Zwei Auszeichnungen auf der WI-Leitkonferenz ICIS

Zusammenfassung: Auf der 38. International Conference on Information Systems (ICIS), die im Dezember 2017 in Seoul, Südkorea, stattfand, wurde der Artikel „Designing Pervasive Information Systems: A Fashion Retail Case Study“, der aus einer Zusammenarbeit der Universität Würzburg (Matthias Hauser, Christoph Flath und Frédéric Thiesse) und der Universität Bamberg (Sebastian Günther) entstanden ist, zweifach ausgezeichnet: Als Zweitbester von mehr als 400 angenommenen Artikeln hat der Beitrag sowohl den Best Track Paper Award (HCI, Design Issues and Design Science Research) als auch den Best Conference Paper Runner-Up Award gewonnen. Die ICIS ist die weltweit angesehenste Konferenz im Bereich der Wirtschaftsinformatik.

 

Inhalt des Konferenzbeitrags:

Der Artikel erweitert zunächst eine kurze veröffentlichte Design-Theorie von sog. cyber-physischen Systeme um den Aspekt der Veränderlichkeit ihrer Altkomponenten. Anschließend wird als Fallbeispiel ein Prototyp für ein sog. Automated Checkout System vorgestellt.

Als Automated Checkout System wird ein Informationssystem verstanden, das es erlaubt den Kassiervorgang vollständig zu automatisieren. Einzelhandelskunden können sozusagen mit ihren Produkten einfach den Laden verlassen und das System ist dabei gleichzeitig fähig

-               zu erkennen, dass die Artikel den Laden verlassen,

-               die Artikel zuverlässig den Kunden zuzuordnen,

-               und anschließend den Zahlvorgang zu initiieren.

In dem Forschungsbeitrag wird der erste Ansatz vorgestellt, der die ersten beiden Anforderungen für den speziellen Fall des Modeeinzelhandels gerecht wird. Dabei besteht der Prototyp aus RFID-Hardware und Softwarekomponenten, die die Sensordaten weiterverarbeiten. Das System wurde anhand umfassender Tests unter repräsentativen Laborbedingungen getestet und erkennt in Echtzeit, dass RFID-etikettierte Artikel den Laden verlassen und ordnet anschließend die Artikel zuverlässig den Kunden zu. Falsche Zuordnungen können in den Fällen passieren, in denen Kunden einen sehr ähnlichen Laufweg haben (z. B. nebeneinander laufen) und gleichzeitig den Einkaufsladen verlassen.

 

Link:

www.researchgate.net/publication/319998755_Designing_Pervasive_Information_Systems_A_Fashion_Retail_Case_Study