FeRNet - Female Research Network

FeRNet ermöglicht Nachwuchswissenschaftlerinnen den Austausch mit einer wissenschaftlich erfahrenen Person sowie den Aufbau von Beziehungen über die Grenzen der eigenen Universität hinaus. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen werden mit Hilfe einer Mentoring-Beziehung sowie einem begleitenden Rahmenprogramm angeregt, ihre akademische Laufbahn gezielt zu planen und zu verfolgen und ihr Selbstverständnis als Wissenschaftlerinnen zu stärken. Durch den Aufbau formeller und informeller Netzwerke erfolgt eine Vernetzung, die eine bessere Einbindung von Nachwuchswissenschaftlerinnen in die jeweilige Scientific Community befördert.

FeRNet ist ein Instrument der individuellen Karriere- und Nachwuchsförderung mit dem Ziel, den Anteil der Nachwuchswissenschaftlerinnen im Wissenschaftsbetrieb nachhaltig zu erhöhen. Das Programm richtet sich an alle fortgeschrittenen Doktorandinnen, Post-Doktorandinnen und Habilitandinnen, die eine akademische Karriere anstreben und deren wissenschaftliches Projekt an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg verortet ist.

Bewerbungsschluss für die nächste FeRNet Runde 2021 ist Freitag, 01. Oktober 2021.

Dazu finden Sie hier einen Erhebungsbogen(287.9 KB, 5 Seiten), den Sie bitte gemeinsam mit einem tabellarischen Lebenslauf inkl. Publikationsverzeichnis, einer kurzen Beschreibung Ihres aktuellen wissenschaftlichen Vorhabens (Thema, Aufgabenstellung und Ziel, Arbeitsprogramm, Untersuchungsmethoden, Vorarbeiten), Umfang etwa 1 bis 2 Seiten und einem Anschreiben als eine pdf bis 23:59 Uhr am 1. Oktober 2021 an mentoring.frauenbeauftragte(at)uni-bamberg.de schicken. Eine Papierform der Bewerbung ist nicht nötig.

Sie müssen für eine Bewerbung noch keine Person für Ihr Mentorat finden, das Mentorat wird erst über die Koordination vermittelt. Nach einer erfolgreichen Bewerbung wird es ein erstes Mentee-Treffen geben, bei dem die Auswahl besprochen wird.

Die 8. Runde von FeRNet beginnt im Januar 2022 und dauert 18 Monate.

 

Was ist Mentoring?

Die Grundidee von Mentoring beruht darauf, dass eine erfahrene Person (Mentor_in) sich einer oftmals jüngeren Person (Mentee) annimmt und ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergibt. Mentor_innen unterstützen Mentees aufgrund ihrer Lebens- und Berufserfahrung, geben Ratschläge, führen in Netzwerke ein und helfen, Mechanismen und ungeschriebene Regeln von Institutionen und Organisationen zu verstehen.

Außerhalb einer normalen Vorgesetzen- oder Betreuer_innen-Beziehung können die Mentees auf der Basis einer persönlichen Beziehung die Erfahrungsschätze ihrer Mentor_innen nutzen. Gleichzeitig aber profi tieren beide Seiten von einer gelungenen Mentoring-Beziehung, denn durch den fomalisierten Rahmen entsteht ein geschützter Raum, um Karrierewege und Potenziale zu refl ektieren, von dem auch Mentor_innen bei der Entwicklung weiterer Karrierestrategien gewinnen können.

Mentoring ist keine neue Idee, der Begriff ‚Mentor‘ stammt aus der griechischen Mythologie. Odysseus beauftragte seinen Freund Mentor, sich während seiner Abwesenheit um seinen Sohn Telemachos zu kümmern und ihn zu erziehen. Als informelle Beziehung ist Mentoring in vielen Bereichen ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Karriere. Neu an formellen Mentoring-Programmen ist nur die Idee eines organisierten Mentorings, die sich, aus dem anglo-amerikanischen Raum kommend, mittlerweile auch in deutschen Universitäten als Grundpfeiler der Nachwuchsförderung etabliert hat. Institutionell gestützte Mentoring-Programme fördern gleichzeitig mehrere Personen und bieten ihnen zudem die Möglichkeit, sich auch untereinander zu vernetzen.

Warum Mentoring?

Trotz der geringer gewordenen Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern zeichnet sich im Mittelbau und auf der professoralen Stufe eine deutliche Geschlechtersegregation ab. Die Annahme, dass mit steigendem Studentinnenanteil auch mehr Frauen in die höheren Stufen der Hierarchie im Wissenschaftsbetrieb, namentlich im universitären, aufsteigen, hat sich bislang nicht bewahrheitet.

Als Ursache für die deutliche Unterrepräsentation von Frauen in den oberen Hierarchiestufen gelten systemimmanente Strukturen des Wissenschaftsbetriebes. Nicht selten fehlt die nötige Unterstützung und gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Tradierte Muster und Rollenvorstellungen versperren den Blick auf die wissenschaftliche Exzellenz von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Darüber hinaus wirkt sich neben der Praxis der homosozialen Kooptation die unterschiedliche Teilhabe von Frauen und Männern an formellen und informellen Netzwerken negativ auf die Karrierechance von Frauen im Wissenschaftsbetrieb aus.

Deshalb verfolgen wir das Ziel, Nachwuchswissenschaftlerinnen mithilfe eines institutionalisierten Betreuungssystems wirkungsvoller in ein formelles Netzwerk zu integrieren. Mentoring soll als ein Instrument gezielter Nachwuchsförderung Frauen ermutigen und dazu motivieren, ihre wissenschaftliche Laufbahn konsequent zu verfolgen.

Gestaltung der Mentoringbeziehung

An der Mentoring-Beziehung sind eine in der Wissenschaft erfahrene_n Professor_in als Mentor_ und die geförderte Nachwuchswissenschaftlerin als Mentee beteiligt. Der Kontakt zwischen beiden wird über die Programmkoordination vermittelt.

Getragen wird die Mentoring-Beziehung von einem regelmäßigen Austausch unabhängig vom Rahmenprogramm während der gesamten Programmdauer von 18 Monaten. Die Intensität, die Form, der Ort und die Inhalte der Treffen zwischen Mentee und Mentor_in werden von den beiden individuell bestimmt und vereinbart. Dies wird in einer Mentoring-Vereinbarung formal festgehalten. Dort werden auch die beim ersten treffen vereinbarten Ziele definiert. So können wichtige Themen vorab gelistet und in den einzelnen Gesprächen vertieft werden. Auch können konkrete Unterstützungsangebote genannt werden.

Rahmenprogramm

Neben der Mentoring-Beziehung wird durch FeRNet für die geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen ein Seminarprogramm finanziert, das der individuellen Karriereplanung und -förderung dient. Die Inhalte des Programms werden mit den Mentees abgestimmt, Schwerpunkt liegen in der Förderrunde 8 auf den Themen Sichtbarkeit und Networking. Abgerundet wird die Förderung durch Netzwerkveranstaltungen und Kamingespräche, welche die Mentee untereinander, innerhalb der Universität und in der Wissenschaft vernetzen sollen.

Teilnahmevoraussetzungen für Mentees

  • die Bewerberin ist Doktorandin mit mindestens einem Jahr Forschungstätigkeit oder promovierte Wissenschaftlerin oder Habilitandin und strebt eine akademische Karriere an
  • ihr wissenschaftliches Projekt ist an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg verortet
  • Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung mit der akademischen Laufbahn
  • Teilnahme am Rahmenprogramm
  • Bereitschaft zur Vernetzung mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
  • Regelmäßiges Feedback an die Programmleitung
  • Übernahme einer aktiven Rolle im Mentoring-Prozess

Bewerbung

Die Aufnahme in das Programm erfolgt über eine schriftliche Bewerbung. Bewerbungsschluss für die 8. Runde ist der 01. Oktober 2021. Die schriftliche Bewerbung sollteals eine PDF per e-Mail an mentoring.frauenbeauftragte(at)uni-bamberg.de gesandt werden.

Bestandteile der schriftlichen Bewerbung sind:

  • Anschreiben (inkl. Motivation für Teilnahme und angestrebte Ziele), ca. 1-2 Seiten
  • Erhebungsbogen für Mentee (das pdf Formular können Sie hier herunterlade(287.9 KB, 5 Seiten)n)
  • tabellarischer Lebenslauf (mit Publikationsliste)
  • eine kurze Beschreibung des aktuellen wissenschaftlichen Vorhabens (Thema, Aufgabenstellung und Ziel, Arbeitsprogramm, Untersuchungsmethoden, Vorarbeiten), Umfang etwa 1 bis 2 Seiten
  • Beleg der Zugehörigkeit an der Universität Bamberg, z. B. durch Zulassungsbescheid zum Promotionsverfahren oder Kopie des Betreuungsvertrages oder Registrierung in der Promovierenden-Datenbank der Universität Bamberg oder Bestätigung des Fachbereiches bzw. der Fakultät über die Erfüllung der Voraussetzungen über die Zulassung zum Habilitationsverfahren

Im Rahmen der Bewerbung wird der Bewerberin die Möglichkeit gegeben, mit ihrer Bewerbung  Wunschmentorinnen bzw. Wunschmentoren vorzuschlagen.

Die Bewerberin erhält eine schriftliche Mitteilung darüber, ob sie in das Programm aufgenommen wurde oder nicht.

Programmkoordination

Dr. Janina Dillig

Anschrift:

Kapuzinerstr. 18, Raum 02.03
96045 Bamberg

Telefon: (09 51) 8 63 - 12 88 (über Schriftdolmetschservice)
Fax: (09 51) 8 63 - 42 44
E-Mail: mentoring.frauenbeauftragte(at)uni-bamberg.de

FAQ

Bin ich verpflichtet, an der Informationsveranstaltung von FeRNet teilzunehmen? Verbessert sich durch eine Teilnahme die Chance, eher mit meiner Bewerbung berücksichtigt zu werden?

Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist keine Voraussetzung für Ihre Bewerbung um die Teilnahme am Programm FeRNet. Sie erhöht Ihre Chancen auf einen Platz im Mentoring-Programm nicht, erleichtert Ihnen aber die Antragstellung.

Leider bin ich mit der Betreuung meiner Dissertation durch meine Professorin bzw. meinen Professor an der Universität Bamberg eher weniger zufrieden. Besteht die Möglichkeit der Übernahme der wissenschaftlichen Betreuung meiner Dissertation durch eine andere Betreuerin oder einen anderen Betreuer über die Teilnahme am Mentoring-Programm FeRNet?

Diese Möglichkeit besteht nicht. Ihre Professorin oder ihr Professor bleibt die zentrale Ansprechperson für die wissenschaftliche Betreuung Ihrer Dissertation. 


Welche Unterlagen muss ich meiner Bewerbung beifügen?

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung den Erhebungsbogen von FeRNet, ein kurzes Motivationsschreiben, einen Lebenslauf mit einer  Liste Ihrer Publikationen und eine kurze Beschreibung Ihres aktuellen wissenschaftlichen Vorhabens (Thema, Aufgabenstellung und Ziel, Arbeitsprogramm, Untersuchungsmethoden, Vorarbeiten), Umfang etwa 1 bis 2 Seiten, bei.


Welchen Umfang sollte das Motivationsschreiben haben?

Das Schreiben sollte 2 Seiten nicht überschreiten und eine klare Zielvorstellung und Motivation in Bezug auf die angestrebte akademische Karriere und das Mentoring-Programm zum Ausdruck bringen.


Kann ich auch einen Mann als Mentor auswählen oder muss ich eine Frau als Mentorin wählen?

Die Entscheidung hierüber steht Ihnen frei und richtet sich nach Ihren Präferenzen und individuellen Bedürfnissen. Das Konzept von feRNet sieht die Betreuung sowohl durch Mentorinnen als auch durch Mentoren vor und bei allen bisherigen Evaluationen hatte das Gender der Mentor_innen keine Auswirkungen auf die individuellen Karriereziele unserer Mentees.


Es ist nicht in meinem Interesse, dass mein_e Betreuer_in an meiner Hochschule Kenntnis darüber erlangt, dass ich am Programm FeRNet teilnehme. Bin ich verpflichtet, sie oder ihn über meine Teilnahme zu unterrichten?

Die Entscheidung darüber, ob Sie Ihre Professorin oder Ihren Professor über Ihre Teilnahme am Programm informieren, bleibt Ihnen überlassen.
 


Forum Mentoring e. V.

FeRNet, das Mentoring-Programm der Universitätsfrauenbeauftragten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, ist Mitglied im bundesweiten Verband Forum Mentoring e. V. und unterstützt dessen Qualitätsstandards im Mentoring.