Busy City - wie wir öffentliche Räume erleben
Beteiligte

Ronja Rösler, M.Sc. (sie/ihr) (Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik)
Astrid, Schütz, Dr. Prof. (Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik)
Kontakt:
Ronja.roesler(at)uni-bamberg.de
Laufzeit
2025 - 2026
Kurzbeschreibung
Smart Cities stellen die Lebensqualität ihrer Bürger*innen in den Mittelpunkt – und dazu gehört auch, wie sich Menschen in öffentlichen Räumen fühlen. Volle Plätze und belebte Gassen lösen ganz unterschiedliche Reaktionen aus: Die einen empfinden sie als anstrengend, die anderen als lebendig. Wie eine Situation erlebt wird, hängt dabei vermutlich nicht allein von der Zahl der anwesenden Menschen ab, sondern auch vom Ort selbst und von der jeweiligen Person.
Bisherige Forschung versteht Crowding meist als etwas, das Menschen passiert, und misst deren Reaktion darauf. Dieses Projekt geht einen Schritt weiter und untersucht die Präferenzen der Menschen, um die zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen. Das Vorhaben ist von folgenden Fragen geleitet:
- Unterscheiden sich städtische Orte schon aufgrund ihrer baulichen Gestaltung darin, wie sie wahrgenommen werden – unabhängig davon, wie viele Menschen sich dort aufhalten?
- Welche Rolle spielen individuelle Unterschiede zwischen Personen für das Erleben öffentlicher Räume?
- Welche Faktoren bestimmen, wie unterschiedliche Situationen in der Stadt bewertet werden?
Dafür werden acht charakteristische Orte in Bamberg betrachtet, die sich in ihrer räumlichen Struktur deutlich unterscheiden – von engen Gassen über offene Plätze bis hin zu Brücken und Parks. Auf Basis von Bildmaterial geben Teilnehmende ihre Einschätzungen zu diesen Orten ab. So lässt sich nach und nach trennen, welche Anteile des Erlebens auf den Raum, welche auf die Situation und welche auf die Person zurückgehen.
Geplante Ergebnisse
- Ein besseres Verständnis davon, wie räumliche Gestaltung und individuelle Unterschiede zusammenwirken, wenn Menschen städtische Räume bewerten
- Erkenntnisse darüber, unter welchen Bedingungen öffentliche Räume als lebenswert erlebt werden
- Hinweise für eine menschenzentrierte Stadt- und Raumgestaltung