Projekt ViVA: Videobasierte Validitätsanalysen und Zusammenhänge zwischen Maßen früher Kompetenzentwicklung und Lernumwelten

gefördert durch die DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1646 "Education as a Lifelong Process"

Originaltitel:

  • Förderphase 1 (2012-2015): Video-Based Validity Analyses of Measures of Early Childhood Competencies and Home Learning Environment (ViVA)
  • Förderphase 2 (2015/16-2018): Video-Based Validity Analyses and Interrelations between Measures of Early Childhood Competencies and Learning Environments (ViVA II)
  • Weiterführung (2019-2020): Impact of early childcare arrangements and the home-learning environment on child development (ViVAplus)

Projektleiter/in:

  • Prof. Dr. Sabine Weinert
  • Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach
  • Co-Antragstellerin in Förderphase 1: Dr. Claudia Hachul
  • Co-Antragstellerin der Weiterführung: Dr. Manja Attig

Projektbeschreibung zur 2. Förderphase

Von Geburt an nehmen sowohl Eigenschaften des Kindes als auch der Lernumwelten Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Trotz einer Vielzahl an Studien zur frühkindlichen Entwicklung, ist bis dato vergleichsweise wenig über das Zusammenspiel von Kindcharakteristika und Lernumwelten (und das Zusammenspiel von Lernumwelten untereinander) in diesem frühen Alter bekannt. Insbesondere in Deutschland mangelt es an aktuellen, repräsentativen Längsschnittstudien. Rückschlüsse aus Ergebnissen bestehender Studien müssen dabei auch insbesondere für den deutschen Kontext mit Vorsicht gezogen werden, da Regelungen des Mutterschutzes, der außerhäuslichen Betreuung sowie kulturelle Einstellungen zwischen Ländern stark variieren. Das Ziel der Geburtskohorte des Nationalen Bildungspanels (NEPS) ist es, diese Forschungslücke zu schließen und in den nächsten Jahren längsschnittliche Daten über mehrere Messzeitpunkte zur Verfügung zu stellen (Welle 1 mit Kindern im Alter von 7 Monaten, Welle 2 mit Kindern im Alter von 15 Monaten, Welle 3 mit Kindern im Alter von 26 Monaten und Welle 4 mit Kindern im Alter von 37 Monaten). Die Daten werden dabei nicht nur über Elternauskünfte, sondern auch über Videoaufnahmen von Testsituationen und Eltern-Kind Interaktionen im Haushalt erfasst (n = 3.481). Die Kinder wurden anhand (a) eines Habituations-Dishabituations-Paradigmas, das frühe Aufmerksamkeits- und Lernfähigkeiten erfasst, und (b) über eine adaptierte Auswahl von Items der neuesten Version der  Bayley Scales of Infant Development getestet. Zusätzlich wurden aus einer gefilmten Eltern-Kind Interaktion Informationen über das Kind und die häusliche Lernumwelt gewonnen. Ziel des ViVA I und II Projekts ist es, (1) die bestehenden Daten des NEPS zu validieren, (2) den Scientific Use File (SUF) des NEPS durch zusätzliche (domänen-spezifische) Indikatoren der Kindcharakteristika/Entwicklung und der Lernumwelten zu bereichern und (3) die (domänen-spezifische) Kompetenzentwicklung unter Berücksichtigung der Einflüsse häuslicher und außerhäuslicher Lernumwelten zu analysieren. Während ViVA I Welle 1 und 2 der NEPS-Daten fokussierte, soll der Schwerpunkt in ViVA II auf Daten der Welle 3, der außerhäuslichen Lernumwelt des Kindes sowie Längsschnittanalysen liegen.

Im Projekt beschäftigte Forscher/-innen: Dipl.-Psych. Jan-David Freund, Lars Burghardt M.A., bis 09/2017: Dr. Anja Linberg

pdf Publikationsliste(136.7 KB)

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