Bachelor

Kulturgutsicherung

Denkmalkunde, Bauforschung und Restaurierungswissenschaften vereint – wissenschaftliche Grundlagen zur Erfassung, Analyse und Erhaltung von Kulturgut.

Überblick

Sie interessieren sich für den Schutz historischer Gebäude und Kulturgüter? Im Nebenfach Kulturgutsicherung lernen Sie zentrale Methoden der Denkmalpflege, Bauforschung und Restaurierungswissenschaften kennen. Besonders geeignet für Studierende der folgenden Fächer: Archäologische Wissenschaften; Kunstgeschichte; Geschichte; Geographie; Europäische Ethnologie; Islamische Kunstgeschichte und Archäologie.

Vermutung

Kulturgutsicherung klingt wie Kunstgeschichte.

Antwort

Das Studium ist anwendungsorientiert: Bauvermessung, 3D-Scan, Materialanalyse im Labor und Feldarbeit an echten Denkmälern gehören zum Alltag.

Besonderheiten und Schwerpunkte

  • Methoden, Theorien und praktische Konzepte der Denkmalpflege (inkl. historischer Entwicklung), internationale Denkmalpflege, Welterbe sowie materielles und immaterielles Kulturgut.
  • Bau- und Bautechnikgeschichte, Bauforschung, Baudokumentation, Tachymetrie, digitale Dokumentations- und Planungssysteme, digitaler Modellbau, Sanierungstechnologien.
  • Materialkunde, Analyse historischer Werkstoffe, digitale Archivierung, 3D-Objekterfassung, Monitoring, CAD/CAM-Technologie, Planung von Restaurierungsstrategien.
  • Zusätzliche Vertiefungsmöglichkeiten in der Studienvariante mit 45 ECTS
  • Interdisziplinäre Ausrichtung

Voraussetzungen

Zulassungsfrei: allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis

Einschreibezeitraum für den Studienstart im Wintersemester 2026/2027: 22.06.2026 – 02.10.2026

Weitere Hinweise

Der Zeitraum gilt für typische Fälle, etwa mit einer in Deutschland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung. Welche Fristen für Sie gelten, sehen Sie auf der Fristenseite der Studierendenkanzlei. Details zum Ablauf, zu abweichenden Fristen und zu den Regelungen für internationale Studieninteressierte finden Sie im Abschnitt zur Einschreibung am Seitenende.

ECTS-Verteilung

180 ECTS gesamt
Basismodul Basiswissen Kulturgutsicherung 10 ECTS
20 ECTS
Modulgruppe Fachwissen (Denkmalkunde, Bauforschung, Restaurierung)
10 ECTS
Modulgruppe Vertiefung (ein Vertiefungsmodul)
5 ECTS
Modulgruppe Profilierung (Wahlpflichtmodul)
135 ECTS Übriges Studium
Nebenfach

Hier dargestellt: Kulturgutsicherung als (erweitertes) Nebenfach (45 ECTS). Das Fach wird ausschließlich als Nebenfach (30 oder 45 ECTS) studiert, typischerweise in Kombination mit einem archäologischen, kunsthistorischen oder kulturwissenschaftlichen Hauptfach.

Beispiele für Module, die Sie belegen können

Basismodul Kulturgutsicherung Fachübergreifendes Basiswissen der Kulturgutsicherung wird durch eine Vorlesung und begleitende Grundlagen-Seminare aus den Bereichen Denkmalpflege, Bauforschung und Restaurierungswissenschaften vermittelt.

Fachwissen Denkmalkunde I Grundlagen der Inventarisation von Kulturgut und Baudenkmalen sowie Konzepte zu deren Erhaltung und Verwaltung werden erarbeitet.

Fachwissen Denkmalkunde II Aufbauend auf Denkmalkunde I werden weitere Methoden und Konzepte zur Inventarisation, Erhaltung und Verwaltung von Kulturgut und Baudenkmalen vertieft.

Fachwissen Bauforschung I Historische Bauwerke werden systematisch erfasst, ihre Konstruktionen und Baumaterialien beschrieben und historisch eingeordnet, von antiker bis moderner Bautechnik.

Fachwissen Bauforschung II Die Methoden der Bauforschung und Baugeschichte werden anhand weiterer Themen zur systematischen Erfassung und historischen Einordnung von Bauwerken und Baumaterialien vertieft.

Fachwissen Restaurierungswissenschaften I Einführung in die Methoden der Restaurierungswissenschaften zur Untersuchung und Erhaltung von Kulturgut.

Vertiefung Denkmalkunde Denkmalpflegerische Fragestellungen werden auf vertieftem Niveau behandelt, mit erweiterter Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis der Inventarisation und des Denkmalschutzes.

Vertiefung Bauforschung/Baugeschichte Methoden und Ergebnisse der Bauforschung und Baugeschichte werden auf erweitertem wissenschaftlichem Niveau an konkreten historischen Bauwerken angewendet und analysiert.

Nach dem Studium

Möglichkeiten zum Direkteinstieg gibt es in Landes- und Fachämtern der Denkmalpflege, in städtischen Behörden, in Einrichtungen zur Erforschung und Pflege von Kulturerbe, in Architekturbüros, Restaurierungsfirmen und Fachlaboratorien sowie in Museen und Dokumentationsstellen. Oder Sie schließen einen Masterstudiengang wie Denkmalpflege an.

Welche Master sich anschließen, hängt vom gewählten Schwerpunkt ab. Eine Übersicht bietet das Masterangebot der Universität Bamberg.

Über die fachnahen Master hinaus stehen Ihnen in Bamberg auch Master aus anderen Fachrichtungen offen, die Bachelorabschlüsse aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften aufnehmen – etwa Computing in the Humanities oder Erwachsenenbildung und Weiterbildung.

Lehre und Ort

Untersuchung einer historischen Wandmalerei mit bildgebender Technik.
DenkmalpraxisUntersuchung einer historischen Wandmalerei mit bildgebender Technik.
Aus dem Studienumfeld

Eine Pressemitteilung der Uni Bamberg meldet, dass am 4. Dezember 2017 das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) eingeweiht wurde. Es bündelt Denkmalpflege, Bauforschung, Digitale Denkmaltechnologien und Restaurierungswissenschaft und wurde mit 5 Mio. Euro vom Freistaat Bayern gefördert.

Studierende an der Unteren Brücke.
Untere BrückeStudierende an der Unteren Brücke.
Aus dem Studienumfeld

Das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) der Universität Bamberg ist seit 2020 vertraglich mit dem französischen Forschungszentrum CNRS und dem Kulturministerium am Wiederaufbau von Notre-Dame beteiligt.

Untersuchung einer historischen Wandmalerei mit bildgebender Technik.
DenkmalpraxisUntersuchung einer historischen Wandmalerei mit bildgebender Technik.
Studierende an der Unteren Brücke.
Untere BrückeStudierende an der Unteren Brücke.
Aus dem Studienumfeld

Eine Pressemitteilung der Uni Bamberg meldet, dass am 4. Dezember 2017 das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) eingeweiht wurde. Es bündelt Denkmalpflege, Bauforschung, Digitale Denkmaltechnologien und Restaurierungswissenschaft und wurde mit 5 Mio. Euro vom Freistaat Bayern gefördert.

Aus dem Studienumfeld

Das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) der Universität Bamberg ist seit 2020 vertraglich mit dem französischen Forschungszentrum CNRS und dem Kulturministerium am Wiederaufbau von Notre-Dame beteiligt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zu den Archäologischen Wissenschaften?
Beide Studiengänge beschäftigen sich mit materiellem Kulturerbe, mit unterschiedlichem Fokus. Kulturgutsicherung wird als Nebenfach angeboten und konzentriert sich auf den Schutz historischer Gebäude und Kulturgüter: Denkmalpflege, Bauforschung, Restaurierungswissenschaften, Welterbe. Archäologische Wissenschaften sind als Hauptfach-Bachelor angelegt und erforschen die Geschichte der Menschheit anhand materieller Spuren, mit viel Feldpraxis und Ausgrabungen. Wer Kulturguterhalt mit einem anderen Hauptfach kombinieren will, ist hier richtig; wer Archäologie als Hauptfach studieren möchte, in den Archäologischen Wissenschaften.
Was ist der Unterschied zu Bauerhalt und traditionelle Werktechniken?
Beide Studiengänge zielen auf den Erhalt historischer Bausubstanz, mit unterschiedlichem Format. Kulturgutsicherung ist ein Nebenfach-Bachelor, der Methoden und Theorien der Denkmalpflege wissenschaftlich vermittelt - Bauforschung, digitale Dokumentation, Restaurierungswissenschaften. Bauerhalt und traditionelle Werktechniken ist ein Hauptfach-Bachelor in Kooperation mit der Hochschule Coburg und der Handwerkskammer für Oberfranken, der einen anerkannten B.A.-Abschluss mit einer Handwerksausbildung verbindet - mit Schwerpunkten in Baugeschichte, historischen Werkstoffen und Konstruktionen sowie traditionellen Werktechniken. Wer wissenschaftlich-theoretisch an Kulturguterhalt arbeiten will, ist hier richtig; wer handwerkliche Praxis mit wissenschaftlicher Bauforschung verbinden möchte, in Bauerhalt.
AllgemeinWas kostet das Studium pro Semester?
Studiengebühren fallen für ein grundständiges Studium nicht an. Pro Semester ist ein Beitrag in Höhe von 123,22 Euro zu zahlen (Stand Sommersemester 2026): 70,00 Euro Studierendenwerksbeitrag und 53,22 Euro Semesterticket. Das Semesterticket gilt rund um die Uhr in Stadt und Landkreis Bamberg, auch in der vorlesungsfreien Zeit.

Quelle Überweisung Semesterbeiträge ·Semesterticket

AllgemeinWie finde ich ein Zimmer oder eine Wohnung in Bamberg?
Es empfiehlt sich, früh mit der Wohnungssuche zu beginnen. Studierendenwohnheime werden vom Studierendenwerk Würzburg, dem Collegium Oecumenicum Bamberg (COE), der Joseph-Stiftung, der Baugenossenschaft sowie der Stadtbau GmbH betrieben. Mietbeginn ist jeweils der 1. Oktober (Wintersemester) bzw. 1. April (Sommersemester), Mindestmietdauer ein Semester. Parallel lohnt sich die Suche auf dem privaten Wohnungsmarkt.

Quelle Wohnen in Bamberg

AllgemeinWie kann ich die Universität Bamberg vor der Bewerbung kennenlernen?
Mehrere Wege stehen Ihnen ganzjährig offen: Die Zentrale Studienberatung berät kostenlos und unverbindlich – persönlich, telefonisch oder online – und vermittelt bei fachlichen Fragen an die zuständige Studiengangsberatung weiter. Den Studienalltag erleben Sie über die öffentlichen, kostenlosen Vortragsreihen und Ringvorlesungen oder als Gasthörerin oder Gasthörer in einzelnen Lehrveranstaltungen; die über die Innenstadt verteilten Gebäude und Bibliotheken können Sie ohnehin frei besuchen. Einmal im Jahr bündelt der Studieninfotag im Frühjahr Vorträge und Führungen – mit Überblick zu Bachelor-, Lehramts- und Masterstudiengängen. Speziell für Schülerinnen und Schüler gibt es zusätzlich die Schnupperuni und das Frühstudium.

Quelle Zentrale Studienberatung ·Öffentliche Vortragsreihen und Ringvorlesungen ·Gaststudium ·Studieninfotag ·Angebote für Schülerinnen und Schüler

Weitere häufige Fragen zum Studium in Bamberg

Dokumente und offizielle Quellen

Hinter dem Studiengang

Prof. Dr. Gerhard Vinken

Frage zum Studiengang?

Schreiben Sie der Zentralen Studienberatung – sie leitet Ihre Frage weiter und meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen.

Bei Bedarf leiten wir Ihre Frage an die zuständige Stelle weiter.

Datenschutzhinweise zum Formular

Dieses Studienportal bietet ein Kontaktformular zur Studienberatung an. Bei einer Anfrage über das Kontaktformular werden folgende Daten verarbeitet:

  • Name (freiwillige Angabe)
  • E-Mail-Adresse (für die Rückantwort)
  • Inhalt der Nachricht

Die Daten werden per E-Mail an die Zentrale Studienberatung der Universität Bamberg übermittelt und ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO i. V. m. Art. 82 BayHIG – die Studienberatung ist eine öffentliche Aufgabe der Universität.

Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Bearbeitung Ihrer Anfrage nicht mehr erforderlich sind.

Allgemeine Datenschutzhinweise der Universität Bamberg

  • Telefonisch über die Zentrale Studienberatung: 0951 863-1422 – Mo–Fr 10–12 Uhr

So schreiben Sie sich ein

Zulassungsfreier Bachelor – keine Bewerbung, direkte Einschreibung im Rahmen der zentralen Frist.

  1. 1

    Hochschulzugangsberechtigung prüfen

    Stellen Sie sicher, dass Sie über eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis verfügen.

  2. 2

    Beratung nutzen (optional)

    Wenn Sie unsicher sind, ob das Fach zu Ihnen passt, hilft die Zentrale Studienberatung weiter – auch kurzfristig.

  3. 3

    Online einschreiben

    Schreiben Sie sich im Hochschulportal der Universität Bamberg innerhalb der veröffentlichten Fristen direkt für den Studiengang ein.

  4. 4

    Unterlagen einreichen

    Reichen Sie nach der Online-Einschreibung Ihre Hochschulzugangsberechtigung sowie alle geforderten Nachweise bei der Studierendenkanzlei ein.

Internationale Studieninteressierte mit einem im Ausland erworbenen Zeugnis: Für Sie gelten eigene Fristen und ein verpflichtender Bewerbungsschritt über das International Office – auch bei zulassungsfreien Studiengängen. Hinweise für internationale Studieninteressierte