DICE: Entwicklung von Disparitäten in früheren Leistungen von Kindern: Eine Sechs-Länder-Studie

(gefördert im Rahmen des ORA-Programms (“The Open Research Area for the Social Sciences”) / DFG)

https://dice.site.ined.fr/en/

Projektleitung des deutschen Teams:

Prof. Dr. Sabine Weinert (Bamberger Team);
Prof. Dr. Thorsten Schneider (Leipziger Team)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Bamberg):

Dr. Anna Volodina

Kooperationspartner: Das Forscherteam setzt sich aus Forscherinnen und Forschern aus England, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden zusammen, die sich auf unterschiedlichen Karrierestufen befinden. Projektleitung England: Dr. Elizabeth Washbrook, Prof. Jane Waldfogel. Projektleitung Frankreich: Dr. Anne Solaz, Dr. Lidia Panico. Projektleitung Niederlande: Prof. Renske Keizer. Zudem wird das Team durch Forschende aus den USA und Japan erweitert.

In DICE werden mithilfe von harmonisierten Längsschnittdaten soziale Ungleichheiten in der kognitiven Entwicklung, im sozial-emotional Bereich und in der Gesundheit von Kindern vom Vorschulalter bis zum Ende der Vollzeitschulpflicht in Deutschland, Frankreich, Japan, den Niederlanden, England und den USA untersucht. Speziell werden die Entwicklung sozialer Disparitäten im Alter von 3 bis 16 Jahren, die Faktoren, die diese beeinflussen können, und wie die nationalen Kontexte diese Prozesse verstärken oder verhindern können, untersucht. DICE hat drei zentrale Ziele: (1) die Lieferung neuer Evidenzen für das Ausmaß und die Quellen (z. B. der Erziehungsstil) von Disparitäten in der frühen Kindheit und zum Schulbeginn; (2) die Beschreibung kindlicher Entwicklungsverläufe und die Identifikation der Faktoren (z. B. Elternbeteiligung, Eltern-Schule-Interaktionen), die die Disparitäten beim Übergang in die Schule vergrößern oder reduzieren; (3) die Beschreibung der Disparitäten am Anfang der Sekundarschule, die Analyse der Entwicklungsverläufe und der Faktoren (z. B. Schultyp, Tracking), die die Disparitäten im Verlauf der Sekundarschule vergrößern oder reduzieren.

Das Projekt besteht aus sechs Analysen. Das Bamberger Team fokussiert die Analyse 2. Das Ziel dieser Analyse ist die Beschreibung und die Erklärung früherer Disparitäten in der kindlichen Entwicklung (kognitive Entwicklung, sozio-emotionale Entwicklung und Gesundheit). Aktuell besteht ein Mangel an cross-nationalen Evidenzen insbesondere für Disparitäten in der frühen Kindheit vor Schulbeginn. Ein wichtiger Schritt ist zu verstehen, welche Disparitäten in verschiedenen Aspekten kindlicher Entwicklung beobachtbar sind, welche prädiktive Kraft verschiedene Kontextfaktoren haben und wie sich diese zwischen den Ländern unterscheiden. Die Ergebnisse werden in der Wissenschaft und über die Wissenschaft hinaus kommuniziert.

Im Einzelnen werden Daten der folgenden Längsschnittstudien analysiert: Deutschland: Säuglingskohorte des Nationalen Bildungspanels (NEPS – SC1); Kindergartenkohorte des Nationalen Bildungspanels (NEPS – SC2); Startkohorte Klasse 5 des Nationalen Bildungspanels (NEPS – SC3); England: Millennium Cohort Study (MCS); Longitudinal Study of Young people in England (LSYPE); The British Cohort study 1970 (BCS70); The British Cohort study 1970 (BCS70); Niederlande: The Generation R Study (GenR); Frankreich: French Longitudinal Study of Children (ELFE birth cohort), La Direction de l’évaluation, de la prospective et de la performance (DEPP panel); USA: (ECLS-B; ECLS-K 2011; ECLS K1998); Japan: Longitudinal Survey of Newborns in the 21st Century (LSN 21), Japan Child Panel Survey (JCPS).

In der Analyse 2 werden folgende Datensätze verwendet: NEPS SC 1, MCS, ELFE birth cohort, Generation R, ECLS-B und LSN 21.

DICE hat am 1. Januar 2019 begonnen und ist bis Herbst 2022 bewilligt.