Dr. Carmen Henning [links]; M.Sc. Martin Lehe [rechts]

Doppelt ausgezeichnete Forschung: Poster-Preis und Science Slam des Zentrums für Geschlechtersensible Forschung

Martin Lehe erhielt beim ZGF-Gründungsevent den 1. Preis im Posterwettbewerb und den 3. Platz beim Science Slam.

Martin Lehe wurde im Rahmen der Festveranstaltung zur Gründung des Zentrums für Geschlechtersensible Forschung (ZGF) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gleich zweimal ausgezeichnet. Für sein Poster zum Forschungsprojekt „Intervention gegen die Stigmatisierung von Männern mit Essstörung in der hausärztlichen Versorgung (iSMEsH)" erhielt er den 1. Preis im Posterwettbewerb (Link zum Poster). Darüber hinaus erreichte er beim Science Slam der Veranstaltung mit seinem Beitrag „Dr. House Folge 178: Was ist der wahre Grund für Pauls Besuch in der Hausarztpraxis?“ den 3. Platz.

Das Projekt iSMEsH wird von Martin Lehe gemeinsam mit Prof. Dr. Georgios Paslakis an der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie geschlechtsbezogene Vorurteile und Stigmatisierung von Männern mit Essstörungen in der hausärztlichen Versorgung reduziert werden können. Obwohl Schätzungen zufolge etwa jeder vierte bis fünfte Fall einer Essstörung einen Mann betrifft, nehmen Männer deutlich seltener professionelle Hilfe in Anspruch. Hausarztpraxen spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie häufig die erste Anlaufstelle für Betroffene sind.

Im Rahmen des Projekts wurden ein praxisnahes Handbuch sowie eine sechsteilige, kostenfreie und zertifizierte Online-Fortbildung für medizinisches Personal entwickelt. Ergänzende Studien untersuchen, inwieweit diese Maßnahmen dazu beitragen können, die Versorgung von Männern mit Essstörungen durch die Reduktion von Stigmatisierung zu verbessern und bestehende Barrieren abzubauen.

Die Auszeichnungen würdigen sowohl die wissenschaftliche Qualität des Projekts als auch dessen gesellschaftliche Relevanz. Gleichzeitig unterstreichen sie die Bedeutung geschlechtersensibler Forschung für die Schließung von Wissens- und Versorgungslücken im Gesundheitswesen.