Staatsexamen

Individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern

Diagnostik, Förderplanung und Umgang mit Heterogenität – Erweiterungsstudium für Lehrkräfte aller Schularten.

Überblick

Das Studium qualifiziert Lehrkräfte aller Schularten dafür, professionell mit der Heterogenität von Lernvoraussetzungen, Entwicklungsverläufen und individuellen Unterstützungsbedarfen von Schülerinnen und Schülern umzugehen, Unterricht sowie Förderangebote gezielt darauf auszurichten und im Team Schule und Unterricht für die Bildungsteilhabe aller Schülerinnen und Schüler weiterzuentwickeln.

Besonderheiten und Schwerpunkte

  • Staatlich geregeltes Erweiterungsstudium (siehe § 117 LPO I ), absolvierbar parallel zum Lehramtsstudium, direkt nach dem 1. Staatsexamen oder nachträglich berufsbegleitend
  • Interdisziplinär angelegter Studiengang mit vier Studienbereichen: erziehungs-, kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen; Individualität in Lernen, Verhalten, Erleben und Sprache; Diagnose und Förderung; Beratung und individuelle Förderung in der Praxis
  • Vertieftes Wissen zur Individualität in Lernen, Verhalten, Erleben und Sprache sowie zu darauf abgestimmten Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten
  • Kompetenzen in Diagnose und Förderung in inklusiven und heterogenen Klassen
  • Einblicke in Schulentwicklung und Netzwerke der Beratung und Förderung
  • Qualifikation in Beratung und Coaching von Lernprozessen
  • Mentorierte Umsetzung individueller Förderung in Projekten an Schulen
  • Möglichkeit zu Praktika im Ausland und in außerschulischen Einrichtungen
  • Studienorganisation geeignet für berufstätige Lehrkräfte
  • Lehrveranstaltungen mit Fokus auf theorie- und empiriebasierter Anwendung der Inhalte auf die schulische Praxis
  • Möglichkeit zur Auswahl der für Sie individuell passenden Angebote aus den Lehrveranstaltungen (Anmeldung zum Staatsexamen ist jederzeit möglich)

Voraussetzungen

  • Zulassungsfrei
  • Laufendes oder abgeschlossenes Lehramtsstudium erforderlich

ECTS-Verteilung

60 ECTS gesamt
Erziehungs-, kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen 10 ECTS
10 ECTS
Individualität in Lernen, Verhalten, Erleben und Sprache
15 ECTS
Diagnose und Förderung
Beratung und Coaching von Lernprozessen
5 ECTS
20 ECTS Praktika

Hier dargestellt: Individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern als Erweiterungsstudium (60 ECTS). Lehramts-Erweiterung für adaptiv-differenzierten Unterricht.

Beispiele für Module, die Sie belegen können

Erziehungs- und gesellschaftswissenschaftliche Perspektiven auf Heterogenität Studierende analysieren und beurteilen u.a. den Beitrag schulischer und unterrichtlicher Strukturen und Praktiken zur Entstehung und Verfestigung der Marginalisierung von Schülerinnen und Schülern.

Psychologische Grundlagen der Diagnostik und Förderung Studierende interpretieren u.a. auf Basis der Grundlagen und Methoden der pädagogisch-psychologischen Diagnostik Ergebnisse diagnostischer Verfahren und leiten daraus Schlussfolgerungen für individuelle Förderziele und -maßnahmen ab.

Bereiche der Förderung Studierende beschreiben Bedingungsgefüge und Risikofaktoren für individuelle Lernausgangslagen und bewerten Präventions- und Interventionsmaßnahmen zur individuellen Förderung.

Individuelle Förderung in adaptiven Lernumgebungen Studierende kennen unterrichtsintegrierte diagnostische Verfahren und Strategien der adaptiven Lehrkompetenz und der Gestaltung differenzierender Unterrichtsangebote.

Theorie-Praxis-Transfer Studierende analysieren theoriebasiert den förderbezogenen Lernstand und das Potenzial einzelner Schülerinnen und Schüler und setzen darauf basierend die Förderung individueller Lernfortschritte in Förderkursen an Schulen um.

Beratung von Lernprozessen Studierende lernen u.a. Kompetenzen in Beratung und Coaching in der Schule kennen, beurteilen und wenden sie an und setzen sich mit den Grenzen schulischer Beratung auseinander.

Nationale und internationale Perspektiven auf individuelle Förderung Studierende lernen Konzepte individueller Förderung in der Praxis kennen und reflektieren theoriebasiert die Realisierung der Ziele individueller Förderung und gleichberechtigter Teilhabe.

Nach dem Studium

Typische Berufsfelder

  • Förderplanung, Lernberatung und Lerncoaching
  • Arbeit in multiprofessionellen Teams
  • Konzeption diagnosebasierter individueller Förderung im Unterricht
  • Expertinnen und Experten bzw. Ansprechpersonen für „Individuelle Förderung“ in Schulen und Schulentwicklungsteams
  • Fachberatung „Inklusion“

Das Erweiterungsstudium eröffnet keine eigenständige Laufbahn, sondern erweitert das berufliche Profil von Lehrkräften.

Lehre und Ort

Studierende laufen aus dem M3 Gebäude am Markusplatz
Studierende laufen aus dem M3 Gebäude am Markusplatz
ZLB, WegE-Projekt

Die Schulpraktischen Studien am Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZLB) werden unter Leitung von Barbara Drechsel und Thomas Rey wissenschaftlich begleitet – im Rahmen des WegE-Projekts der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

Universitätsgebäude U11 in der Bamberger Innenstadt.
U11Universitätsgebäude U11 in der Bamberger Innenstadt.
Studierende laufen aus dem M3 Gebäude am Markusplatz
Studierende laufen aus dem M3 Gebäude am Markusplatz
Universitätsgebäude U11 in der Bamberger Innenstadt.
U11Universitätsgebäude U11 in der Bamberger Innenstadt.
ZLB, WegE-Projekt

Die Schulpraktischen Studien am Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZLB) werden unter Leitung von Barbara Drechsel und Thomas Rey wissenschaftlich begleitet – im Rahmen des WegE-Projekts der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

Häufige Fragen

AllgemeinWas kostet das Studium pro Semester?
Studiengebühren fallen für ein grundständiges Studium nicht an. Pro Semester ist ein Beitrag in Höhe von 123,22 Euro zu zahlen (Stand Sommersemester 2026): 70,00 Euro Studierendenwerksbeitrag und 53,22 Euro Semesterticket. Das Semesterticket gilt rund um die Uhr in Stadt und Landkreis Bamberg, auch in der vorlesungsfreien Zeit.

Quelle Überweisung Semesterbeiträge ·Semesterticket

AllgemeinWie finde ich ein Zimmer oder eine Wohnung in Bamberg?
Es empfiehlt sich, früh mit der Wohnungssuche zu beginnen. Studierendenwohnheime werden vom Studierendenwerk Würzburg, dem Collegium Oecumenicum Bamberg (COE), der Joseph-Stiftung, der Baugenossenschaft sowie der Stadtbau GmbH betrieben. Mietbeginn ist jeweils der 1. Oktober (Wintersemester) bzw. 1. April (Sommersemester), Mindestmietdauer ein Semester. Parallel lohnt sich die Suche auf dem privaten Wohnungsmarkt.

Quelle Wohnen in Bamberg

AllgemeinWie kann ich die Universität Bamberg vor der Bewerbung kennenlernen?
Mehrere Wege stehen Ihnen ganzjährig offen: Die Zentrale Studienberatung berät kostenlos und unverbindlich – persönlich, telefonisch oder online – und vermittelt bei fachlichen Fragen an die zuständige Studiengangsberatung weiter. Den Studienalltag erleben Sie über die öffentlichen, kostenlosen Vortragsreihen und Ringvorlesungen oder als Gasthörerin oder Gasthörer in einzelnen Lehrveranstaltungen; die über die Innenstadt verteilten Gebäude und Bibliotheken können Sie ohnehin frei besuchen. Einmal im Jahr bündelt der Studieninfotag im Frühjahr Vorträge und Führungen – mit Überblick zu Bachelor-, Lehramts- und Masterstudiengängen. Speziell für Schülerinnen und Schüler gibt es zusätzlich die Schnupperuni und das Frühstudium.

Quelle Zentrale Studienberatung ·Öffentliche Vortragsreihen und Ringvorlesungen ·Gaststudium ·Studieninfotag ·Angebote für Schülerinnen und Schüler

AllgemeinWie hoch ist die Arbeitsbelastung pro Woche?
Ein Vollzeitstudium ist auf 30 ECTS-Punkte pro Semester ausgelegt. Das entspricht einer Gesamtarbeitsbelastung von 32 bis 39 Stunden pro Woche – Präsenzzeit in Lehrveranstaltungen plus Vor- und Nachbereitung, Hausarbeiten und Prüfungsvorbereitung. Wer dieses Pensum nicht in Vollzeit leisten kann, kann fast alle Bachelor- und Masterstudiengänge auch in Teilzeit (max. 18 ECTS pro Semester) studieren.

Quelle Vollzeitstudium an der Universität Bamberg ·Teilzeitstudium an der Universität Bamberg

AllgemeinWie kann ich das Studium finanzieren?
Neben BAföG (zuständig: Studierendenwerk Würzburg mit Außenstelle Bamberg) listet die Universität Förderprogramme der parteinahen Stiftungen, gewerkschafts- und arbeitgebernaher Werke, konfessioneller Werke sowie weltanschaulich neutraler Programme – darunter Deutschlandstipendium, Studienstiftung des deutschen Volkes, Max-Weber-Programm und das Aufstiegsstipendium.

Quelle BAföG-Hinweis der Universität Bamberg ·Stipendien für alle Studierenden

Weitere häufige Fragen zum Studium in Bamberg

Dokumente und offizielle Quellen

Hinter dem Studiengang

Dr. Angela Anderka

Frage zum Studiengang?

Schreiben Sie der Zentralen Studienberatung – sie leitet Ihre Frage weiter und meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen.

Bei Bedarf leiten wir Ihre Frage an die zuständige Stelle weiter.

Datenschutzhinweise zum Formular

Dieses Studienportal bietet ein Kontaktformular zur Studienberatung an. Bei einer Anfrage über das Kontaktformular werden folgende Daten verarbeitet:

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Die Daten werden per E-Mail an die Zentrale Studienberatung der Universität Bamberg übermittelt und ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO i. V. m. Art. 82 BayHIG – die Studienberatung ist eine öffentliche Aufgabe der Universität.

Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Bearbeitung Ihrer Anfrage nicht mehr erforderlich sind.

Allgemeine Datenschutzhinweise der Universität Bamberg

  • Telefonisch über die Zentrale Studienberatung: 0951 863-1422 – Mo–Fr 10–12 Uhr

So schreiben Sie sich ein

Zulassungsfreies Lehramt – keine Bewerbung, direkte Einschreibung. Falls Sie Sport, Musik oder Kunst als Fach wählen, kommt eine fachspezifische Eignungsprüfung dazu.

  1. 1

    Fächerkombination wählen

    Entscheiden Sie sich für eine zulässige Fächerkombination. Bei Unsicherheit hilft die Lehramts-Studienberatung.

  2. 2

    Fachspezifische Eignungsprüfungen klären

    Wenn Sie Sport, Musik oder Kunst als Fach wählen, müssen Sie sich zur jeweiligen Eignungsprüfung anmelden – diese findet meist nur einmal pro Jahr statt.

  3. 3

    Online einschreiben

    Schreiben Sie sich im Hochschulportal innerhalb der zentralen Einschreibungsfrist mit Ihrer Fächerkombination ein.

  4. 4

    Unterlagen einreichen

    Reichen Sie Ihre Hochschulzugangsberechtigung und die geforderten Nachweise bei der Studierendenkanzlei ein.

Internationale Studieninteressierte mit einem im Ausland erworbenen Zeugnis: Für Sie gelten eigene Fristen und ein verpflichtender Bewerbungsschritt über das International Office – auch bei zulassungsfreien Studiengängen. Hinweise für internationale Studieninteressierte