PuL-M-04: Seminar Supply Chain Management I

Das Seminar wurde speziell für besonders motivierte Master-Studierende konzipiert, die gerne ihre Grenzen austesten und daran wachsen möchten. Im Rahmen dieses Seminars werden Sie einen detaillierten Einblick erhalten, worauf es beim Verfassen einer Masterarbeit wirklich ankommt. Ein Grundsatz dabei ist, anhand von Fehlern hinzuzulernen – auch wenn ich versuche, diese im Rahmen des Betreuungsprozesses zu minimieren. Die Fehler, die Sie im Seminar begehen, werden so nicht zur Stolperfalle bei der späteren Masterthesis.

Ziel der Veranstaltung

Das Seminar verfolgt das Ziel, das wissenschaftliche Arbeiten auf einem sehr hohen Niveau zu trainieren. Es soll die bestmögliche Vorbereitung auf das Schreiben der Masterarbeit erfolgen. Im Rahmen des Seminars wird ein vorgegebenes Thema in einer Kleingruppe (2–3 Personen) bearbeitet. Es erfolgt eine intensive Abstimmung mit dem Dozenten, der den Entstehungsprozess begleitet. Hierbei wird in der Regel empirisch gearbeitet, das heißt, Daten erhoben und analysiert. Empirische Arbeiten zeichnen sich aufgrund der Datenerhebung durch einen großen Eigenbeitrag aus, der die Grundlage für sehr gute Bewertungen bietet. Jedoch haben viele Studierende vor ihrer Masterarbeit noch nie empirisch gearbeitet. Es lohnt sich also, sich mit den empirischen Methoden der Wirtschaftswissenschaften auseinanderzusetzen.

Aufgrund der Erfahrungen aus dem vergangenen Semester wird Ihnen ein zu bearbeitendes Thema vorgeschlagen.

Das Seminar ist anders als andere Lehrveranstaltungen. Ich verspreche Ihnen, dass Sie sich in wahrscheinlich keinem anderen Seminar so auf Augenhöhe mit Ihrem Dozenten befinden. Ich verfolge mit diesem Seminar nicht den Zweck, mit möglichst wenig Aufwand meine Lehrverpflichtung abzuarbeiten, sondern das Maximum aus Ihnen herauszuholen.

Im Sommersemester 2019 war eine von drei Gruppenarbeiten so gut, dass sie dem doppelt-blinden Begutachtungsprozess der ECIS (JOURQUAL B) standgehalten hat und veröffentlicht wurde. Die Gruppenteilnehmer:innen wurden für ihr außergewöhnliches Engagement nicht nur mit einer sehr guten Note belohnt, sondern können darüber hinaus mit einer anerkannten Publikation ihren Lebenslauf schmücken. Für eine potenzielle wissenschaftliche Laufbahn oder eine spätere externe Promotion ist eine solche Auszeichnung Gold wert und wird die Studierenden von einem Großteil übriger Bewerber positiv abgrenzen. Das Paper finden Sie hier:

Asdecker, Bjoern; Speri, Marc; Westermayer, Fabian Christoph; and Reißenweber, Lisa, "Examining the impact of motivational factors to use enterprise social media on knowledge sharing and employee productivity – A story already told or more to explore?" (2020). In Proceedings of the 28th European Conference on Information Systems (ECIS), An Online AIS Conference, June 15-17, 2020.

Im vergangenen Semester haben zwei Gruppenarbeiten ein sehr hohes Niveau erreicht, sodass weitere, aus dem Seminar stammende Publikationen folgen werden. Während sich zwei Paper noch in einem Begutachtungsprozess befinden, hat ein Paper den doppelt-blinden Begutachtungsprozess der EMAC (JOURQUAL D) erfolgreich durchlaufen und wird bald veröffentlicht.

Was anstrengend und intensiv klingt, ist es auch. Nichtsdestotrotz gibt es wahrscheinlich nur wenige Angebote, wo man mehr für sich selbst herausziehen kann. Das bekommen wir immer wieder von ehemaligen Teilnehmer:innen gespiegelt. Außerdem steigt aufgrund der begrenzten Anzahl der Plätze die Wahrscheinlichkeit (für die Bewerbung zählt zu einem großen Teil die Anzahl der erfolgreich am Lehrstuhl abgelegten Lehrveranstaltungen), dass Sie an unserem Lehrstuhl einen Platz für das Schreiben der Masterarbeit erhalten, deutlich an. Auch wenn es keine Garantie ist: Bislang gab es seit 2008 erst zwei Seminarteilnehmer, die sich für einen Platz beworben und keinen angeboten bekommen haben. Es lohnt sich also, sich zu bewerben!

Außerdem gilt für das Sommersemester 2021 Folgendes: Sollte Ihre im Sommersemester verfasste Seminararbeit das Potenzial für eine weitergehende Veröffentlichung besitzen, können Sie im Wintersemester 2020/2021 zusätzliche 6 ECTS erhalten. Wir rechnen Ihnen in diesem Fall für die im Rahmen des Publikationsprozesses erbrachten Leistungen (Einreichung, Beteiligung an potenziellen Überarbeitungen) unser Seminar "PuL-M-06: Seminar Supply Chain Management II" an. Diese Möglichkeit ist freiwillig. Es steht Ihnen frei, diese zu nutzen oder nicht. Es soll damit eine Möglichkeit geschaffen werden, den gegenüber anderen Seminaren höheren Aufwand zu relativieren. Eine solche Option ist natürlich nur möglich, wenn Sie nicht bereits PuL-M-06 belegt haben.

Die maximale Teilnehmerzahl des Seminars beträgt im Sommersemester 2021 neun Studierende. Die Auswahl der Teilnehmer:innen erfolgt anhand des Bewerbungspapers.

Für das Seminar werden nur Studierende zugelassen, die mindestens eines unserer Master-Kernfächer (d. h. Supply Chain Management, Operations Management oder Operations Research) erfolgreich abgelegt haben. Zudem muss das im Folgenden beschriebene Bewerbungsverfahren erfolgreich durchlaufen worden sein.

Die Bewerbung besteht aus einem einseitigen Motivationsschreiben (DIN A4, Times New Roman, 1,5-facher Zeilenabstand im Fließtext, Schriftgröße 12, 2,5 cm Abstand zu den Seitenrändern, Name und Matrikelnummer in Kopfzeile, KEIN Deckblatt), in dem Sie bitte möglichst nachvollziehbar darlegen, (1) warum Sie dieses Seminar besuchen möchten, (2) welche Kompetenzen Sie mitbringen, um dieses Seminar inhaltlich zu bereichern, (3) welche Fähigkeiten Ihnen noch fehlen, an denen Sie arbeiten möchten und (4) wieviel Zeit Ihnen im kommenden Semester (neben anderen Lehrveranstaltungen, Werkstudententätigkeiten etc.) für das Seminar und das Verfassen der Seminararbeit zur Verfügung steht. 

Um die Chancengleichheit zu wahren, erfolgt in Bezug auf das Motivationsschreiben keine Beratung/Hilfestellung durch den Lehrstuhl. Beachten Sie gegebenenfalls den Leitfaden des Lehrstuhls zur Anfertigung von wissenschaftlichen Arbeiten(832.0 KB, 23 Seiten)!

Spätester Abgabetermin für das Motivationsschreiben ist Montag, der 12. April 2021 um 12.00 Uhr. Mit der Abgabe des Motivationsschreibens melden Sie sich im Zulassungsfall verbindlich für das Seminar an. Bitte senden Sie das Schreiben als PDF-Datei zusammen mit einem aktuellen FlexNow-Ausdruck per E-Mail an bjoern.asdecker(at)uni-bamberg.de. Sie erhalten bis spätestens Montag, den 19. April Bescheid, ob Sie für die Veranstaltung zugelassen wurden oder nicht. 

Zeitrahmen

Bitte beachten: zu Beginn des Semesters werden wir einige Blockveranstaltungen über MS Teams abhalten. Anschließend werden bedarfsbezogen wöchentliche Zeitslots mit den einzelnen Teams vereinbart. Der Seminartag für die anfänglichen Blockveranstaltungen ist Dienstags im Zeitfenster von 14–17 Uhr.

Ziel

Ziel ist das Verfassen einer Seminararbeit im Umfang von maximal 30 Seiten. Wir nutzen die wöchentlichen Termine im Sinne einer Seminar-AG, um uns über den Arbeitsfortschritt und eventuelle Probleme/Herausforderungen auszutauschen und den Arbeitsfortschritt zu fördern. Hierzu werden die Zwischenergebnisse in PowerPoint-Präsentationen festgehalten. Mit dem angedachten Seminarformat soll die Situation einer Masterthesis simuliert werden, um Sie auf diesen finalen Schritt ihres Studiums bestmöglich vorzubereiten.

Rahmen der Veranstaltung

Die Veranstaltung wird aufgrund der aktuellen Gegebenheiten virtuell abgehalten. Dies hat im vergangenen Semester sehr gut funktioniert.

Umfang der Seminarleistung

Jede:r Teilnehmer:in beteiligt sich an einer Seminararbeit, die am Ende des Semesters bewertet wird. Bewertet werden die Beiträge personenbezogen, das heißt, in der Seminarbeit sind die anteiligen Beiträge kenntlich zu machen und werden der- bzw. demjenigen Studierenden zugerechnet, die bzw. der dafür hauptverantwortlich zeichnet.

Verpflichtung zum wissenschaftlichen Arbeiten

Unser Leitfaden zur Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten(832.0 KB, 23 Seiten) findet ferner uneingeschränkte Anwendung. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Plagiarismus. Kommt es zu einem Plagiatsfall, wird die Leistung mit mangelhaft bewertet.