Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Prof. Dr. Thomas Saalfeld

Prof. Dr. Thomas Saalfeld ist seit 1. Oktober 2020 Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seit 2009 ist er dort Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Politikwissenschaft. Von 2010 bis 2020 war er Sprecher der Bamberg Graduate School of Social Sciences (BAGSS), die von 2012 bis 2019 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert und in dieser Zeit zu einer internationalen multidisziplinären Ausbildungsstätte für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgebaut wurde.

In seiner Forschung befasst er sich vor allem mit Parlamenten, Abgeordneten, Parteien und Repräsentation in Europa, wobei seine Schwerpunkte in den letzten Jahren auf der Repräsentation von Abgeordneten mit Migrationsgeschichte in Großbritannien und Deutschland sowie auf der empirischen Koalitionsforschung lagen. Gegenwärtig leitet er ein Forschungsprojekt zur automatisierten Extraktion und quantitativen Analyse von Redetexten in gesamtstaatlichen und regionalen Parlamenten Deutschlands und Großbritanniens sowie der israelischen Knesset.

Thomas Saalfeld studierte zwischen 1980 und 1987 Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und (für ein Jahr) an der University of Hull (Großbritannien). 1993 wurde er mit einer Arbeit zum Deutschen Bundestag und dem Prädikat „summa cum laude“ an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Vor seinem Wechsel nach Bamberg war er zwischen 1987 und 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr München und der Technischen Universität Dresden sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Positionen an den Universitäten von Hull und Kent in Großbritannien tätig. 2008 wurde er an der University of Kent zum Professor für Politikwissenschaft berufen. Er ist Mitglied (Fellow) der britischen Academy of Social Sciences (AcSS) und der Royal Society of Arts (RSA).