Soziale Determinanten der Reduktion von Gender-Stereotypen bei jüngeren Kindern. Oder was tun gegen die Rosa-Hellblau Falle? (Promotionsprojekt)
Beschreibung
Geschlechterstereotype prägen individuelle Einstellungen, Verhalten und Präferenzen von Kindern bereits ab der frühesten Kindheit. Dabei lernen Kinder, was bei einer bestimmten geschlechtlichen Zuschreibung erwünschtes, sozial akzeptiertes oder sanktionierbares Verhalten ist. Dieses Wissen beeinflusst individuelle Handlungspräferenzen und -wahrscheinlichkeiten schon in der Kindheit und somit auch spätere gesellschaftliche Teilhabe entlang der Kategorie Geschlecht. Vermittelt wird dieses Wissen seltener über bewusster Instruktion, häufiger jedoch implizit über die Beobachtung des sozialen Umfelds und somit über Modelllernen. Als Modelle fungieren hierbei Bezugspersonen aber auch andere Quellen sozialer Informationen, etwa Bilderbücher und Geschichten.
Das Promotionsprojekt von Noemi Göltenboth befasst sich dabei insbesondere mit der Frage, wie kindliche Geschlechterstereotype beeinflusst werden und welche Aspekte z.B. gender-nonkonforme Informationen und Praktiken Auswirkungen auf die kindlichen Geschlechterstereotype haben.
So untersucht Paper 1 wie Kinder durch nicht-stereotype Kurzgeschichten geschlechtsbezogene Assoziationen und Präferenzen verändern und wie diese Veränderungen in Abhängigkeit zum Alter der Kinder und der geschlechtertypischen oder atypischen Beschreibung der Hauptperson in der Geschichte stehen.
Veröffentlichungen & Konferenzbeiträge
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Projektmitarbeiterin
Noemi Göltenboth, M.Sc.