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Existenzialistische Absurdität und kein Ausweg? : Rausch und Kunst von der französischen Décadence bis zur Literatur der Moderne
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Neuerscheinung: Lenhart, Rolf

Deutschlernen in den ungarischen Ländern vom 16. Jahrhundert bis 1920. Eine teilkommentierte Bibliographie
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Fehlende Werte in den Sozialwissenschaften - Analyse und Korrektur mit Beispielen aus dem ALLBUS
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Neuerscheinung: Paulfranz, Alexandra

Kasusmarkierungen der Gegenwartssprache in deutschen Lokal- und Regionaltageszeitungen
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Neuerscheinung: De Rentiis, Dina

Figur und Psyche : Neudefinition des Unheimlichen
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Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften

Profil der Reihe

Es erscheinen Schriften der Fächer Pädagogik und Psychologie sowie aus verschiedenen der Lehramtsausbildung gewidmete Fächern. Die Schriften beschäftigen sich mit Theorien und empirischer Forschung in den Bereichen Lehren, Lernen und Sozialisation in verschiedenen Lebensaltern sowie in schulischen und außerschulischen Feldern bzw. erforschen das menschliche Erleben, Verhalten und Handeln.

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Sorgen und Grübeln: Zwei Seiten derselben Medaille? Ein Konzeptvergleich von Worry und Rumination in einer multizentrischen Studie an Patienten mit Depression und einer nichtklinischen Vergleichsstichprobe / Angela Rischer
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2008
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 1)
ISBN 978-3-923507-34-4
Preis: 30,00 €

Wiederkehrende Sorgen- und Grübelgedanken können manchmal lästig sein, sie können im schlimmsten Fall jedoch auch regelrecht krankmachen. In der internationalen psychologischen Forschung werden beide kognitiven Prozesse, Worry und Rumination, derzeit einer konzeptionellen Überprüfung unterzogen, nicht zuletzt, um gezieltere psychotherapeutische Behandlungsmethoden dafür zu entwickeln (z.B. Borcovec et al. 1998; Fresco et al. 2002; Segerstrom et al. 2000; Watkins 2003, 2004; Watkins et al. 2005). Rumination spielt bei klinischen Störungen wie der Depression eine große Rolle, während Worry ein Kennzeichen von Angststörungen darstellt. Aber sind Sorgen und Grübeln wirklich so zu trennen, und müssen sie getrennt behandelt werden?

In der vorliegenden Multicenter-Studie werden zum ersten Mal die Konzepte von Rumination und Worry nicht nur an gesunden Personen (n=391), sondern auch an jenen, die an einer depressiven Störung erkrankt waren (n=104), hinsichtlich deskriptiver, emotionaler, Bewertungs- und Copingmerkmalen verglichen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2008/141/

 

Modellierung der Alltagsorganisation : ein psychologisch basiertes Agentenmodell zur Erzeugung der Verkehrsnachfrage / von Ulrike Brüggemann
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-42-9
Preis: 37,80 €

Die Entscheidungsträger unserer Gesellschaft müssen heutzutage hoch komplexe sozio-technische Systeme managen. Dies ist nach Ansicht der Autorin nur mit Hilfe von Computersimulationsmodellen in Form von Multiagentensystemen möglich, die auf einem psychologisch validen Agentenmodell basieren.
Diese These wird in dieser interdisziplinären Dissertation am Beispiel städtischer Mobilität begründet und die Notwendigkeit eines psychologisch basierten Modells der Alltagsorganisation zur Erzeugung der Verkehrsnachfrage hergeleitet. Es wird die Verwendung der PSI-Theorie von Prof. Dr. Dietrich Dörner als psychologische Basis begründet; die Theorie wird entsprechend differenziert, auf Alltagsorganisation angewendet und in Form eines Agentenmodells implementiert.
Hiermit ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer anderen Art von Verkehrsnachfragemodellierung getan, die Verkehrsverhalten kausal und psychologisch valide auf individueller Ebene erklärt. Die Zukunft wird zeigen, ob dies hilft, die im Rahmen der klassischen Verkehrsmodellierung auftretenden Erklärungs- und Prognoseprobleme zu lösen, jedoch zeigen die Systemanalyseergebnisse mögliche Quellen für diese Probleme auf, die durch den in dieser Arbeit vorgeschlagenen Ansatz eliminiert werden.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/174/

 

Individuelles Mensch-Sein in Freiheit und Verantwortung : die Bildungsidee Edith Steins / von Cordula Haderlein
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-923507-46-7
Preis: 16,50 €

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich auf Grundlage der philosophischen Hermeneutik Gadamers mit der Bildungsphilosophie Edith Steins (1891-1942).
Basis dieser Bildungsphilosophie ist Steins Anthropologie, die sowohl philosophisch als auch theologisch fundiert ist. Die Philosophie – Stein stützt sich hier auf die Methode der Phänomenologie – macht es möglich, zu erfassen, was der Mensch ist. Die Theologie ermöglicht es zu sehen, was der Mensch sein soll.
Grundsätzlich gehört es für Stein zum Menschsein, dass der Mensch eine Einheit von Seele und Leib darstellt, dass er einen individuellen Persönlichkeitskern besitzt und dass es ein Ich gibt, das sich seiner selbst bewusst ist, das apriorisch frei ist und das kraft seiner Freiheit Leib und Seele gestalten kann. Aus dieser Freiheit entspringt die Verantwortung des Menschen für sich und sein Tun – auch gegenüber seiner eigenen Entwicklung.
Menschliches Handeln ist so definiert als Realisation von Wesensmöglichkeiten, die durch Können, Wollen und Sollen bestimmt ist. Nicht die Begrenzungen einer Person stehen im Fokus sondern die Möglichkeiten! Dies gilt besonders bei Steins Aussagen zur Frauenbildung, ihre Haltung hier ist als geschlechtsemanzipatorisch zu bezeichnen. Sie leugnet die leiblich-geschlechtliche Identität nicht, sieht das Menschsein aber individuell und frei. Dadurch begründet sich, dass Stein keinen Unterschied der Bildungsinhalte bezüglich des Geschlechts machen will. Nur so ist echte Wahlfreiheit gewährleistet. Bildung als Basis für individuelle Selbstverwirklichung im Beruf könnte als Oberbegriff für Steins Perspektive stehen.
Diese Anthropologie ist Basis ihrer Bildungsphilosophie, in deren Zentrum die Grundgedanken von Individualität, Freiheit und Verantwortung stehen.
Bildung ist für Stein ausdrücklich kein äußerer Wissensbesitz, sondern ein aktiver Prozess der Bildung des ganzen, individuellen Menschen mit all seinen Kräften und Fähigkeiten.
Von dieser Prämisse ausgehend, müssen Bildungsangebote so gestaltet sein, dass sie den Menschen in die Lage versetzen, sich im Leben zurecht zu finden. Dabei ist Bildung immer ein Angebot – der zu Bildende ist Subjekt im Bildungsprozess. Seine Freiheit ist unhintergehbar, er selbst ist verantwortlich für die Entfaltung seiner angelegten Potenzen und seiner Persönlichkeit.
Bildung versteht Stein als Weg, den Menschen bei der Realisation seiner Freiheit zu unterstützen. Damit ist ein emanzipatorischer Anspruch erhoben, der die Freiheit des Menschen ernst nimmt und den Menschen als nicht manipulierbar und nicht verfügbar versteht. Machbarkeit in Bezug auf Bildung von Menschen ist nach Stein ethisch nicht vertretbar, aber auch praktisch nicht durchführbar. Selbst Gott respektiert in Steins Konzept die Freiheit des Menschen.
Steins Bildungsphilosophie fundiert eine zeitlos gültige Idee individuellen Mensch-Seins in Freiheit und Verantwortung. Gerade wenn der Mensch – wie bei Stein – individuell und frei gedacht ist, kann Bildung die Individualität und Freiheit nicht ignorieren, sondern muss das Bildungswesen unter genau diesen Aspekten betrachten – das könnte ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu echter Bildungsgerechtigkeit sein.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/184/

 

Der Einfluss von Coaching auf die Sportaktivität : Konzeption, Vermittlung und Evaluation eines Coachings zur sportbezogenen Ziel- und Handlungsregulation / von Andrea Fuchshuber
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 4)
ISBN 978-3-923507-50-4
Preis: 17,50 €

Trotz der nachweislich positiven Wirkung regelmäßiger sportlicher Aktivität findet man einen gewohnheitsmäßig aktiven Lebensstil nur bei einer Minderheit der Bevölkerung. Die massenmedialen Interventionen zur Bewegungsförderung übersehen immer noch, dass Angebot und Distribution von Interventionsmaßnahmen zielgruppenspezifisch vermittelt werden müssen, um den Erreichungs- und Wirkungsgrad der Maßnahmen zu verbessern.
Die Gestaltung einer zielgruppenspezifischen Intervention kann durch das Coaching zur sportbezogenen Ziel- und Handlungsregulation verwirklicht werden. Einerseits werden im Coaching die Einflüsse der Lebenswelt einer Person berücksichtigt, andererseits werden gezielt die individuellen selbstregulatorischen Fähigkeiten des Klienten gefördert.
Inhalt dieser Arbeit war es, ein Coaching zur Implementierung und Aufrechterhaltung von Sportaktivität theoriegeleitet zu entwickeln, das Konzept an Multiplikatoren zu vermitteln und sowohl den Prozess als auch die Ergebnisse des Coachings zu evaluieren. Teilnehmer der Studie waren 13 sportpädagogisch ausgebildete Fachkräfte, die die Coachings mit je zwei Besuchern eines Fitness-Studios durchführten. Nach sieben Coaching-Sitzungen in einem Zeitraum von zehn Wochen wurde entsprechend des dynamischen Selbstregulationsmodells die Evaluation des Coachings auf drei Ebenen durchgeführt: Als psychometrische Variablen wurden die sportbezogene Selbstwirksamkeit und die sportbezogene Selbstkonkordanz herangezogen; auf der biometrischen Ebene wurden Gewicht, Blutdruck sowie Ruhe- und Belastungspuls gemessen; schließlich konnten die Häufigkeit und die Stabilität der sportlichen Aktivität durch die Verwaltungssysteme der Fitness-Studios objektiv gemessen werden. Der Erfassung der Variablen lag ein Ein-Gruppen-Prätest-Posttest-Design zu Grunde. Nach weiteren zehn Wochen erfolgte eine Follow-up-Erhebung zum Trainingsverhalten. Um den Effekt des Coachings auf die Veränderung im Trainingsverhalten nachzuweisen, wurde ein ABA-Einzelfallversuchsplan eingesetzt. Ergänzend erfolgte die systematische Darstellung der Fallgeschichten von fünf Klienten.
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie dokumentieren den Wert einer personenbezogenen Intervention in Form eines Coachings zur Förderung der sportlichen Aktivität. Es konnte nachgewiesen werden, dass das Coaching einen positiven und nachhaltigen Effekt auf die Trainingshäufigkeit und Trainingsstabilität der Klienten hatte. Sowohl der Gesamtwert der sportbezogenen Selbstwirksamkeit als auch der sportbezogenen Selbstkonkordanz stiegen nach dem Coaching signifikant an. Durch die Prozessevaluation wurden konkrete Hinweise zur methodischen Gestaltung von Interventionen zur Förderung von Sportaktivität ermittelt. Qualitative Ergebnisse geben Aufschluss darüber, mit welchen Strategien sich die Klienten unterstützten, um ihr Zielverhalten auszuführen.
Implikationen für die Übertragung der Ergebnisse in die Praxis sowie für die weitere Forschung wurden diskutiert.

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externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/201/

 

Nikotin: Molekulare und physiologische Effekte im Zentralnervensystem : ein stereospezifisches Modell zur Analyse der Nikotinperzeption, liking und sensorisch induziertem Craving / von Andrea Goßler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-923507-69-6
Preis: 16,80 €

Die Nikotinabhängigkeit ist von großer Bedeutung für die aktuelle Gesellschaft, weil sie die Nummer eins der vermeidbaren Todesursachen unserer Zeit ist. Viele Mechanismen, die ihr zugrunde liegen, werden in neuerer Zeit auch mit der Pathophysiologie verschiedener psychiatrischer Störungsbilder wie z.B. Morbus Alzheimer oder ADHS in Verbindung gebracht. Nikotinerg-cholinerge Schaltkreise stellen sich außerdem zunehmend als entscheidender Faktor für kognitive Prozesse wie Gedächtnis, Lernen, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung heraus. Viele grundlegende Mechanismen sind jedoch nach wie vor unbekannt.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit neurophysiologischen und psychophysiologischen Reaktionen von Rauchern, Rauchern im Entzug und Nichtrauchern auf olfaktorische und trigeminale Nikotinreize sowie auf Kontrollsubstanzen. Hierfür wurden die evozierten Antworten mit EEG und funktioneller Magnetresonanztomographie aufgezeichnet und analysiert. Der kombinierte Einsatz verschiedenster Verfahren zur Messung von Reaktionen des menschlichen Gehirns in verschiedenen Zuständen (Rauchen, Nichtrauchen, im Entzug) auf intranasale Reize ist neuartig und liefert neben der Bestätigung bereits vorliegender Ergebnisse eine Reihe neuer Erkenntnisse, die sowohl für die Forschung als auch für die Praxis wertvolle Anregungen geben können.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/238/

 

Unternehmens- und Arbeitsstrukturen von Automobilkonzernen im Wandel : die Beispiele Daimler, Volkswagen und General Motors / von Markus J. Heibler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 6)
ISBN 978-3-923507-76-4
Preis: 20,00 €

Die Automobilindustrie, die neben der Chemischen Industrie und dem (Werkzeug-)Maschinenbau zu den Säulen der traditionellen deutschen Industrie zählt, durchlebt seit Jahren einen grundlegenden Wandel. Dieser Wandel äußert sich neben einer zunehmenden Internationalisierung des gesamten Industriezweiges in Konzentrationsprozessen und einer stärker werdenden Konkurrenz- und Wettbewerbssituation. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Unternehmens- und Arbeitsstrukturen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/286/

 

Empirische Evaluation des Modellversuchs "Kindergarten der Zukunft in Bayern - KiDZ" : Ergebnisse der Kindergartenphase / von Hans-Günther Roßbach, Jutta Sechtig und Ulrike Freund

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 7)
ISBN 978-3-923507-84-9
Preis: 13,50 €

Ein Überblick über die gegenwärtig diskutierten frühpädagogischen Ansätze und Modellprojekte weist auf erhebliche Wissensdefizite darüber hin, was tatsächlich mit diesen Ansätzen und Projekten in der Praxis erreicht wird. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die Auswirkungen bei den beteiligten Kindern: Systematische empirische Evaluationen von Modellprogrammen und ihren Auswirkungen auf die teilnehmenden Kinder sind in Deutschland äußerst selten. Der Modellversuch „KiDZ – Kindergarten der Zukunft in Bayern“ (2004-2009), der auf die inhaltliche und strukturelle Verzahnung der beiden Bildungsbereiche Kindergarten und Grundschule zielte und maßgeblich charakterisiert war durch die gemeinsame Bildung, Erziehung und Betreuung von Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Grundschullehrerinnen im Kindergarten, wurde daher von Beginn an empirisch evaluiert.
Der hier vorliegende Bericht der wissenschaftlichen Begleitung durch den Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik (OFU Bamberg) stellt die wesentlichen Ergebnisse dar und zeigt, dass die KiDZ-Kindergartenförderung ein erfolgreicher Weg ist, die tatsächliche Förderqualität im Kindergarten zu verbessern und auf diese Weise die Entwicklung der Kindergartenkinder positiv zu beeinflussen.

 

Die Seele im Gespräch mit sich selbst : Bewusstsein und die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis und -veränderung / von Albrecht Georg Zeißner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 8)
ISBN 978-3-86309-005-0
Preis: 45,00 €

Die besondere Fähigkeit des Menschen, sich flexibel an neuartige und sich dynamisch verändernde Problemstellungen anzupassen, wird von zeitgenössischen psychologischen und neurowissenschaftlichen Menschenbildern nur unzureichend berücksichtigt. Nicht ohne Grund fällt diese konzeptionelle Lücke mit einer Neigung zusammen, das menschliche Bewusstsein bei der Erforschung des menschlichen Geistes auszuklammern oder als rein epiphänomenal zu behandeln. Dabei schließt dieses – im Sinne seiner grundsätzlichen Befähigung, über sich selbst zu reflektieren und sein Denken und Handeln im Einklang mit den so gewonnenen Erkenntnissen zu verändern, verstanden – genau die erwähnte Lücke. In der Tat existieren sowohl Theorien (Dörner, 1999) wie auch empirische Ergebnisse (Reither, 1979 sowie Tisdale, 1998), die einen engen Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Problemlösegüte nahelegen. Zielsetzung der vorliegenden Arbeit war es, die Tätigkeit dieser bewussten Handlungskontrolle im Detail zu beobachten, um deren Bedingungen und Erscheinungsformen genauer herausarbeiten zu können.

Sechzehn Versuchspersonen wurden mit einem Versuchsparcours aus drei Versuchsteilen konfrontiert: Dem Führen einer fiktiven Farm in einem einfachen computersimulierten ökologischen System, der Bearbeitung von Entscheidungsszenarien sowie dem Deuten und Bewerten von Sprichwörtern. Dabei hielt der Versuchsleiter die Probanden dazu an, ihre Gedanken laut auszusprechen, damit er die Entwicklung des Problemlöseprozesses online verfolgen konnte. Acht Probanden wurden als Eckfälle ausgewählt und ihre Versuchsdaten einer Einzelfallanalyse unterzogen.

Für die Eckfälle konnten Theorien entwickelt werden, die den individuellen Verlauf der Computersimulation erklären. Die verschiedenen Episoden im Simulationsverlauf, an denen die Probanden sich und ihre Problemlösebemühungen immer wieder in den Blick nahmen, leisteten hierbei einen besonders großen Erklärungsbeitrag. Sie wurden in einem weiteren Schritt probandenübergreifend betrachtet, geordnet und in Beziehung gesetzt. Die resultierende Theorie ist in der Lage, die Stellen des Vorkommens, sowie den Inhalt und die Auswirkungen dieser bewussten Episoden in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation und der Persönlichkeit des Probanden zu erklären. In einer abschließenden Prüfung durch Triangulation und Modellierung am Rechner hat sich diese Theorie bewährt.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2011/310/

 

Diagnostische Kompetenz von Grundschullehrkräften : strukturelle Aspekte und Bedingungen / von Christian Lorenz

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg; 9)
ISBN 978-3-86309-056-2
Preis: 20,00 €

In der vorliegenden Dissertation wird sich mit der diagnostischen Kompetenz von Grundschullehrern beschäftigt, wobei deren Struktur und ihre Bedingungen im Zentrum der Betrachtungen stehen. Unter diagnostischer Kompetenz wird bei Lehrern deren Fähigkeit verstanden, Schülerleistungen und -merkmale sowie die Schwierigkeit von Aufgaben korrekt einzuschätzen. Diese Fähigkeit gilt als Schlüsselkompetenz in Lehr- und Lernkontexten, da ihr eine hohe Bedeutung für adäquate Unterrichtsgestaltung sowie faire und objektive Beurteilungen beigemessen wird. Eine Vielzahl an Forschungsbefunden belegt, dass Lehrkräfte zwar im Mittel gute Diagnostiker sind, dass jedoch große interindividuelle Unterschiede bestehen. Dabei waren die bisherigen Untersuchungen überwiegend querschnittlich angelegt und auf einzelne oder wenige Leistungsbereiche bezogen. Aussagen dazu, wie bereichsspezifisch und stabil die Güte von Lehrerurteilen ist, waren somit bislang kaum möglich. Ebenso erfolgte die Suche nach den Ursachen für die Unterschiedlichkeit zwischen Lehrern in aller Regel nur anhand weniger Lehrer- oder Klassenmerkmale, ohne dass jedoch erklärende Variablen gefunden wurden. An diese Desiderata wird in dieser Arbeit angeknüpft, indem quer- und längsschnittlich und unter Einbezug einer Vielzahl potentiell erklärender Merkmale die Urteilsgüte in mehreren kognitiven und emotional-motivationalen Bereichen erhoben wird. Zentrale Fragestellungen beziehen sich dabei auf strukturelle Aspekte wie jenen der Bereichshomogenität und Stabilität der Urteilsgüte sowie der Reliabilität der Urteilskomponenten. Bedingungen der Urteilsgenauigkeit werden auf Ebene der Lehrer, der Klassen und der individuellen Schüler vermutet und untersucht. Darüber hinaus werden auch Zeugnisnoten als eine besonders bedeutungsvolle Form der Lehrerurteile betrachtet.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2012/395/

 

Arbeitsbedingungen und Gesundheit bei älteren Personen in Familienunternehmen : eine clusteranalytische Betrachtung / von Christian Hetzel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 10)
ISBN 978-3-86309-088-3
Preis: 23,50 €

Arbeit im Alter ist bedeutsam wegen der besseren Gesundheit und steigenden Lebenserwartung nachfolgender Geburtskohorten, wegen des Fachkräftemangels und knapper Ressourcen bei der sozialen Sicherung sowie wegen der individuellen Bewältigung der Ruhestandsproblematik. Kleine Familienunternehmen bieten dafür ein Setting, sind jedoch empirisch wenig untersucht. Die Ziele der vorliegenden Arbeit sind, (1) Arbeitsbedingungen und Gesundheit bei älteren, auch jenseits der gesetzlichen Renteneintrittsalters erwerbstätigen oder mithelfenden Personen in Familien¬unternehmen am Beispiel der bayerischen Land und Forstwirtschaft zu beschreiben, (2) eine valide empirische Gesundheitstypologie zu ermitteln sowie daraus (3) Ansätze für gesundheitsbezogene Interventionen abzuleiten. Es wird eine dreistufige, proportional nach regionalem Populationsumfang geschichtete Zufallsstichprobe gezogen. Arbeitsbedingungen und Gesundheit werden nach Alter, Geschlecht, Betriebsgröße und struktur dargestellt und sofern vorhanden in Bezug zu Vergleichswerten gesetzt. Auf der theoretischen Basis eines orthogonalen Gesundheitskonzeptes ist die deterministische 4 Clusterlösung inhaltlich interpretierbar. Sie weist eine ausreichende, der 3 bzw. 7 Clusterlösung überlegene Modellanpassung auf und ist extern valide bezüglich der Arbeitsunfähigkeitstage, der Regelung der Betriebsübergabe und der subjektiven Arbeitsbedingungen. Die Betriebsübergabe in Familienunternehmen ist gesundheitsrelevant, was über das bislang wenig untersuchte Setting hinaus von Bedeutung sein dürfte. Die Befunde können in Bezug auf die alternde Gesellschaft ein positives Altersbild unterstützen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/467