Master

Empirische Bildungsforschung

Bildungsprozesse empirisch erfassen: Methoden, Lernumwelten, Bildungssoziologie und Lernpsychologie im interdisziplinären Forschungskontext.

Überblick

Sie wollen wissen, wie Bildung funktioniert, warum manche Lernumgebungen besser wirken als andere, wie Ungleichheiten entstehen und wie man Daten nutzt, um Bildung zu verbessern? Dann passt dieser Master perfekt.

Besonderheiten und Schwerpunkte

  • Interdisziplinäre Ausbildung: Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Forschungsmethoden
  • Anschluss an renommierte Forschungsinstitute, etwa an das in Bamberg beheimatete Leibniz-Institut für Bildungsverläufe
  • Vier Basismodule: Lernumwelten; Forschungsmethoden; Bildungssoziologie; Psychologie des Lernens, Lehrens und der Entwicklung
  • Starke methodische Ausbildung (Datenerhebung, Datenanalyse, quantitative Verfahren)
  • Flexible Schwerpunktsetzung durch Wahlpflichtmodule
  • Intensive Betreuung in kleinen Gruppen
  • Hauptlehrsprache ist Deutsch, es finden aber auch Module in englischer Sprache statt
  • Bamberg gehört zu den großen deutschen Standorten der Bildungsforschung.

Voraussetzungen

  • Bachelor mit Gesamtnote 2,5 oder besser in Psychologie, Erziehungswissenschaft, Soziologie oder verwandten Fächern
  • Kenntnisse aus Modulen mit empirisch-bildungswissenschaftlicher Ausrichtung (5 ECTS)
  • Kenntnisse quantitativer empirischer Methoden (9 ECTS)
  • Frist- und formgerechte Bewerbung

Bewerbungsfrist für den Studienstart im Wintersemester 2026/2027: 02.10.2026

Weitere Hinweise

Eine frühere Bewerbung wird empfohlen, damit Sie das Studium rechtzeitig zum Vorlesungsbeginn aufnehmen können. Bitte beachten Sie die studiengangsspezifischen Details auf der Studiengangsseite. Details zum Ablauf, zu abweichenden Fristen und zu den Regelungen für internationale Studieninteressierte finden Sie im Abschnitt zur Bewerbung am Seitenende.

Beispiele für Module, die Sie belegen können

Perspektiven der Empirischen Bildungsforschung Studierende setzen sich mit ausgewählten Forschungsbefunden der empirischen Bildungsforschung auseinander und lernen, diese aus interdisziplinären Perspektiven methodisch und inhaltlich zu hinterfragen.

Lernumwelten: Basismodul A Grundlagen der Pädagogik und Erziehungswissenschaft werden erarbeitet, darunter pädagogisches Handeln, Bildungsinstitutionen sowie Geschichte und Theorie von Erziehung und Bildung.

Modulgruppe Forschungsmethoden: Basismodul (Research Design & Analysis Design) Studierende erwerben methodisches Grundlagenwissen zur Planung und Auswertung empirischer Studien, einschließlich Forschungsdesign und statistischer Analyseverfahren.

Lernumwelten: Vertiefungsmodul Aktuelle erziehungswissenschaftliche Forschungsfragen werden vertiefend bearbeitet, wobei Stärken und Schwächen verschiedener empirisch-pädagogischer Ansätze kritisch reflektiert werden.

Psychologie des Lernens, Lehrens und der Entwicklung: Basismodul Studierende erarbeiten psychologische Grundlagen zu Lern-, Lehr- und Entwicklungsprozessen als Basis für die empirische Bildungsforschung.

Modulgruppe Bildungssoziologie: Basismodul Soziologische Theorien und empirische Befunde zu Bildung, sozialer Ungleichheit und Bildungsverläufen im Lebensverlauf werden analysiert und diskutiert.

Modul Spezialisierung in der Empirischen Bildungsforschung Studierende vertiefen ihr Wissen in einem selbst gewählten Schwerpunktbereich der empirischen Bildungsforschung und bearbeiten eigenständig forschungsnahe Fragestellungen.

Forschungsmethoden: Vertiefungsmodul Fortgeschrittene quantitative oder qualitative Forschungsmethoden werden vertieft, um komplexe empirische Fragestellungen der Bildungsforschung methodisch angemessen bearbeiten zu können.

Nach dem Studium

Typische Berufsfelder

  • Bildungsforschung und -administration
  • Bildungscontrolling und Diagnostik
  • Intervention und Evaluation im Bildungsbereich
  • Large-Scale-Assessments
  • Qualitätsentwicklung im Bildungswesen
  • Promotion

Wie sieht das Studium aus?

Vorher habe ich Soziologie als Bachelor an der Universität Mainz studiert und bereits dort meinen Schwerpunkt auf Bildungs- und Familiensoziologie gelegt. Mich persönlich interessiert besonders das Forschungsthema Bildungsungleichheit. In Bamberg habe ich Soziologie vertieft. Außerdem habe ich das Vertiefungsmodul Forschungsmethoden belegt, aus Interesse am Thema und weil ich selbst quantitativ forsche. Auf das Nationale Bildungspanel (NEPS), das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) und die Universität Bamberg bin ich erstmals bei meinem Praktikum im Bildungsministerium von Rheinland-Pfalz aufmerksam geworden. Da ich mein Wissen in den quantitativen Methoden und in Bildungssoziologie erweitern wollte, gehörte Bamberg sofort zu meinen Topfavoriten.
Sebastian Franz M.Sc. Empirische Bildungsforschung

Lehre und Ort

Studierende im Innenhof der U2 in Bamberg
Studierende im Innenhof der U2 in Bamberg
Interdisziplinäres Modul

Perspektiven der Empirischen Bildungsforschung

Im Modul Perspektiven der Empirischen Bildungsforschung diskutieren Studierende mit Forschenden der Universität Bamberg aktuelle Studien, Ergebnisse und deren Implikationen.

Im persönlichen Beratungsgespräch.
BeratungIm persönlichen Beratungsgespräch.
LIfBi/NEPS – Forschungsanbindung

An die Universität Bamberg ist das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe angebunden, das das Nationale Bildungspanel betreibt: seit 2009 werden rund 60.000 Zielpersonen und 40.000 Kontextpersonen vom Säuglings- bis ins hohe Erwachsenenalter begleitet, mehr als 200 Forschende aus ganz Deutschland sind beteiligt.

Universitätsgebäude im Markusplatz-Areal der Bamberger Innenstadt
Universitätsgebäude im Markusplatz-Areal der Bamberger Innenstadt
Forschungs- und Lehrprofil, Huwi

Johannes Kleiner (Professur Methoden Empirischer Bildungsforschung, Fakultät Humanwissenschaften; Huwi-Lehrpreis 2025) forscht zur Bewusstseinsforschung und schätzt „eine Atmosphäre, in der man Falsches sagen darf“.

Studierende im Innenhof der U2 in Bamberg
Studierende im Innenhof der U2 in Bamberg
Im persönlichen Beratungsgespräch.
BeratungIm persönlichen Beratungsgespräch.
Universitätsgebäude im Markusplatz-Areal der Bamberger Innenstadt
Universitätsgebäude im Markusplatz-Areal der Bamberger Innenstadt
Interdisziplinäres Modul

Perspektiven der Empirischen Bildungsforschung

Im Modul Perspektiven der Empirischen Bildungsforschung diskutieren Studierende mit Forschenden der Universität Bamberg aktuelle Studien, Ergebnisse und deren Implikationen.

LIfBi/NEPS – Forschungsanbindung

An die Universität Bamberg ist das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe angebunden, das das Nationale Bildungspanel betreibt: seit 2009 werden rund 60.000 Zielpersonen und 40.000 Kontextpersonen vom Säuglings- bis ins hohe Erwachsenenalter begleitet, mehr als 200 Forschende aus ganz Deutschland sind beteiligt.

Forschungs- und Lehrprofil, Huwi

Johannes Kleiner (Professur Methoden Empirischer Bildungsforschung, Fakultät Humanwissenschaften; Huwi-Lehrpreis 2025) forscht zur Bewusstseinsforschung und schätzt „eine Atmosphäre, in der man Falsches sagen darf“.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zum Master Erziehungswissenschaft?
Beide Studiengänge nutzen empirische Methoden, mit unterschiedlichem Fokus. Empirische Bildungsforschung ist interdisziplinär angelegt (Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Forschungsmethoden) mit klarem methodisch-quantitativem Schwerpunkt und Anschluss an renommierte Forschungsinstitute. Der Master Erziehungswissenschaft ist breiter pädagogisch ausgerichtet, mit drei Studienschwerpunkten (Frühkindliche Bildung, Erwachsenenbildung, Sozialpädagogik) und Pflichtpraktika. Wer methodisch-quantitative Bildungsforschung anstrebt, ist hier richtig; wer institutionelle Bildungspraxis verstehen und gestalten will, in der Erziehungswissenschaft.
AllgemeinWas kostet das Studium pro Semester?
Studiengebühren fallen für ein grundständiges Studium nicht an. Pro Semester ist ein Beitrag in Höhe von 123,22 Euro zu zahlen (Stand Sommersemester 2026): 70,00 Euro Studierendenwerksbeitrag und 53,22 Euro Semesterticket. Das Semesterticket gilt rund um die Uhr in Stadt und Landkreis Bamberg, auch in der vorlesungsfreien Zeit.

Quelle Überweisung Semesterbeiträge ·Semesterticket

AllgemeinWie finde ich ein Zimmer oder eine Wohnung in Bamberg?
Es empfiehlt sich, früh mit der Wohnungssuche zu beginnen. Studierendenwohnheime werden vom Studierendenwerk Würzburg, dem Collegium Oecumenicum Bamberg (COE), der Joseph-Stiftung, der Baugenossenschaft sowie der Stadtbau GmbH betrieben. Mietbeginn ist jeweils der 1. Oktober (Wintersemester) bzw. 1. April (Sommersemester), Mindestmietdauer ein Semester. Parallel lohnt sich die Suche auf dem privaten Wohnungsmarkt.

Quelle Wohnen in Bamberg

AllgemeinWie kann ich die Universität Bamberg vor der Bewerbung kennenlernen?
Mehrere Wege stehen Ihnen ganzjährig offen: Die Zentrale Studienberatung berät kostenlos und unverbindlich – persönlich, telefonisch oder online – und vermittelt bei fachlichen Fragen an die zuständige Studiengangsberatung weiter. Den Studienalltag erleben Sie über die öffentlichen, kostenlosen Vortragsreihen und Ringvorlesungen oder als Gasthörerin oder Gasthörer in einzelnen Lehrveranstaltungen; die über die Innenstadt verteilten Gebäude und Bibliotheken können Sie ohnehin frei besuchen. Einmal im Jahr bündelt der Studieninfotag im Frühjahr Vorträge und Führungen – mit Überblick zu Bachelor-, Lehramts- und Masterstudiengängen. Speziell für Schülerinnen und Schüler gibt es zusätzlich die Schnupperuni und das Frühstudium.

Quelle Zentrale Studienberatung ·Öffentliche Vortragsreihen und Ringvorlesungen ·Gaststudium ·Studieninfotag ·Angebote für Schülerinnen und Schüler

AllgemeinWie hoch ist die Arbeitsbelastung pro Woche?
Ein Vollzeitstudium ist auf 30 ECTS-Punkte pro Semester ausgelegt. Das entspricht einer Gesamtarbeitsbelastung von 32 bis 39 Stunden pro Woche – Präsenzzeit in Lehrveranstaltungen plus Vor- und Nachbereitung, Hausarbeiten und Prüfungsvorbereitung. Wer dieses Pensum nicht in Vollzeit leisten kann, kann fast alle Bachelor- und Masterstudiengänge auch in Teilzeit (max. 18 ECTS pro Semester) studieren.

Quelle Vollzeitstudium an der Universität Bamberg ·Teilzeitstudium an der Universität Bamberg

Weitere häufige Fragen zum Studium in Bamberg

Dokumente und offizielle Quellen

Hinter dem Studiengang

Prof. Dr. Claus Carstensen

Frage zum Studiengang?

Schreiben Sie der Zentralen Studienberatung – sie leitet Ihre Frage weiter und meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen.

Bei Bedarf leiten wir Ihre Frage an die zuständige Stelle weiter.

Datenschutzhinweise zum Formular

Dieses Studienportal bietet ein Kontaktformular zur Studienberatung an. Bei einer Anfrage über das Kontaktformular werden folgende Daten verarbeitet:

  • Name (freiwillige Angabe)
  • E-Mail-Adresse (für die Rückantwort)
  • Inhalt der Nachricht

Die Daten werden per E-Mail an die Zentrale Studienberatung der Universität Bamberg übermittelt und ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO i. V. m. Art. 82 BayHIG – die Studienberatung ist eine öffentliche Aufgabe der Universität.

Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Bearbeitung Ihrer Anfrage nicht mehr erforderlich sind.

Allgemeine Datenschutzhinweise der Universität Bamberg

  • Telefonisch über die Zentrale Studienberatung: 0951 863-1422 – Mo–Fr 10–12 Uhr

So bewerben Sie sich

Zulassungsfrei mit Zugangsvoraussetzungen – Sie bewerben sich übers Hochschulportal, Ihre Unterlagen werden formal und fachlich geprüft.

  1. 1

    Voraussetzungen prüfen

    Klären Sie, ob Ihr Bachelor-Abschluss (Fachrichtung, ECTS-Punkte, Mindestnote) sowie Ihre Sprachkenntnisse (Deutsch, ggf. Englisch) zum Studiengang passen. Die Details stehen in der Studien- und Fachprüfungsordnung.

  2. 2

    Unterlagen zusammenstellen

    Bereiten Sie Zeugnisse, Notenübersicht, Sprachnachweise und ggf. weitere geforderte Unterlagen vor. Für die Bewerbung reichen einfache Kopien; beglaubigte Originale brauchen Sie erst bei der Einschreibung.

  3. 3

    Online bewerben

    Bewerben Sie sich über das Hochschulportal. Ihre Unterlagen werden formal und fachlich geprüft.

  4. 4

    Zugangsbescheid abwarten

    Nachdem die Prüfung Ihrer Bewerbung abgeschlossen ist, erhalten Sie einen Zugangs- oder Ablehnungsbescheid. Im Hochschulportal können Sie den Bescheid abrufen.

  5. 5

    Einschreibung vornehmen

    Bei einem Zugang schreiben Sie sich im Hochschulportal ein und reichen die amtlich beglaubigten Originaldokumente fristgerecht bei der Studierendenkanzlei ein.

Internationale Studieninteressierte mit einem im Ausland erworbenen Zeugnis: Ihre Bewerbung für diesen Master läuft wie für alle Bewerberinnen und Bewerber über die Studierendenkanzlei. Das International Office unterstützt Sie bei Visum, Anreise und allgemeiner Beratung. Hinweise für internationale Studieninteressierte