Bibelwerkstatt im Rahmen des Katholikentages zu 1 Kön 17
Die beiden Erzählungen von der Witwe von Sarepta im Elia-Zyklus sind mehrdeutig: Einerseits kommt der Frau eine Sonderstellung zu, und sie wird zum Vorbild, da sie – als Fremde – Elia versorgt. Andererseits verfügt der Gott Israels über sie und ihr bleibt am Ende nur, Elia als Mann Gottes anzuerkennen. Während des Workshops wurde deutlich, dass sich noch weitere Fragen aufdrängen: Wer ist hier eigentlich fremd? Und wer rettet wen? Die Teilnehmer:innen deckten in Gruppen kritisch Konstruktionen von Männlichkeit und Weiblichkeit auf und hinterfragten unterschiedliche Diskriminierungspraktiken, von denen erzählt wird, und erhielten auch einen Einblick in die universitäre Werkstätte Exegese.
