Rektorat
Die Bestellung und die Amtsführung des Rektorats stoßen bei der Behandlung der Hochschule in der NS-Zeit auf besonderes Interesse. Wurde die Leitung der Hochschule mit Parteimitgliedern besetzt? Sympathisierte sie mit der NSDAP? War sie Mitläufer? Herrschte offener oder versteckter Widerstand oder Widersetzung gegenüber Maßnahmen? Welche Einflussnahmen fanden statt und wie wurde damit umgegangen?
Die für die Universitäten anberaumten Gleichschaltungsmaßnahmen galten weitgehend auch für die (kleineren) Hochschulen. In Bezug auf die Philosophisch-Theologischen Hochschulen Bayerns entwickelten sie jedoch weniger Durchschlagskraft, was nicht zuletzt an der speziellen Fächerstruktur mit dem Schwerpunkt auf Theologie und der engen Verbindung mit der Katholischen Kirche lag. Das Erzbistum Bamberg behielt nach wie vor ein Mitspracherecht bei der Bestellung der Rektoren und der Besetzung der theologischen Professuren.
Rektoren und Prorektoren
Prof. Dr. Heinrich Mayer, Rektor von Oktober 1930 bis Oktober 1933; Prorektor von Oktober 1933 bis 1942; kommissarischer Rektor von November 1936 bis Februar 1937. Theologe und Pädagoge
Prof. Dr. Peter Maier, Rektor von Oktober 1933 bis November 1936. Theologe und Naturwissenschaftler
Prof. Dr. Benedikt Kraft, Rektor von Februar 1937 bis zu seiner Emeritierung im März 1955. Theologe
