Ort: Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Eröffnungsworkshop "Living Lab Bamberg"

Messen, Forschen und Netzwerken im Innovationslabor

Innovationslabor „Living Lab Bamberg“ erwacht erneut zum Leben

Das Wintersemester 18/19 beginnt mit guten Aussichten für die Zukunft: Rund 51 Studierende der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) der Universität Bamberg und der Fakultät Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Coburg bilden die Projektgruppen, die im Innovationslabor „Living Lab Bamberg“ Sensoren untersuchen, Daten visualisieren und Software oder Spielkonzepte entwickeln. In einem Kick-off-Workshop am 13.02.2019 gibt Labor-Initiatorin Prof. Dr. Daniela Nicklas, Inhaberin des Lehrstuhls für Informatik, insbesondere Mobile Software Systeme, den Startschuss für Forschungsprojekte, Networking und Tipps für gelungenes Projektmanagement.

MobiOnAir – Luftqualität Bamberg als eines von vier Forschungsbereichen

Mit der Installation eines Beacon Netzwerks für die Indoor-Lokalisierung, der Aufrüstung des autonom agierenden Agenten BamBirds für die Teilnahme an der nächsten Weltmeisterschaft in „AI Birds“ und der annotationsbasierten Segmentierung und Klassifikation von Bildbeständen beschäftigen sich die ersten drei Forschungsgruppen. Die vierte Projektgruppe zeigt Initiative bei der Erweiterung des bereits bearbeiteten Mobi-Luft Projektes. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Gegenüberstellung von mobilen und stationären Feinstaubsensoren. Zahlreiche Fragen werden in diesem Projekt beantwortet: „Wie kann man mobile und stationär generierte Daten vergleichen?“, „Was lässt sich aus den verschiedenen Messwerten ablesen?“, „Wie kann eine Testumgebung konzeptionell umgesetzt werden?“Bei der Beantwortung dieser Fragen finden sich die Hochschule Coburg unter der Obhut von Prof. Dr. Thomas Wieland und die Universität Bamberg unter der Obhut von Prof. Dr. Daniela Nicklas zusammen. Sogenannte Citizen-Science-Projekte machen es möglich Feinstaubsensoren, die von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bamberg angebracht wurden, auszuwerten und dadurch die Luftqualität auszuwerten. Ziel des Projektes ist es, das Thema „Luftqualität“ aus verschiedenen Gesichtspunkten zu beleuchten und zu bearbeiten. 

Forschen und Netzwerken im Realweltlabor

Die vier Projekte des Innovationslabors sollen den Studierenden die Möglichkeit geben das Living Lab als offene Entwicklungsumgebung, Forschungslabor und als Treffpunkt zum Wissensaustausch und Kontakte knüpfen kennenzulernen. Den Studierenden wird die Chance gegeben in Strukturen zu arbeiten, die in ihrem späteren Berufsleben ebenfalls auftreten. So erlernen Sie, wie sie effektiv im Team zusammenarbeiten und wie sie ihr dort erlerntes Wissen über Projektmanagement in ihrem zukünftigen Beruf nutzen können. Die Nutzung von allerlei Softwarewerkzeugen, wie GitLab, ist dabei natürlich ebenfalls ein wichtiger Punkt. Um ihr Projekt zu planen, mit Meilensteinen, einzelnen Arbeitsschritten, der Zuteilung von Mitgliedern und dem Setzen von Fristen, brauchen die Projektgruppen eine gute Vorstellung ihres Projektes und müssen dieses in für alle verständliche Teilbereiche zersetzen. 

Innovation in der Praxis

Dank der Unterstützung des Zentrums Digitalisierung Bayern wird das Innovationslabor mit 220.000 Euro gefördert und besitzt dank der TechnologieAllianzOberfranken (TAO) ausreichend Hardware für allerlei Zwecke. Mit dem Innovationslabor ergeben sich für die Forschungsgruppen Vorteile in der Umsetzung und im Ausmaß ihrer Möglichkeiten. Das Living Lab Bamberg ermöglicht es den Studierenden ihren Horizont zu erweitern indem sie lernen mit unbekannter Software und Hardware umzugehen, Daten auszulesen und allgemein andere Forschungsbereiche kennenzulernen. Die Hochschulen und Studierenden profitieren ebenfalls von einer besseren öffentlichen Repräsentation und einer besseren Vernetzung innerhalb der Universität.  Mit Blick in die Zukunft wird nun geforscht, gemessen und umgesetzt, um die fertigen Ergebnisse der Projekte anschließend zahlreichen Interessierten und Unternehmen zu präsentieren.