Dem Täter auf der Spur – Forensik trifft Genetik

Ein Workshop-Angebot der Didaktik der Naturwissenschaften an interessierte Schulen 

Ab sofort bieten wir im Sinne eines Austausches zwischen Schulpraxis und Universität viermal jährlich einen mehrstündigen Workshop zur forensischen Spurenanlaytik an. 

In diesem Intensivkurs werden vorhandene Genetik-Kenntnisse durch praktische Laborarbeit an einem nachgestellten Kriminalfall vertieft. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, für einen Tag in die Rolle eines Forensikers zu schlüpfen und müssen dabei im Team „ihren eigenen Fall“ lösen.

Forensik ist ein Sammelbegriff für wissenschaftliche und technische Arbeitsgebiete, in denen meist kriminelle Handlungen systematisch untersucht werden. Wir werden uns hierbei Methoden aus der modernen Genetik bedienen. Mittels des sogenannten „genetic fingerprinting“ kann man das komplette Erbmaterial eines Menschen anhand mikroskopisch kleiner Spuren identifizieren und somit den Täter überführen. Dabei reichen Hautschuppen, etwas Schweiß oder eine weggeworfene Zigarettenkippe.

Wie das funktioniert und wo die Risiken und Grenzen dieser Technik sind, lernen die Teilnehmenden nicht nur theoretisch, sie setzen das Erlernte auch sofort selbst praktisch in die Tat um.

Von der Spurenabnahme am Tatort über das „Sichtbarmachen“ der DNA-Spuren mittels der sogenannten Agarosegelelektrophorese und der anschließenden Auswertung des Täterprofils wird der Laboralltag eines Gerichtsmediziners nachgestellt.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 15 Personen beschränkt. Es wird ein Unkostenbeitrag von 5 Euro pro Schüler für Verbrauchsmaterialien erhoben. Die Vergabe erfolgt nach der Reihenfolge der Anmeldungen und ist auf vier Termine pro Jahr beschränkt. Davon sind zwei Termine für das Schülerforschungszentrum (SFZ) Oberfranken reserviert. Einzelne Schülerinnen und Schüler melden sich für diese beiden Termine direkt beim SFZ an.  Für die anderen beiden Termine können sich interessierte Lehrkräfte mit ihrem Kurs unter folgender Adresse anmelden: tanja.zacher(at)uni-bamberg.de

Der genaue Tag bzw. die Uhrzeit kann dann in Absprache erfolgen.

Termine 2019:

  • März 1: reserviert
  • März 2: reserviert
  • September/ Oktober 1: reserviert
  • September/ Oktober 2: reserviert

Schülerforschungszentrum

Im Bereich Transfer engagiert sich die Didaktik der Naturwissenschaften der Universität Bamberg neben anderen Aktivitäten auch im Rahmen des Schülerforschungszentrums (SFZ) der Technologie-Allianz Oberfranken (TAO). Seit dem Sommersemester 2016 bieten wir regelmäßig den Praxis-Workshop „Dem Täter auf der Spur – Forensik trifft Genetik“ an.

Ein Dokumentationsfilm finden Sie auf TV Oberfranken hier

Der Workshop führt jeweils 12-18 Schülerinnen und Schüler in moderne molekular­biologische Methoden ein, die es ermöglichen einen Täter aufgrund der Spuren, die er an einem Tatort hinterlassen hat, zu überführen. Dabei schlüpfen die Schülerinnen und Schüler für einen ganzen Tag in die Rolle eines Forensikers und lösen einen nachgestellten Kriminalfall mit Hilfe des genetischen Fingerabdrucks. Am Ende des Tages kann nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse der Täter überführt werden. Durch das realitätsnahe und selbsttätige Nacharbeiten typischer Arbeitsschritte werden den Teilnehmenden Möglichkeiten, Grenzen und Risiken dieser molekularbiologischen Methoden deutlich. In der Öffentlichkeit werden unsere Workshops sehr positiv wahrgenommen, wie uns das ausgiebige Presseecho zeigt.

Neben den Workshops beteiligt sich die Didaktik der Naturwissenschaften auch an dem Programm der Sommerakademie des TAO-Schülerforschungszentrums, wie in diesem Jahr Ende September. Hierbei präsentierte sich das Noddack-Haus als modern ausgestattete Lehr- und Lernstätte der Naturwissenschaften und deren Didaktiken. Dabei wurde ebenfalls aufgezeigt, was die Fachdidaktik in Lehre, Forschung und Transfer leistet, sowie welche Studiengänge im Bereich der Naturwissenschaften an der Universität Bamberg möglich sind.

Haben Sie auch mit Ihrer Klasse Interesse an einer Veranstaltung?

Schülerinnen und Schüler lernen an der Universität Bamberg naturwissenschaftliche Arbeitsweisen im Labor.