BRISE: Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (Verbundvorhaben)


Teilvorhaben Entwicklungspsychologie / NEPS in enger Kooperation mit dem Leibniz Institut für Bildungsverläufe (LifBi)

(gefördert durch das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Sprecher des Projektverbundes: Prof. Dr. Olaf Köller, IPN, Kiel; Prof. Dr. Franz Petermann, Universität Bremen

Leitung des Teilvorhabens: Prof. Dr. Sabine Weinert & Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach, Otto-Friedrich Universität Bamberg in enger Kooperation mit Dr. Manja Attig, Leibniz Institut für Bildungsverläufte (LIfBi), Bamberg

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Dave Möwisch; 2017-2018 Gabriela Mansour sowie Judith Müller-Reichert

Projektlaufzeit: Dezember 2016 – November 2020

Die Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (BRISE) ist eine Langzeitstudie, die systematisch Effekte frühkindlicher Förderung untersucht.

BRISE begleitet für mehrere Jahre etwa 1.000 Familien in Bremen, die zwischen 2017 und 2019 ein Kind erwarten. Alltagsintegrierte, zumeist bereits in Bremen vorhandene Angebote zur frühkindlichen und vorschulischen Förderung in den Familien und in den Kindertageseinrichtungen werden systematisch zu einer Maßnahmenkette verknüpft.  Die Begleitung setzt bereits während der Schwangerschaft ein und soll bis zum Schuleintritt des Kindes reichen.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für zunächst vier Jahre geförderte wissenschaftliche Begleitforschung von BRISE geht der Frage nach, welche kumulativen Effekte ein koordiniertes Förderprogramm auf die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder hat; die Programmplanung sieht eine zweite vierjährige Förderphase vor. Als Vergleichsgruppe werden Kinder betrachtet, deren Familien nach eigenem Ermessen die Förderangebote in der Stadtgemeinde Bremen nutzen. Über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren werden insgesamt etwa 1.000 sozial und kulturell benachteiligte Bremer Familien als BRISE-Familien in die Stichprobe aufgenommen. Durch die Anbindung sowohl an das Nationale Bildungspanel (NEPS) als auch das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) kann BRISE auf weitere hochwertige Vergleichsdaten zurückgreifen. Hierauf aufbauend kann auch die Frage der Übertragbarkeit und Verallgemeinerung der Bremer Befunde beantwortet werden.

Das Verbundvorhaben wird primär vom Partner IPN wissenschaftlich koordiniert, der Feldzugang erfolgt in Bremen. Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung unterstützt den Aufbau der Forschungsinfrastruktur (BabyLab) am Standort Bremen. Wissenschaftlich setzen die Verbundpartner Schwerpunkte z. B. im Bereich der Professionalisierung des pädagogischen Personals, der Förderung domänenübergreifender und domänenspezifischer Prozesse im Bereich der Sprache, Mathematik und Naturwissenschaften und deren Effekte auf sozial-bedingte Disparitäten in der Entwicklung von Kindern. Das DIW führt eine Kosten-Effektivitäts-Analyse der Maßnahmen durch. Die Verbundpartner in Bamberg (Universität Bamberg, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe, Bamberg) bringen innovative Wege der NEPS-Datenerhebung ein, die im Bremer Studienzentrum eingesetzt werde – insbesondere auch bezogen auf die Erfassung direkter Kindmaße und Einflussgrößen in der Umwelt (z. B. Mutter-Kind Interaktion) und ermöglichen so den gezielten Vergleich mit der NEPS Säuglingskohorte. Die Verzahnung von BRISE mit dem sozio-ökonomischen Panel (SOEP) wird durch das DIW verantwortet. Mit beiden Panelstudien werden vergleichende Analysen angestellt. Der Verbundpartner Universität Heidelberg fokussiert u.a. an Meilensteinen orientierte frühkindliche Entwicklungsdiagnostik. Der Verbundpartner Freie Universität Berlin schließlich zentriert – in Kooperation mit Bamberg - die Interaktionsqualität in Familien und Kindertagesstätten.

BRISE wird getragen von einem Konsortium herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Kooperationspartner/Verbundpartner:

  • Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Kiel (Hauptkoordinator),

  • Universität Bremen,

  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,

  • Freie Universität Berlin,

  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin,

  • Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin,

  • Otto-Friedrich-Universität Bamberg,

  • Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi), Bamberg

Ausführlichere Informationen zu BRISE finden Sie auf der Website www.brise-bremen.de.