Ort: Otto-Friedrich-Universität Bamberg
ICS

Gastvortrag von Friedmar Apel: Der Mensch soll eine Harfe sein - Stimmung in der Lyrik seit der Romantik

Donnerstag, den 22.11.2012, 18 Uhr c. t., An der Universität 2 U2/025

Friedmar Apel ist Komparatist und Germanist, er lehrt an der Universität Bielefeld Vergleichende und Allgemeine Literaturwissenschaft. Er ist ein ausgesprochen produktiver Wissenschaftler mit einem breiten Forschungsinteresse in den Feldern Europäische Literatur- und Kulturgeschichte des 18-20. Jhdt., in der Geschichte der Ästhetik und in der Theorie und Geschichte der Übersetzung. Neben komparatistischen Interessen ist er ausgewiesener Goetheforscher, er hat die ästhetischen Schriften Goethes herausgegeben und kommentiert. Seine Publikationstätigkeit ist sehr weit gefächert, sie berührt neben großen literaturwissenschaftlichen Themen auch das Motorrad und die Engel, vor allem aber sind seine Schriften stilistische Kleinode.

Ausgewählte Schriften:

  • Romantische Kunstlehre, Poesie und Poetik des Blicks in der deutschen Romantik, Bibliothek der Kunstliteratur (Hg. N. Miller u. G. Boehm), Bd. 4, Frankfurt 1992.
  • Goethes Ästhetische Schriften, Bd. 18 u. 19 der Frankfurter Ausgabe, Frankfurt am Main 1998.
  • Deutscher Geist und deutsche Landschaft. Eine Topographie, München 1998.
  • Himmelssehnsucht. Die Sichtbarkeit der Engel in der romantischen Literatur und Kunst sowie bei Klee, Rilke und Benjamin, Paderborn 1994, Frankfurt am Main 2001.
  • Rolle des Lebens: Corona Schröter [u. Goethes "Iphigenie"], Weimar 2002
  • Das Auge liest mit. Zur Visualität der Literatur, München 2010.
  • Hugo von Hofmannsthal, Berlin 2012.

Friedmar Apel ist aber nicht nur Literaturwissenschaftler, sondern hat auch zwei viel beachtete Romane geschrieben: Das Buch Fritze, Frankfurt a. M. 2003 und Nanettes Gedächtnis, Frankfurt a. M. 2009, beide verlegt bei Suhrkamp.

Last but not least ist Friedmar Apel seit langen Jahren Literaturkritiker bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

In seinem Vortrag beleuchtet er eine der zentralen Kategorien des Gedichts: die Stimmung. Er geht damit zurück zum Ausgangspunkt des Lyrischen, zur Lyra. Das Gedicht ist die Schwester der Musik.