Forschung

Die Forschung an der Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft setzt ihre Schwerpunkte auf die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts sowie der Gegenwart – insbesondere der Jahrhundertwenden 1800/1900/2000. Das geschieht mit philologisch-literarhistorischem, dabei aber dezidiert kulturwissenschaftlichem, interdisziplinärem Blick.

Prof. Dr. Andrea Bartl

Prof. Dr. Andrea Bartl

Forschungsinteressen

  • Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts (Aufklärung, Ästhetische Moderne um 1800, Fin de siècle, Exilliteratur)
  • Gegenwartsliteratur
  • Kulturgeschichtliche und kulturtheoretische Fragestellungen, Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft
  • Phänomene des Hybriden: Tragikomödie, Groteske, Androgynie, „Bastard“, Ballade

Mitgliedschaft und Mitarbeit in wissenschaftlichen Vereinigungen

  • Heinrich von Kleist-Gesellschaft: Vorstandsmitglied, Jurymitglied
  • Heinrich Mann-Gesellschaft: Vorstandsmitglied (Vizepräsidentin), Mitherausgeberin des Jahrbuchs
  • Mitgliedschaft in weiteren literarischen Gesellschaften: Thomas-Mann-Gesellschaft, Franz Werfel-Gesellschaft Gründungsmitglied)

Aktuell laufende Forschungs- und Publikationsprojekte

  • Andrea Bartl, Susanne Düwell, Christof Hamann und Oliver Ruf (Hg.): Metzler- Handbuch Kriminalliteratur. Theorien – Geschichte – Medien (Handbuch).
    Das Handbuch erschließt das Genre der Kriminalliteratur im Hinblick auf seine Theorie, Entwicklung, Poetik und Medienbezüge. Der Schwerpunkt des Handbuchs liegt dabei einerseits auf der deutschsprachigen Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, die stets im internationalen Kontext betrachtet wird. Andererseits geht es um eine Systematik, Theorie und Poetik der Kriminalliteratur – in Abgrenzung zu Abrissen über einzelne Autoren, Phasen oder Texte. In acht Hauptteilen wird die Gattung Kriminalliteratur erschlossen: Nach einer Einleitung und einem Überblick über literaturwissenschaftliche Konzepte und Forschungsfragen schließen sich Theorien und poetologische Reflexionen zum Kriminalroman an. Die nächsten Abschnitte nehmen zentrale Aspekte und Figuren der Kriminalliteratur in den Blick und zeichnen die Geschichte der Gattung sowie deren mediale Variationen nach.
  • Andrea Bartl: Ballade (Monographie).
    Die Ballade gehört – trotz oder wegen ihrer langen, traditionsreichen Geschichte – heute noch immer zu den bekanntesten und weit rezipierten literarischen Gattungen. Gerade in der Gegenwartsliteratur finden sich dabei spannende Variationen – von komplexen lyrischen Modifikationen bis zu Songtexten der Pop- und Hip-Hop-Musik. Auch bietet die Ballade einen reizvollen Anknüpfungspunkt an aktuelle literaturwissenschaftliche und literaturtheoretische Fragestellungen wie (Gattungs-)Hybridität, Performativität, Oralität etc. Umso erstaunlicher ist es, dass die Balladen-Forschung seit einigen Jahrzehnten relativ spärlich ist bzw. oft nur punktuelle Aspekte aufgreift. Die Monographie möchte in einer Überblicksdarstellung vom Sturm und Drang bis zur Gegenwart neue Forschungsperspektiven auf eine traditionsreiche Gattung eröffnen.