NIM-Projekt EPIC: Effekte persuasiver Informationen im Augmented-Reality-Commerce

Augmented-Reality-Technologien erweitern die physische Welt durch die Echtzeitintegration computergenerierter visueller und akustischer Informationen und ermöglichen dadurch interaktive, nahtlose in die Realität eingebettete Erfahrungen. Durch die Verbindung physischer und digitaler Komponenten können Unternehmen sogenannte „phygitale“ Erlebnisse schaffen und die Grenzen zwischen stationärem und digitalem Handel überwinden. In der Praxis eröffnen sich dadurch die Möglichkeit am Point-of-Sales persönliche kontextbezogene Informationen bereitzustellen und so Konsumentenverhalten zu beeinflussen.

Ein möglicher Anwendungsfall ist die kontextbezogene Nutzung von KI-basierter Assistenten, diese können in Augmented Reality als virtuelle Avatare verkörpert werden. Dadurch eröffnen sich zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten, beispielsweise durch Körpersprache, nonverbale Signale und Proxemik, welche die wahrgenommene soziale Präsenz, das Nutzerengagement und das Vertrauen in Einkaufsentscheidungen positiv beeinflussen können.

Das Forschungsprojekt EPIC untersucht, wie die Anreicherung physischer Einkaufssituationen mit rationalen oder emotionalen Informationen sowie die Verkörperung eines KI-Assistenten in Augmented Reality die Konsumentenentscheidungen und die Wahrnehmung des Einkaufsprozesses beeinflussen. Ziel des Projekts ist es, ein umfassendes Verständnis dafür zu entwickeln, welchen Mehrwert Augmented Reality im stationären Handel schaffen kann und wie diese Technologien Informationsbeschaffungsprozesse und Entscheidungsprozesse von Konsumenten unterstützen und verändern können.

Das EPIC-Projekt ist eine Kooperation zwischen der Universität Bamberg, dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V. und dem Karlsruhe Decision & Design Lab (KD2Lab) am Karlsruher Institut für Technologie.

Das Projekt wird durch das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V. gefördert.

Laufzeit: Juni 2026 – Dezember 2026

Weitere Information: 

Team: Runjie Xie, Ian Glinsböckel, Moritz Neumeier, Prof. Dr. Benedikt Morschheuser, Carolin Kaiser