Neue Journalpublikation zur Gestaltung gamifizierter Anwendungen für den Sport
In der Arbeit betrachten wir Motivation im Sport aus einer mehrschichtigen Perspektive. Während viele bestehende Ansätze vor allem kurzfristige und situationsabhängige Motivationsfaktoren berücksichtigen, argumentieren wir, dass nachhaltige motivationale Designs zusätzlich stabile Persönlichkeitsmerkmale sowie sportspezifische Motivationen einbeziehen sollten. Ziel ist es, motivationales Design stärker an individuelle Bedürfnisse und unterschiedliche Sportkontexte anzupassen.
Auf Basis einer quantitativen Studie mit 338 Teilnehmenden identifizieren wir fünf motivational geprägte Faktoren: „Social Esteem“, „Personal Growth“, „Community Care“, „Ambition“ sowie „Independence“. Unsere Ergebnisse zeigen unter anderem deutliche Unterschiede zwischen Team- und Individualsportler:innen sowie zwischen verschiedenen demografischen Gruppen.
Aus diesen Ergebnissen leiten wir Designempfehlungen für motivationale Sport- und Fitnesssysteme ab. Teamsportler:innen profitieren insbesondere von sozialen und wettbewerbsorientierten Mechaniken, während Individualsportler:innen stärker durch persönliche Entwicklung, Fortschrittsvisualisierung und individuelle Zielsetzung motiviert werden. Für körperlich inaktive Personen empfehlen wir vor allem unterstützende Strukturen, flexible Personalisierung und autonomieorientierte Designs.
Die Arbeit leistet einen neuen Beitrag zur Forschung zu Gamification und der Gestaltung von motivationalen Informationssystemen und personalisierten digitalen Gesundheitsanwendungen.
Die Open-Access-Publikation ist hier verfügbar:
https://doi.org/10.1080/0144929X.2026.2678383
