FeRNet - Female Research Network

FeRNet ermöglicht Nachwuchswissenschaftlerinnen den Austausch mit einer wissenschaftlich erfahrenen Person sowie den Aufbau von Beziehungen über die Grenzen der eigenen Universität hinaus. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen werden mit Hilfe einer Mentoring-Beziehung sowie einem begleitenden Rahmenprogramm angeregt, ihre akademische Laufbahn gezielt zu planen und zu verfolgen und ihr Selbstverständnis als Wissenschaftlerinnen zu stärken. Durch den Aufbau formeller und informeller Netzwerke erfolgt eine Vernetzung, die eine bessere Einbindung von Nachwuchswissenschaftlerinnen in die jeweilige Scientific Community befördert.

FeRNet ist ein Instrument der individuellen Karriere- und Nachwuchsförderung mit dem Ziel, den Anteil der Nachwuchswissenschaftlerinnen im Wissenschaftsbetrieb nachhaltig zu erhöhen. Das Programm richtet sich an alle fortgeschrittenen Doktorandinnen, Post-Doktorandinnen und Habilitandinnen, die eine akademische Karriere anstreben und deren wissenschaftliches Projekt an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg verortet ist.

Förderrunden

Die 7. Runde von FeRNet beginnt im April 2019 und dauert bis Oktober 2020.

Bewerbungsschluss für die 7. Runde von FeRNet ist der 15. November 2018.

Den Flyer zur neuen Runde finden Sie hier.(1.9 MB)

 

Was ist Mentoring?

Die Grundidee des Mentoring sieht vor, dass eine erfahrene Person sich einer oftmals jüngeren Person annimmt und ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergibt. Die Mentorin oder der Mentor unterstützt die Mentee aufgrund ihrer bzw. seiner Lebens- und Berufserfahrung, gibt Ratschläge, führt in Netzwerke ein und hilft, die Mechanismen und ungeschriebenen Regeln von Institutionen und Organisationen zu verstehen.

Außerhalb einer normalen Vorgesetzen- oder Betreuerinnen bzw. Betreuer-Beziehung kann die Mentee durch die persönliche Beziehung den Erfahrungsschatz ihrer Mentorin oder ihres Mentors nutzen. Es profitieren aber beide Seiten von einer gelungenen Mentoring-Beziehung, denn eine Mentoring-Beziehung bietet einen geschützten Raum, um Karrierewege und Potenziale zu erkunden und zu reflektieren.

Dabei ist Mentoring keine neue Idee, der Begriff ‚Mentor‘ lässt sich auf die griechische Mythologie zurückführen. Odysseus beauftragte seinen Freund Mentor, sich während seiner Abwesenheit um seinen Sohn Telemachos zu kümmern und ihn zu erziehen.

Warum Mentoring?

Trotz der geringer gewordenen Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern zeichnet sich im Mittelbau und auf der professoralen Stufe eine deutliche Geschlechtersegregation ab. Die Annahme, dass mit steigendem Studentinnenanteil auch mehr Frauen in die höheren Stufen der Hierarchie im Wissenschaftsbetrieb, namentlich im universitären, aufsteigen, hat sich bislang nicht bewahrheitet.

Als Ursache für die deutliche Unterrepräsentation von Frauen in den oberen Hierarchiestufen gelten systemimmanente Strukturen des Wissenschaftsbetriebes. Nicht selten fehlt die nötige Unterstützung und gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Tradierte Muster und Rollenvorstellungen versperren den Blick auf die wissenschaftliche Exzellenz von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Darüber hinaus wirkt sich neben der Praxis der homosozialen Kooptation die unterschiedliche Teilhabe von Frauen und Männern an formellen und informellen Netzwerken negativ auf die Karrierechance von Frauen im Wissenschaftsbetrieb aus.

Deshalb verfolgen wir das Ziel, Nachwuchswissenschaftlerinnen mithilfe eines institutionalisierten Betreuungssystems wirkungsvoller in ein formelles Netzwerk zu integrieren. Mentoring soll als ein Instrument gezielter Nachwuchsförderung Frauen ermutigen und dazu motivieren, ihre wissenschaftliche Laufbahn konsequent zu verfolgen.

Gestaltung der Mentoringbeziehung

An der Mentoring-Beziehung sind eine in der Wissenschaft erfahrene Professorin bzw. ein Professor als Mentorin bzw. Mentor und die geförderte Nachwuchswissenschaftlerin als Mentee beteiligt. Der Kontakt zwischen beiden wird über die Programmkoordination vermittelt.

Getragen wird die Mentoring-Beziehung von einem regelmäßigen Austausch unabhängig vom Rahmenprogramm während der gesamten Programmdauer von 18 Monaten. Die Intensität, die Form, der Ort und die Inhalte der Treffen zwischen Mentee und Mentorin bzw. Mentor werden von den beiden individuell bestimmt und vereinbart. Dies wird in einer Mentoring-Vereinbarung formal festgehalten. Dort werden auch Ziele festgehalten, die zu Beginn der Beziehung bei einem ersten Treffen definiert werden. So können wichtige Themen vorab gelistet und in den einzelnen Gesprächen vertieft werden. Auch können konkrete Unterstützungsangebote genannt werden.

Rahmenprogramm

Neben der Mentoring-Beziehung wird in FeRNet für die nachwuchswissenschaftlerinnen ein Seminarprogramm finanziert, das der individuellen Karriereplanung und
-förderung dient und aus Coachingveranstaltungen und Karrieretrainings besteht.
Diese Workshops finden normalerweise in den zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn statt.
Abgerundet wird die Förderung durch Netzwerkveranstaltungen, welche die Mentee untereinander, innerhalb der Universität und in der Wissenschaft vernetzen.

Das Rahmenprogramm für die 7. Runde finden Sie hier. (Intranetanschluss nötig)(280.4 KB)

Ergänzende Veranstaltungsvorschläge seitens der Teilnehmerinnen werden gerne von der Programmkoordinatiorin entgegen genommen.

Teilnahmevoraussetzungen für Mentees

  • die Bewerberin ist Doktorandin mit mindestens einem Jahr Forschungstätigkeit oder promovierte Wissenschaftlerin oder Habilitandin und strebt eine akademische Karriere an
  • ihr wissenschaftliches Projekt ist an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg verortet
  • Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung mit der akademischen Laufbahn
  • Teilnahme am Rahmenprogramm
  • Bereitschaft zur Vernetzung mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
  • Regelmäßiges Feedback an die Programmleitung
  • Übernahme einer aktiven Rolle im Mentoring-Prozess

Bewerbung

Die Aufnahme in das Programm erfolgt über eine schriftliche Bewerbung. Diese schriftliche Bewerbung mit allen Bewerbungsunterlagen ist für die 7. Förderrunde bis zum 15. November 2018 im Frauenbüro der Universität Bamberg einzureichen oder per e-Mail an mentoring.frauenbeauftragte(at)uni-bamberg.de im pdf-Format zuzusenden.

Bestandteile der schriftlichen Bewerbung sind:

  • Anschreiben (inkl. Motivation für Teilnahme und angestrebte Ziele), ca. 1-2 Seiten
  • Erhebungsbogen für Mentee (die Vorlage finden Sie hier)(207.7 KB)
  • tabellarischer Lebenslauf (mit Forschungsschwerpunkten und Publikationsliste)
  • Kurzbeschreibung des aktuellen wissenschaftlichen Vorhabens (Thema, Aufgabenstellung und Ziel, Arbeitsprogramm, Untersuchungsmethoden, Vorarbeiten, ca. 1-2 Seiten)
  • ggf. Beleg der Zulassung zur Promotion an der Universität Bamberg z. B. durch Zulassungsbescheid zm Promotionsverfahren, Kopie des Betreuungsvertrages oder der Registrierung in der Promovierenden-Datenbank der Universität Bamberg
  • ggf. Bestätigung des Fachbereiches bzw. der Fakultät über die Erfüllung der Voraussetzungen über die Zulassung zum Habilitationsverfahren

Im Rahmen der Bewerbung wird der Bewerberin die Möglichkeit gegeben, mit ihrer Bewerbung  Wunschmentorinnen bzw. Wunschmentoren vorzuschlagen.

Die Bewerberin erhält eine schriftliche Mitteilung darüber, ob sie in das Programm aufgenommen wurde oder nicht.

Programmkoordination

Janina Dillig, M.A. (Programmkoordinatorin)

Anschrift:

Kapuzinerstr. 18, Raum 02.03
96045 Bamberg

Telefon: (09 51) 8 63 - 12 88 (über Schriftdolmetscher)
Fax: (09 51) 8 63 - 42 44
E-Mail: mentoring.frauenbeauftragte(at)uni-bamberg.de

FAQ

Bin ich verpflichtet, an der Informationsveranstaltung von FeRNet teilzunehmen? Verbessert sich durch eine Teilnahme die Chance, eher mit meiner Bewerbung berücksichtigt zu werden?

Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist keine Voraussetzung für Ihre Bewerbung um die Teilnahme am Programm feRNet. Sie erhöht Ihre Chancen auf einen Platz im Mentoring-Programm nicht, erleichtert Ihnen aber die Antragstellung.

Leider bin ich mit der Betreuung meiner Dissertation durch meine Professorin bzw. meinen Professor an der Universität Bamberg eher weniger zufrieden. Besteht die Möglichkeit der Übernahme der wissenschaftlichen Betreuung meiner Dissertation durch eine andere Betreuerin oder einen anderen Betreuer über die Teilnahme am Mentoring-Programm FeRNet?

Diese Möglichkeit besteht nicht. Ihre Professorin oder ihr Professor bleibt die zentrale Ansprechperson für die wissenschaftliche Betreuung Ihrer Dissertation. 


Welche Unterlagen muss ich meiner Bewerbung beifügen?

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung den Bewerbungsbogen von FeRNet, ein kurzes Motivationsschreiben, einen Lebenslauf sowie eine Liste Ihrer Publikationen bei.


Welchen Umfang sollte das Motivationsschreiben haben?

Das Schreiben sollte 1 Seite nicht überschreiten und eine klare Zielvorstellung und Motivation in Bezug auf die angestrebte akademische Karriere und das Mentoring-Programm zum Ausdruck bringen.


Kann ich auch einen Mann als Mentor auswählen oder muss ich eine Frau als Mentorin wählen?

Die Entscheidung hierüber steht Ihnen frei und richtet sich nach Ihren Präferenzen und individuellen Bedürfnissen. Das Konzept von feRNet sieht die Betreuung sowohl durch Mentorinnen als auch durch Mentoren vor.


Es ist nicht in meinem Interesse, dass meine Betreuerin bzw. mein Betreuer an meiner Hochschule Kenntnis darüber erlangt, dass ich am Programm FeRNet teilnehme. Bin ich verpflichtet, sie oder ihn über meine Teilnahme zu unterrichten?

Die Entscheidung darüber, ob Sie Ihre Professorin oder Ihren Professor über Ihre Teilnahme am Programm informieren, bleibt Ihnen überlassen.


Forum Mentoring e. V.

FeRNet, das Mentoring-Programm der Universitätsfrauenbeauftragten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, ist Mitglied im bundesweiten Verband Forum Mentoring e. V. und unterstützt dessen Qualitätsstandards im Mentoring.