Diversity-Gastprofessur
Im Rahmen Ihres Aufenthalts untersucht sie produktive Nominalisierungsmuster im Jiddischen im Hinblick semantische Unterschiede der grammatischen Kategorie Genus. Derivierte Substantive sind für die Beschreibung von Genus besonders spannend, da in den meisten germanischen Sprachen und Varietäten die Nominalisierungsmorpheme als Genusmarker gelten, d.h. Substantive mit einem bestimmten Genus kodieren. Zum Jiddischen gibt es dazu bislang wenig Forschung. Ziel des Projekts, das in enger Kooperation mit der germanistischen Sprachwissenschaft (Prof. Schäfer) und der slavistischen Sprachwissenschaft (Prof. Birzer) durchgeführt wird, ist die Identifikation von derivationsbasierten Genusregeln sowie die typologische Einordnung des jiddischen Genussystems im innergermanischen Vergleich.
