Bachelor

Archäologische Wissenschaften

Menschheitsgeschichte von der Steinzeit bis zur Neuzeit – vernetzt über vier archäologische Teildisziplinen mit starkem Praxisbezug.

Überblick

Sie wollen die Vergangenheit entdecken und verstehen, was sie mit der Gegenwart zu tun hat? In den Archäologischen Wissenschaften erforschen Sie die Geschichte der Menschheit anhand ihrer materiellen Relikte. Sie lernen, unsere historischen und kulturellen Wurzeln kennen und schärfen Ihren Blick für kulturelle Zusammenhänge in Vergangenheit und Gegenwart. Archäologie bedeutet wörtlich übersetzt „Lehre vom Altertum“: Als Wissenschaft rekonstruiert sie historische Prozesse anhand materieller Quellen – auf Ausgrabungen werden laufend neue Quellen erschlossen, die unser Bild der Vergangenheit verändern können. Schwerpunkte können gesetzt werden in: Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit; Archäologie der Römischen Provinzen; Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie; Islamische Kunstgeschichte und Archäologie; Archäologische Prospektion.

Vermutung

Archäologie heißt vor allem Ausgrabungen.

Antwort

Der Studiengang umfasst fünf Teildisziplinen mit Laborarbeit, Materialanalyse und Denkmalpflege. Berufsfelder liegen in Museen, Behörden und Kulturmanagement.

Besonderheiten und Schwerpunkte

  • Gehört zu den zeitlich und inhaltlich am breitesten aufgestellten archäologischen Bachelorstudiengängen im deutschsprachigen Raum
  • Sehr viel Praxis mit Ausgrabungen, Praktika und Exkursionen
  • Schwerpunkte können gesetzt werden in: Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit; Archäologie der Römischen Provinzen; Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie; Islamische Kunstgeschichte und Archäologie; Archäologische Prospektion
  • Gute Englischkenntnisse wünschenswert

Voraussetzungen

Zulassungsfrei: allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis

Einschreibezeitraum für den Studienstart im Wintersemester 2026/2027: 22.06.2026 – 02.10.2026

Weitere Hinweise

Der Zeitraum gilt für typische Fälle, etwa mit einer in Deutschland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung. Welche Fristen für Sie gelten, sehen Sie auf der Fristenseite der Studierendenkanzlei. Details zum Ablauf, zu abweichenden Fristen und zu den Regelungen für internationale Studieninteressierte finden Sie im Abschnitt zur Einschreibung am Seitenende.

ECTS-Verteilung

180 ECTS gesamt
Quellen und Methoden der Archäologie 25 ECTS
30 ECTS
Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit
30 ECTS
Archäologie der Römischen Provinzen
30 ECTS
Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie
20 ECTS
Vertiefung in einer Disziplin (AMaNZ, ARP, UFGA oder IVGA)
18 ECTS
Wahlpflichtbereich
15 ECTS
12 ECTS Bachelorarbeit

Hier dargestellt: Archäologische Wissenschaften als Ein-Fach-Bachelor (180 ECTS) mit Bachelorarbeit. Studierbar auch als Hauptfach (75 ECTS) oder als Nebenfach (30 oder 45 ECTS) in Kombination mit anderen Fächern.

Beispiele für Module, die Sie belegen können

Einführung in die archäologischen Wissenschaften Studierende erwerben Grundkenntnisse der Fachgeschichte, archäologischen Methodik und Quellenkunde sowie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.

Einführung in die Grabungstechnik Studierende erlernen die praktischen und theoretischen Grundlagen archäologischer Grabungstechnik und Feldarbeit.

Feldarchäologisches Praktikum Studierende wenden die erlernten Grabungs- und Feldmethoden in einer selbst ausgewählten archäologischen Ausgrabung im In- oder Ausland praktisch an.

Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit Studierende beschäftigen sich mit den materiellen Hinterlassenschaften und Forschungsmethoden der mittelalterlichen und neuzeitlichen Archäologie.

Archäologie der Römischen Provinzen Studierende analysieren die reichen archäologischen Hinterlassenschaften der Römer und lernen, sie kulturgeschichtlich zu interpretieren – zwischen Schottland und Maghreb, Atlantik und Euphrat.

Ur- und frühgeschichtliche Archäologie Studierende erarbeiten Kenntnisse zu den materiellen Kulturen und Epochen der Ur- und Frühgeschichte anhand archäologischer Quellen und Methoden.

Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie Studierende erlernen den Einsatz digitaler und geowissenschaftlicher Methoden zur Erfassung, Verarbeitung und Auswertung archäologischer Raumdaten.

Vertiefung in einer archäologischen Disziplin Studierende vertiefen ihre Kenntnisse und Kompetenzen in einer selbst gewählten archäologischen Teildisziplin durch spezialisierte Lehrveranstaltungen und eigenständige wissenschaftliche Arbeit.

Nach dem Studium

Typische Berufsfelder

  • Denkmalpflege und Ausgrabung
  • Museen
  • Behörden und Kulturmanagement
  • Wissenschaft
  • Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Nach dem Studium sind Sie fit, um in archäologischen Projekten mitzuwirken. Sie qualifizieren sich für Jobs in der Bodendenkmalpflege, in Museen oder bei privaten Grabungsfirmen, bei Verlagen und im Kulturmanagement. Der Bachelor bereitet auch auf ein vertiefendes Masterstudium in einer archäologischen Disziplin vor.

Welche Master sich anschließen, hängt vom gewählten Schwerpunkt ab. Eine Übersicht bietet das Masterangebot der Universität Bamberg.

Über die fachnahen Master hinaus stehen Ihnen in Bamberg auch Master aus anderen Fachrichtungen offen, die Bachelorabschlüsse aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften aufnehmen – etwa Computing in the Humanities oder Erwachsenenbildung und Weiterbildung.

Lehre und Ort

Dokumentation auf einer archäologischen Lehrgrabung.
LehrgrabungDokumentation auf einer archäologischen Lehrgrabung.
Studentin B.A. Archäologische Wissenschaften

Das Gesamtkonzept des Studiums ist auf jeden Fall gut durchdacht. Man kann sich früh auf das spezialisieren, was einen interessiert. Die Dozenten geben sich große Mühe, ein breites Fächerangebot zu bieten mit abwechslungsreichen Themen und einem Wechsel aus Theorie und praktischen Erfahrungen, wie Exkursionen, Grabungen und Fundübungen. Es gibt Austauschprogramme mit Partneruniversitäten aus unterschiedlichsten Ländern und immer wieder Kolloquien mit Forschern und Dozenten anderer Universitäten und auch Länder.

Studierende an der Unteren Brücke.
Untere BrückeStudierende an der Unteren Brücke.
Aus dem Studienumfeld

Im 3D-Scanning-Labor der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie erfassen Studierende Knochen, Kleinfunde und Verhüttungsmaterialien selbst digital – Praxis am eigenen Material statt Demonstration am Whiteboard.

Aus dem Studienumfeld

Die Universität Bamberg etablierte als erste deutsche Universität einen eigenständigen Studiengang Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Den Master (vier Semester, 120 ECTS) leitet Prof. Dr. Rainer Schreg. Inzwischen bieten auch Tübingen und Halle gleichnamige Masterstudiengänge an.

Dokumentation auf einer archäologischen Lehrgrabung.
LehrgrabungDokumentation auf einer archäologischen Lehrgrabung.
Studierende an der Unteren Brücke.
Untere BrückeStudierende an der Unteren Brücke.
Studentin B.A. Archäologische Wissenschaften

Das Gesamtkonzept des Studiums ist auf jeden Fall gut durchdacht. Man kann sich früh auf das spezialisieren, was einen interessiert. Die Dozenten geben sich große Mühe, ein breites Fächerangebot zu bieten mit abwechslungsreichen Themen und einem Wechsel aus Theorie und praktischen Erfahrungen, wie Exkursionen, Grabungen und Fundübungen. Es gibt Austauschprogramme mit Partneruniversitäten aus unterschiedlichsten Ländern und immer wieder Kolloquien mit Forschern und Dozenten anderer Universitäten und auch Länder.

Aus dem Studienumfeld

Im 3D-Scanning-Labor der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie erfassen Studierende Knochen, Kleinfunde und Verhüttungsmaterialien selbst digital – Praxis am eigenen Material statt Demonstration am Whiteboard.

Aus dem Studienumfeld

Die Universität Bamberg etablierte als erste deutsche Universität einen eigenständigen Studiengang Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Den Master (vier Semester, 120 ECTS) leitet Prof. Dr. Rainer Schreg. Inzwischen bieten auch Tübingen und Halle gleichnamige Masterstudiengänge an.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur Kulturgutsicherung?
Beide Studiengänge beschäftigen sich mit materiellem Kulturerbe, mit unterschiedlichem Fokus. Archäologische Wissenschaften sind als Hauptfach-Bachelor angelegt und erforschen die Geschichte der Menschheit anhand materieller Spuren - mit viel Feldpraxis, Ausgrabungen und Exkursionen. Kulturgutsicherung wird als Nebenfach angeboten und konzentriert sich auf den Schutz historischer Gebäude und Kulturgüter: Denkmalpflege, Bauforschung, Restaurierungswissenschaften, Welterbe. Wer Archäologie als Hauptfach studieren möchte, ist hier richtig; wer Kulturguterhalt mit einem anderen Hauptfach kombinieren will, in der Kulturgutsicherung.
AllgemeinWas kostet das Studium pro Semester?
Studiengebühren fallen für ein grundständiges Studium nicht an. Pro Semester ist ein Beitrag in Höhe von 123,22 Euro zu zahlen (Stand Sommersemester 2026): 70,00 Euro Studierendenwerksbeitrag und 53,22 Euro Semesterticket. Das Semesterticket gilt rund um die Uhr in Stadt und Landkreis Bamberg, auch in der vorlesungsfreien Zeit.

Quelle Überweisung Semesterbeiträge ·Semesterticket

AllgemeinWie finde ich ein Zimmer oder eine Wohnung in Bamberg?
Es empfiehlt sich, früh mit der Wohnungssuche zu beginnen. Studierendenwohnheime werden vom Studierendenwerk Würzburg, dem Collegium Oecumenicum Bamberg (COE), der Joseph-Stiftung, der Baugenossenschaft sowie der Stadtbau GmbH betrieben. Mietbeginn ist jeweils der 1. Oktober (Wintersemester) bzw. 1. April (Sommersemester), Mindestmietdauer ein Semester. Parallel lohnt sich die Suche auf dem privaten Wohnungsmarkt.

Quelle Wohnen in Bamberg

AllgemeinWie kann ich die Universität Bamberg vor der Bewerbung kennenlernen?
Mehrere Wege stehen Ihnen ganzjährig offen: Die Zentrale Studienberatung berät kostenlos und unverbindlich – persönlich, telefonisch oder online – und vermittelt bei fachlichen Fragen an die zuständige Studiengangsberatung weiter. Den Studienalltag erleben Sie über die öffentlichen, kostenlosen Vortragsreihen und Ringvorlesungen oder als Gasthörerin oder Gasthörer in einzelnen Lehrveranstaltungen; die über die Innenstadt verteilten Gebäude und Bibliotheken können Sie ohnehin frei besuchen. Einmal im Jahr bündelt der Studieninfotag im Frühjahr Vorträge und Führungen – mit Überblick zu Bachelor-, Lehramts- und Masterstudiengängen. Speziell für Schülerinnen und Schüler gibt es zusätzlich die Schnupperuni und das Frühstudium.

Quelle Zentrale Studienberatung ·Öffentliche Vortragsreihen und Ringvorlesungen ·Gaststudium ·Studieninfotag ·Angebote für Schülerinnen und Schüler

AllgemeinWie hoch ist die Arbeitsbelastung pro Woche?
Ein Vollzeitstudium ist auf 30 ECTS-Punkte pro Semester ausgelegt. Das entspricht einer Gesamtarbeitsbelastung von 32 bis 39 Stunden pro Woche – Präsenzzeit in Lehrveranstaltungen plus Vor- und Nachbereitung, Hausarbeiten und Prüfungsvorbereitung. Wer dieses Pensum nicht in Vollzeit leisten kann, kann fast alle Bachelor- und Masterstudiengänge auch in Teilzeit (max. 18 ECTS pro Semester) studieren.

Quelle Vollzeitstudium an der Universität Bamberg ·Teilzeitstudium an der Universität Bamberg

Weitere häufige Fragen zum Studium in Bamberg

Dokumente und offizielle Quellen

Hinter dem Studiengang

Prof. Dr. Michaela Konrad

Frage zum Studiengang?

Schreiben Sie der Zentralen Studienberatung – sie leitet Ihre Frage weiter und meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen.

Bei Bedarf leiten wir Ihre Frage an die zuständige Stelle weiter.

Datenschutzhinweise zum Formular

Dieses Studienportal bietet ein Kontaktformular zur Studienberatung an. Bei einer Anfrage über das Kontaktformular werden folgende Daten verarbeitet:

  • Name (freiwillige Angabe)
  • E-Mail-Adresse (für die Rückantwort)
  • Inhalt der Nachricht

Die Daten werden per E-Mail an die Zentrale Studienberatung der Universität Bamberg übermittelt und ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO i. V. m. Art. 82 BayHIG – die Studienberatung ist eine öffentliche Aufgabe der Universität.

Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Bearbeitung Ihrer Anfrage nicht mehr erforderlich sind.

Allgemeine Datenschutzhinweise der Universität Bamberg

  • Telefonisch über die Zentrale Studienberatung: 0951 863-1422 – Mo–Fr 10–12 Uhr

So schreiben Sie sich ein

Zulassungsfreier Bachelor – keine Bewerbung, direkte Einschreibung im Rahmen der zentralen Frist.

  1. 1

    Hochschulzugangsberechtigung prüfen

    Stellen Sie sicher, dass Sie über eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis verfügen.

  2. 2

    Beratung nutzen (optional)

    Wenn Sie unsicher sind, ob das Fach zu Ihnen passt, hilft die Zentrale Studienberatung weiter – auch kurzfristig.

  3. 3

    Online einschreiben

    Schreiben Sie sich im Hochschulportal der Universität Bamberg innerhalb der veröffentlichten Fristen direkt für den Studiengang ein.

  4. 4

    Unterlagen einreichen

    Reichen Sie nach der Online-Einschreibung Ihre Hochschulzugangsberechtigung sowie alle geforderten Nachweise bei der Studierendenkanzlei ein.

Internationale Studieninteressierte mit einem im Ausland erworbenen Zeugnis: Für Sie gelten eigene Fristen und ein verpflichtender Bewerbungsschritt über das International Office – auch bei zulassungsfreien Studiengängen. Hinweise für internationale Studieninteressierte