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Existenzialistische Absurdität und kein Ausweg? : Rausch und Kunst von der französischen Décadence bis zur Literatur der Moderne
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Deutschlernen in den ungarischen Ländern vom 16. Jahrhundert bis 1920. Eine teilkommentierte Bibliographie
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Fehlende Werte in den Sozialwissenschaften - Analyse und Korrektur mit Beispielen aus dem ALLBUS
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Kasusmarkierungen der Gegenwartssprache in deutschen Lokal- und Regionaltageszeitungen
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Figur und Psyche : Neudefinition des Unheimlichen
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Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Profil der Reihe

Die Schriften spiegeln den aus der besonderen Fächerkombination der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften resultierenden multiperspektivischen Blick auf die Gesellschaft und ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenhänge, insbesondere auch zu Fragestellungen, die aus dem Zusammenwachsen Europas und der Globalisierung resultieren.

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Anpassungen der deutschen Arbeitsverwaltung und Arbeitsmarktpolitik 1927 – 2005 : Pfadabhängigkeit und Reformen / von Stefan Frank
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2008
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 1)
ISBN 978-3-923507-40-5
Preis: 16,50 €

Nach einer Analyse der Geschichte der Arbeitsverwaltung und der Arbeitsmarktpolitik zwischen 1927 und 2005 ist zu konstatieren, daß sich trotz zweier Regimewechsel und langer Perioden hoher Arbeitslosigkeit wichtige Strukturmerkmale der Verwaltung und ihrer Programme kaum verändert haben. Aufgrund des gestiegenen Veränderungsdrucks infolge der hohen Arbeitslosigkeit seit den 70er Jahren und der diesen Trend nochmals verstärkenden Wiedervereinigung sind anscheinend jedoch mit den letzten Reformen am Arbeitsmarkt einige dieser strukturbildenden Pfade verlassen worden.
Die Entwicklung auf dem Gebiet der Arbeitsverwaltung läßt sich daher in relativ stabile Pfade, die sich kaum verändert haben, und in variable Pfade aufteilen, die aus unterschiedlichen Gründen verändert oder aufgegeben worden sind.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2008/159/

 

Numerische Klassifikation (Cluster Analyse) anhand nominaler, ordinaler oder gemischter Merkmale / von Prof. Dr. Friedrich Vogel und Dr. Rudolf Gardill

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-80-1
Preis: 40,00 €

Numerische Klassifikation (oder Cluster Analyse) ist die Zuordnung einer Menge von Beobachtungen (Objekten) zu Teilmengen (Klassen oder Cluster), derart dass die Beobachtungen (Objekte), die einer Klasse angehören, in einem bestimmten Sinne einander ähnlich sind.
Diese Arbeit besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil behandelt die theoretischen Grundlagen unseres neuen Klassifikationsprogramms ORMIX. Zunächst werden zwei Verfahren zur Bildung disjunkter Klassen erörtert: ein Austauschverfahren und ein hierarchisch-agglomeratives Verfahren. Dann werden Maße zur Messung der Güte eines Klassifikationsergebnisses im Detail diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Merkmalstypen: nominal, ordinal und metrisch. Im Zusammenhang mit Problemen der Numerischen Klassifikation gibt es bei praktischen Anwendungen häufig gemischte Merkmale. Es wird gezeigt, wie eine Gütefunktion für gemischte Merkmale konstruiert werden kann.
Im zweiten Teil wird die Anwendung unseres Programms ORMIX beschrieben, das nominale, ordinale, metrische Merkmale und gemischte Merkmale verarbeiten kann. Die Konstruktion und das Einlesen der Datenmatrix wird im Detail erläutert. Dann wird gezeigt, wie Datentransformationen (beispielsweise metrische in ordinale Merkmale) durchgeführt werden können. Nach diesen Transformationen kann eine hierarchisch-agglomerative Klassifikation oder eine iterative Klassifikation durch einen gestartet werden. Einige Beispieldateien finden sich auf der CD.
Die Bedienung des Programms ist einfach und meist selbsterklärend. Es können Berechnungen angestoßen und aus einer knappen Auflistung der Resultate ausführliche Detaildarstellungen ausgewählt werden. Aus dem Wert einer Gütefunktion erhält man das Klassifikationsergebnis für die gewünschte Anzahl von Klassen mit einer detaillierten Klassendiagnose. Für die hierarchisch-agglomerative Klassifikation stehen zusätzlich Dendrogramme und ein Struktogramm zur Auswahl.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/276/

 

Brand Personalities and Consumer-brand Relationships as elements of successful brand management / von Katharina S. Güse

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-86309-000-5
Preis: 18,00 €

Diese Dissertation setzt sich mit den Konzepten Markenpersönlichkeit und Konsumenten-Markenbeziehung auseinander, die zwei besonders wichtige Maße des Markenwertes sind. Diese Maße sind trotz ihrer Wichtigkeit noch nicht umfassend erforscht. Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich deshalb mit diesen Konzepten und gibt Hinweise darüber, wie Markenpersönlichkeiten zu managen und zu messen sind, und wie stabile Konsumenten-Markenbeziehungen aufgebaut werden können. Dabei bietet diese Dissertation einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand der Konzepte Markenpersönlichkeit und Konsumenten-Markenbeziehungen, und zielt darauf ab, den Wissensstand in diesen beiden Forschungsgebieten zu erweitern, indem sie aktuelle Kritikpunkte aufgreift und in neuartigen Studien berücksichtigt.
Im Wesentlichen verfolgt diese Dissertation zwei Ziele: Zum Einen wird untersucht wie Markenpersönlichkeiten von Konsumenten wahrgenommen werden. Ziel ist es, die Varianz der Wahrnehmung der Markenpersönlichkeit zu erklären. Nehmen alle Konsumenten die gleiche anvisierte Markenpersönlichkeit wahr oder nehmen sie die gleiche anvisierte Markenpersönlichkeit unterschiedlich wahr?
Die bestehende Skala zur Messung der Markenpersönlichkeit (Aaker 1997) wird häufig kritisiert. Aus diesem Grund stellt diese Dissertation eine alternative Konzeptionalisierung der Markenpersönlichkeit vor, die aus der Sozialpsychologie stammt. So wird in einem empirischen Modell die Rolle der Emotionen analysiert, die die Beziehung zwischen der Wahrnehmung der Markenpersönlichkeit, der Einstellung gegenüber der Marke und der Kaufabsicht mediiert.
Zum Anderen besteht das Ziel dieser Dissertation darin, zu verstehen wie Konsumenten Beziehungen zu Marken aufbauen. Zunächst wurde eine detaillierte Literaturrecherche unternommen, um bisherige Forschungserkenntnisse abzubilden. Anschließend wurden die aus theoretischer Sicht als sinnvoll erachteten Variablen in einem empirischen Modell getestet.
In Anlehnung an das erste Ziel dieser Dissertation wird in der ersten Studie (Kapitel 2) die existierende Skala zur Messung der Markenpersönlichkeit angewendet. Im Rahmen einer empirischen Untersuchung wird eine Taxonomie entwickelt, deren Dimensionen auf akademischen Forschungsergebnissen beruhen (Aaker 1997). Die Ergebnisse zeigen, dass Konsumenten, die eine starke Markenpersönlichkeit wahrnehmen, eine positivere Einstellung gegenüber der Marke haben, eine größere Präferenz für sie aufweisen und zufriedener mit der Marke sind.
Die zweite Studie (Kapitel 3) untersucht erstmalig die Anwendbarkeit des Stereotype-content Modells im Zusammenhang mit Konsumgütermarken. Bestehende Studien zum Thema Markenpersönlichkeiten zweifeln an der Angemessenheit der Skala von Aaker. Daher beruht diese Studie im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen auf dem Stereotype-content Modell der Sozialpsychologie. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass das Stereotype-content Modell eine wertvolle Alternative zum Konzept der Markenpersönlichkeit darstellt. Die Studie leistet in zweierlei Hinsicht einen Forschungsbeitrag: Erstens zeigt sie auf wie die Komplexität der Messung der Markenpersönlichkeit reduziert werden kann. Zweitens zeigen die Ergebnisse, dass die Kaufabsicht der Konsumenten von den Stereotypen gegenüber der Marke, von Emotionen sowie von der Einstellung gegenüber der Marke abhängt.
Im Hinblick auf das zweite Hauptziel dieser Dissertaton gibt Kapitel 4 einen Überblick über den Stand der Forschung zum Thema Konsumenten-Markenbeziehungen und zeigt aktuelle Forschungslücken auf. So wird zunächst festgestellt, dass das Forschungsfeld um Konsumenten-Markenbeziehungen noch in seinen Anfängen steckt. Zweitens wird aufgezeigt, dass sich bisherige Studien zu Markenbeziehungen ausschließlich auf den Kontext zwischenmenschlicher Beziehungen beziehen.
Da Studien über Markenbeziehungen aufgrund ihres Vergleiches mit zwischenmenschlichen Beziehungen häufig kritisiert wurden, schlägt Kapitel 5 eine alternative Konzeptionalisierung vor, die Erkenntnisse aus der Literatur zum Beziehungsmarketing in den Konsumgüterbereich überträgt. Die Ergebnisse zeigen erstens, dass das Konstrukt Markenbeziehungsqualität durch die Dimensionen Commitment, Vertrauen und Zufriedenheit gebildet wird. Zweitens wendet diese Studie erstmalig die Relational Exchange Theory von Macneil (1980) im Zusammenhang mit Konsumgütermarken an. Das Normkonstrukt wird eingeführt und die Ergebnisse zeigen, dass relationale Normen eine mediierende Rolle in Konsumenten-Markenbeziehungen haben. Somit beantwortet diese Studie die von Johar (2005) gestellte Frage, ob Normen im Markenverhalten relevant sind. Außerdem erweitert dieses Kapitel den Kenntnisstand über Konsumenten-Markenbeziehungen, indem es ein umfassendes Modell empirisch testet. Dieses Modell schließt nicht nur Konsumenten- und Markencharakteristika mit ein, sondern berücksichtigt auch Charakteristika der Markenbeziehung als relevante Treiber der Beziehung. Die Ergebnisse zeigen, dass Konsumentencharakteristika einen signifikanten Einfluss auf relationale Normen haben, und dass die Charakteristika der Markenbeziehung vor allem das Ausmaß der wahrgenommenen Markenbeziehungsqualität und der Markentreue beeinflussen.
Insgesamt bereichert diese Dissertation den Kenntnisstand über die zwei zentralen Maße des Markenwertes, Markenpersönlichkeit und Konsumenten-Markenbeziehung, wie folgt: Während die erste Studie eine Taxonomie von Markenkonstellationen entwickelt, übertragen die beiden übrigen empirischen Studien bestehendes Wissen einer Marketingdisziplin oder verwandter Disziplinen in den Markenkontext. Somit reduziert diese Dissertation einerseits Komplexität und bereichert andererseits die Forschung, indem sie Wissen, das sich in einem verwandten Kontext bewährt hat, in dem neuen Kontext anwendet.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2011/308/

 

Weltkultur am Werk? : das globale Modell der Gesundheitspolitik und seine Rezeption im nationalen Reformdiskurs am Beispiel Polens / von Monika Elisabeth Radek

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 4)
ISBN 978-3-86309-041-8
Preis: 23,50 €

Wie aus dem Titel hervorgeht, steht im Fokus der Arbeit die Wirkungsweise der „Weltkultur“ – ein Begriff aus dem soziologischen Neoinstitutionalismus, der für eine globale Diffusion kognitiver Modelle steht, die sich kontraintuitiver Weise weltweit verbreiten, ohne dass ein „Weltstaat“ dafür Sorge trägt. Der ursprüngliche Ausgangspunkt dieser Fragestellung liegt in der Beschäftigung mit dem wohlfahrtsstaatlichen Wandel in der Systemtransformation in Mittelosteuropa. Seit Mitte der 1990er Jahre ist hier ein interessantes Phänomen zu beobachten: Die Zunahme einer evaluativ und beratend angelegten Forschung insbesondere ökonomischer Provenienz, die sich nicht die Beobachtung und Analyse der Wohlfahrtsstaaten zum Ziel setzt, sondern deren proaktive Veränderung im Einklang mit dem vorherrschenden ökonomischen Wissen. Mit der Wirkungsweise übergreifender kognitiver Modelle und Bedeutungsstrukturen auf Nationalstaaten beschäftigen sich die Neoinstitutionalisten seit den 1980er Jahren. Dennoch bleiben viele Fragen offen bzw. kontrovers. Wie muss man sich die Wirkungsweise der „Weltkultur“ auf nationalstaatlicher Ebene vorstellen? Kann es sich um eine einseitige Wirkungsrichtung handeln? Und wie lassen sich kulturelle Prozesse forschungspraktisch überhaupt adäquat erfassen? Das Ziel der Arbeit besteht darin, diesen Fragen anhand einer empirischen Fallstudie nachzugehen. Der Analysefokus richtet sich dabei auf den Einfluss globaler Expertendiskurse auf den nationalen Reformdiskurs am Beispiel der Gesundheitspolitik in Polen. In einem ersten Schritt wird zunächst das globale Modell der Gesundheitspolitik rekonstruiert und in eine historische Perspektive gestellt, um auf diese Weise Kontinuitäten und Brüche des globalen Modells der Gesundheitspolitik aufzuzeigen. In einem zweiten Schritt wird in der polnischen Reformdebatte untersucht, inwieweit einzelne Bestandteile des globalen Modells hier rezipiert werden und wodurch diese Rezeption ermöglicht wird. Die Rekonstruktion des globalen Modells der Gesundheitspolitik führt zu dem Ergebnis, dass die wichtigste Weiche für die Formierung der gesundheitspolitischen Wissensordnung der Gegenwart in der fortschreitenden „Dezentrierung des Staates“ zu suchen ist. Im Zuge der diskursiven Entwicklung der letzten 30 Jahre wird eine radikale – horizontale und vertikale - Neuverteilung der Gesundheitsverantwortung erreicht. Diese diskursive Entwicklung geht mit einer starken Aufwertung des Wissens und der Wissensproduktion einher, die sich die globalen Diskursteilnehmer selbst als ihre zentrale Aufgabe zuschreiben. Die Aufwertung des Wissens und der globalen Wissensproduktion geht dabei mit einer Abwertung der nationalen Entscheidungsträger einher, die als orientierungslos konstruiert werden. Im gesundheitspolitischen Reformdiskurs in Polen ist zunächst zu beobachten, dass die kommunistische Erfahrung einem Diskurs der „Staatsphobie“ zur Deutungsmacht verhilft, der wiederum die „Dezentrierung des Staates“ stark begünstigt, wie sie im globalen Modell der Gesundheitspolitik rekonstruiert werden konnte. Der nationale Diskurs der „Staatsphobie“ hat jedoch noch einen weiteren und für die forschungsleitende Fragestellung des Promotionsprojekts relevanten Effekt. Mit dem Diskurs der „Staatsphobie“ verbindet sich auch die Forderung nach einer „Entpolitisierung“ des Diskurses, die wiederum dafür sorgt, dass – „meritorische“ – Expertendiskurse eine starke Aufwertung erlangen. Gleichzeitig wird nationalen Diskursteilnehmern abgesprochen, über Expertise zu verfügen, so dass Expertise überwiegend internationalen Akteuren zugeschrieben wird. Der starke Einfluss internationaler Expertendiskurse auf nationale Reformpolitik ist in diesem Fall also auf die Komplementarität zweier diskursiver Entwicklungen zurückzuführen: Einerseits eröffnet der Diskursverlauf auf globaler Ebene den globalen Wissensproduzenten die Möglichkeit, in der neuen Verteilung der Gesundheitsverantwortung einen festen und legitimen Platz einzunehmen. Andererseits wird diese Selbstaufwertung der globalen Arena im nationalen Diskurs bestätigt: Internationalen Aussagen wird tendenziell mehr „Expertise“ und Autorität zugeschrieben als der „Kritik“ nationaler Diskursteilnehmer. Nichtsdestotrotz sind keine 1:1-Übernahmen von Politikempfehlungen oder Deutungsmustern zu beobachten, was angesichts der Heterogenität des globalen Diskurses recht plausibel ist. Das bereits auf globaler Ebene stark umkämpfte Modell der Gesundheitspolitik macht es auf nationaler Ebene möglich, dass alle Diskursteilnehmer auf einzelne Versatzstücke zurückgreifen und diese auch selbst im Einklang mit ihren Aussagen auslegen können. Die übergreifenden Bedeutungsstrukturen der „Weltkultur“ sind also in gewisser Weise omnipräsent, ihre Wirkung aufgrund ihrer Heterogenität jedoch trotz allem kaum steuer- und vorhersagbar.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2012/374/

 

Soziale Beziehungen und Schulerfolg : die Bedeutung sozialer Beziehungen für Schulerfolg im Primar- und Sekundarbereich / von Monja Schmitt

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-86309-080-7
Preis: 20,00 €

Die vorliegende Dissertation befasst sich mit der Rolle sozialer Beziehungen für Bildungserfolg im Primar- und Sekundarbereich des deutschen Bildungssystems. Während in bildungssoziologischen internationalen Untersuchungen Aspekte sozialen Kapitals bereits über einen längeren Zeitraum hinweg große Beachtung finden, wird in bildungssoziologischer nationaler Forschung die soziale Umgebung dahingehend vernachlässigt, dass bislang kaum umfassende Untersuchungen zum Zusammenhang innerfamilialer und außerfamilialer sozialer Beziehungsgefüge und Bildungserfolg existieren. Ziel dieser Dissertation ist deswegen, einerseits zu prüfen, inwiefern die in internationaler Forschung herangezogenen theoretischen Annahmen auf das deutsche Bildungssystem übertragbar und damit auch die Befunde internationaler Forschung replizierbar sind. Auf der anderen Seite werden auch die international eher vernachlässigten längsschnittlichen Aspekte näher untersucht. Die Befunde weisen darauf hin, dass sowohl die Eltern-Kind-Interaktion als auch soziale Beziehungen außerhalb der Familie einen maßgeblichen Beitrag zur Erklärung schulischen Erfolgs leisten können. Dabei ist es im Primarbereich insbesondere wichtig in ein konstant intaktes Netz sozialer Beziehungen eingebunden zu sein und nicht erst unmittelbar vor dem Übergang eine Verbesserung dieser Beziehungen zu erreichen. Während zu diesem Zeitpunkt sowohl das elterliche Engagement innerhalb und außerhalb der Familie als auch die sozialen Kontakte der Kinder im schulischen Kontext gleichermaßen von Bedeutung sind, werden im Sekundarbereich zunehmend die Beziehungen der Kinder selbst wichtig.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/409

 

EU-Agrar- und Regionalpolitik : wie vergangene Entscheidungen zukünftige Entwicklungen beeinflussen ; Pfadabhängigkeit und die Reformfähigkeit von Politikfeldern / von Thomas Geppert

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 6)
ISBN 978-3-86309-082-1
Preis: 19,50 €

In der Dissertation wird die Reformfähigkeit der EU-Agrarpolitik und der EU-Regionalpolitik vergleichend analysiert. Die Analyse wird dabei von der Theorie des Historischen Institutionalismus, welcher auch unter dem Begriff Pfadabhängigkeit bekannt ist, geleitet. Ziel ist es herauszufinden, warum die beiden äußerlich sehr ähnlichen europäischen Politikfelder eine so unterschiedliche Reformfähigkeit aufweisen. Insbesondere soll die Frage geklärt werden, warum die EU-Agrarpolitik über Jahrzehnte hinweg so reformresistent ist. Es wird gezeigt, dass institutionalisierte Politiken sind keineswegs „immer“ oder auch nur in gleicher Weise anfällig für pfadabhängige Entwicklungen. Entscheidend sind die konkreten Opportunitätsstrukturen, die im Zuge der Politikgestaltung errichtet werden und Default-Bedingungen unterschiedlich ausprägen bzw. Akteuren in unterschiedlicher Weise Vetopositionen verleihen. Bei der EU-Regionalpolitik haben die Geberländer einen wirksamen Hebel in der Hand, mit dessen Hilfe Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen erzwungen werden können. Bei der EU-Agrarpolitik haben die Nehmerländer eine Vetoposition, mit deren Hilfe Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen verhindert werden können.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/395

 

Fehlende Werte in den Sozialwissenschaften : Analyse und Korrektur mit Beispielen aus dem ALLBUS / Martin Messingschlager

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 7)
ISBN 978-3-86309-122-4
Preis: 27,00 €

Fehlende Werte bilden seit jeher eine große methodische Herausforderung für quantitative Analysen in den Sozialwissenschaften. Die Methodenforschung deutet darauf hin, dass sich in einigen Bereichen das Problem fehlender Werte noch verschärfen wird. In dieser Arbeit werden zunächst die wichtigsten Theorien zu Item und Unit Nonresponse zusammengefasst. Anhand von Beispielen aus dem ALLBUS werden anschließend Analysen zu Item und Unit Nonresponse vorgenommen. Im Weiteren werden Korrekturmethoden für fehlende Werte durch ein auf realen Daten basierendes neues Verfahren verglichen. Dabei steht im Zentrum des Methodenvergleichs das Abschneiden der Multiplen Imputation als Korrekturmethode. Die Ergebnisse sprechen bei Item Nonreponse klar für die Anwendung der Multiplen Imputation vor allem bei multivariaten Analysen. Obwohl die Ergebnisse für Unit Nonresponse keine klaren Empfehlungen zulassen, erscheint der Weg, Multiple Imputation auch dort zu verwenden, bei günstiger Datenlage als Alternative zu Gewichtungen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/1618