Das DiKuLe-Wildbienenprojekt

Warum sind Wildbienen und Wespen wichtig?

In den gemäßigten Breiten ist die Mehrzahl an Blütenpflanzen auf die Bestäubung von Insekten angewiesen. Wildbienen erfüllen hierbei eine Schlüsselrolle, da sie Aufgrund ihrer Vielfalt und ihrer morphologischen Anpassungen als effizienteste Bestäuber vieler Blütenpflanzen gelten. Im Gegensatz zu den domestizierten Honigbienen fliegen Wildbienen wie die Erdhummel, aber auch einige Sand- und Mauerbienen außerdem auch bei Schlechtwetterperioden. Die meisten Wildbienen leben solitär, bilden also keine Staaten und produzieren keinen Honig. Von den 565 in Deutschland lebenden Wildbienenarten sind jedoch etwa 50% gefährdet.

Auch Wespen sind wichtige Teile des Ökosystems, da sie helfen die Populationen von Schadinsekten zu kontrollieren. Wie die Wildbienen sind von den 562 aculeaten Wespen Deutschlands etwa 50% gefährdet. Der Rückgang der Wildbienen und Wespen steht maßgeblich mit Landnutzungsänderungen, dem Einsatz von Pestiziden und dem damit einhergehenden Verlust an Nahrungs- und Nisthabitaten im Zusammenhang.

Das Projekt

Ein Teil der Wildbienen,- aber auch Wespenarten bauen ihre Nester in kleinen Hohlräumen wie sie Schilfhalme oder Käfer-Fraßgänge in Totholz bieten. Mithilfe von an der Universität Freiburg entwickelten Nistkästen (Dr. Felix Fornoff), lassen sich die faszinierenden Nestkonstruktionen, die Entwicklung sowie die Populationsdynamiken der Tiere beobachten und erforschen. Mithilfe der entwickelten Bestimmungsapp ID-Logics sollen Schüler:innen und Studierende dazu befähigt werden die Tiere und ihre natürlichen Gegenspieler auf Art-, Gattungs- oder Familienebene zu bestimmen. Dadurch bieten die Nistkästen ein spannendes Lernfeld, welches den Schüler:innen und Studierenden hilft, sich mit essenziellen Themen der Ökologie zu beschäftigen. Weiterhin wird es Ihnen ermöglicht sich für den Schutz von Wildbienen und Wespen einzusetzen. Das Projekt entsteht in Kooperation der Universität Freiburg, der Universität Marburg und der Didaktik der Naturwissenschaften der Universität Bamberg.