäftsmodelle mit den Anforderungen eines zunehmend digitalisierten Marktes in Einklang zu bringen, ist für Unternehmen jedoch entscheidend (Nambisan et al., 2017). Um diese Hürden zu überwinden, müssen Unternehmen und ihre Führungskräfte das Wertschöpfungspotenzial digitaler Innovationen kennen und nutzen können. Unter anderem haben die Unternehmen mit zwei unterschiedlichen Phänomenen zu kämpfen. Erstens ist die Messung der digitalen Innovation und des durch sie geschaffenen Wertes nur teilweise bekannt. Neuartige Ansätze zur Quantifizierung der Auswirkungen digitaler Innovationen scheinen sinnvoll zu sein. Zweitens stehen Unternehmen vor der Herausforderung, geeignete Governance-Mechanismen zu gestalten, um Führungswechsel effektiv zu steuern und deren Einfluss auf Innovationsstrategien sowie langfristige Wertschöpfung systematisch zu adressieren.Des weiteren fehlt es an einer klaren konzeptionellen Abgrenzung der aus Innovationspraktiken resultierenden digitalen Konvergenz sowie an etablierten Messpraktiken, um deren Ausmaß und Wertschöpfungsbeitrag konsistent zu erfassen.

In Übereinstimmung mit diesen unterschiedlichen Forschungsbereichen ist dieses Seminar in drei Themengruppen gegliedert:

Inhaltlich können Studierende beim Bewerben auf dieses Seminar die entsprechend folgend genannten Themen als Präferenz angeben.

Master-Seminar:

  • A – Digital Innovation Measurement (Quantitative Research): Anhand eines bereitgestellten Datensatzes werden mithilfe quantitativer Methoden Zusammenhänge zwischen digitalen Innovationspraktiken und organisationalen bzw. technischen Erfolgsindikatoren analysiert.
  • B – Governance (Literature Review): Im Rahmen einer systematischen Literaturanalyse wird untersucht, wie Führungswechsel (Leadership Turnover) die Innovationsstrategie von Organisationen beeinflussen.
  • C – Digital Convergence (Literature Review): Die Arbeit grenzt den Begriff der digitalen Konvergenz konzeptionell von verwandten Konzepten ab oder analysiert auf Basis der Literatur, welche Messpraktiken und Operationalisierungen zur Erfassung digitaler Konvergenz existieren.

Organisatorisches

  • Dieses Seminar richtet sich an Studierende der Bachelor- und Master-Studiengänge IISM, Wirtschaftsinformatik und WiPäd/WI.
  • Das Seminar wird vom 19.06. 23.06.2026 im Studienheim Frankfurter Haus im Kleinwalsertal, Österreich stattfinden.
  • Die zu erwartenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung (Frühstück, 3-gängiges Abendessen sowie Möglichkeit eines Lunch-Pakets) belaufen sich auf ca. 245 EUR/Person. In diesem Preis enthalten sind die Nutzung der Gemeinschaftsräume und Sportanlagen sowie W-LAN Zugang.
  • Nicht im Preis inbegriffen sind Kosten für Getränke. Ebenso kommt die in Eigeninitiative zu organisierende An- und Abreise hinzu (per Bahn & Bus oder bilden von Fahrgemeinschaften).
  • Während der Seminartermine besteht Pflicht zur Anwesenheit und Mitarbeit. Die Seminarleistung besteht aus einer individuell anzufertigenden Seminararbeit (60 % der Gesamtnote), einem Seminarvortrag (25 %) sowie dem Verfassen von Reviews und der mündlichen Beteiligung bei der Diskussion der anderen Vorträge (15 %). Das Seminar gilt nur dann als bestanden, wenn alle Bestandteile mindestens mit ausreichend (Note 4,0) bewertet wurden.
  • Das Seminar findet grundsätzlich auf deutscher Sprache statt, es besteht jedoch die Möglichkeit, die Seminararbeit zu Übungszwecken auf Englisch zu verfassen und/oder den Vortrag in englischer Sprache zu halten.
  • Hinweis: Bitte bewerben Sie sich bis 09.04.2026 per untenstehendem Online-Formular und geben dabei Ihre Themenpräferenzen an. Sie erhalten spätestens am 10.04.2026 die Mitteilung über die Zulassung zum Seminar.
  • Die zugelassenen Teilnehmer/innen werden vom Lehrstuhl im VC Kurs eingetragen.

Termine und Ablauf des Seminars

  • Bewerbungsdeadline bis 09.04.2026, end of day
  • Zusage/Absage über Teilnahme bis spätestens 10.04.2026
  • Einführung ins Thema und Themenvergabe: 15.04.2026, 18 - 19 Uhr (c.t.), Anwesenheitspflicht
  • Einführung in wissenschaftliches Arbeiten: 22.04.2026, 18 -20 Uhr (c.t.), Raum tbd.
  • Einführung in wissenschaftliches Arbeiten II: 29.04.2026, 18 -20 Uhr (c.t.), Raum tbd.
  • Halbzeitfeedback (Roundtable-Discussion und Präsentation des aktuellen Stands): 20.05.2026*, 18 - 21 Uhr (s.t.). Raum tbd. Anwesenheitspflicht.
  • Vortragsschulung ("how to present"): 10.06.2026, 18 - 19 Uhr (c.t.), Raum tbd. Optional, aber empfohlen.
  • Abgabe der finalen schriftlichen Arbeit: bis 12.06.2026, eod. Die digitale Version per Upload im Virtuellen Campus (VC) inkl. unterschriebener eidesstattlicher Erklärung im Sekretariat des Lehrstuhls (WE5/01.029)
  • Blockseminar im Kleinwalsertal*: 19.06. 23.06.2026, Anwesenheitspflicht.

* Änderungen vorbehalten

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an elias.grewe(at)uni-bamberg.de

Bewerbungsformular (offen bis 09.04.2026, 23:59 Uhr end of day)

Bewerbungsformular