NEPS - Säule 3

 

Life-Course Dynamics of Educational Tracking (LIFETRACK)

In LIFETRACK untersuchen wir in sechs europäischen Ländern, wie sich verschiedene Arten der Gliederung von Sekundarschulsystemen oder der Aufteilung von Schülerinnen und Schülern langfristig auf die Entstehung von Ungleichheit im Lebensverlauf auswirken. An dem Projekt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe, von den Universitäten Kopenhagen und Aarhus in Dänemark, von der Universität Durham in Großbritannien, von der Universität Turku in Finnland und von Sciences Po in Paris beteiligt. Es wird von Prof. Schindler an der Universität Bamberg geleitet. 

  • Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen von Norface-DIAL

  • Kooperationspartner:
    • Steffen Schindler (PI), Universität Bamberg;
    • Carlo Barone, Institut d'études politiques de Paris;
    • Vikki Boliver, Durham University;
    • Jani Erola, University of Turku;
    • Kristian B. Karlson, University of Kopenhagen;
    • David Reimer, Aarhus University

Laufzeit: 2018 - 2021

 

Berufliche Geschlechtersegregation und Ihre Folge für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten im deutschen Arbeitsmarkt, 2. Förderphase

In Deutschland ist das Berufsprinzip zentral für die Verbindung zwischen (Aus-) Bildungssystem und Arbeitsmarkt und daher besonders relevant für die Genese von Ungleichheiten über den Lebensverlauf. Das Projekt untersucht daher die Bedeutung des Berufsprinzips für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten im deutschen Arbeitsmarkt. Während die erste Projektphase in erster Linie auf nicht-monetäre Aspekte der Arbeitsmarktungleichheiten zwischen Frauen und Männern fokussierte, untersuchen wir nun, welche Bedeutung die geschlechtliche Differenzierung der Berufsstruktur in Deutschland für die Entwicklung der Lohnlücke seit Mitte der 1970er Jahre hat. Theoretisch unterscheiden wir dabei drei Mechanismen: 1) die Entwertung von frauentypischen Tätigkeitsinhalten, 2) die geringere Nachfrage nach spezifischem Humankapital in Frauenberufen und 3) höhere berufliche Schließungspotentiale in Männerberufen. Basis der Analysen ist ein einzigartiger Datensatz zu individuellen Löhnen im Lebensverlauf: Die ersten drei Wellen von NEPS Startkohorte 6 wurden mit Registerdaten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verlinkt und enthalten dadurch zusätzlich sehr valide Lohn- und Firmeninformationen für die Erwerbsverläufe der Befragten. Zur Modellierung und Dekomposition der geschlechtlichen Lohnlücke werden diesen Individualdaten die Informationen des in der ersten Projektphase generierten Berufspanels zugespielt und mit beruflichen Strukturdaten angereichert, die bislang nicht berücksichtigt wurden: beruflichen Tätigkeitsprofilen und neuen Indikatoren beruflicher Schließung.

  • Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Schwerpunktprogramm 1646 "Education as Lifelong Process"
  • Kooperstionspartnerin: Prof. Dr. Kathin Leuze, Leibniz Universität Hannover

Laufzeit: 15.06.2015 - 15.07.2018

 

BiLev - Bildungserträge im Lebensverlauf: Wohlbefinden, soziales Kapital und Teilhabe im Erwachsenenalter

Dieses Projekt hat zum Ziel, die Erträge formaler Bildungslaufbahnen und allgemeiner kognitiver Grundkompetenzen in drei Dimensionen zu untersuchen, die im Erwachsenenalter sowohl für die Individuen selbst als auch für ihr soziales Umfeld von großer Bedeutung sind und darüber hinaus eng miteinander verknüpft sind: das subjektive Wohlbefinden, das Sozialkapital sowie die soziale und politische Teilhabe. Die Fragestellungen werden in erster Linie mit Daten des NEPS-Erwachsenensurveys (SC6) untersucht. Um die Ergebnisse zu plausibilisieren, werden zusätzlich Daten von PIAAC und PIAAC-L herangezogen.

Das Projekt ist Teil eines Verbundvorhabens mit Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, Dr. Daniel Danner und Clemens Lechner (GESIS), in dem neben den hier genannten Bildungserträgen auch Zusammenhänge von Bildung und Persönlichkeitsaspekten im Kindes- und Erwachsenenalter untersucht werden. Die beiden Teilprojekte des Verbundvorhabens sind auf mehrfache Weise verzahnt: durch einen gemeinsamen analytischen Rahmen, die Nutzung derselben Datengrundlagen, die Abstimmung der methodischen Vorgehensweise, durch Analysen, die aufeinander aufbauen und die gleichen Outcome-Dimensionen aus unterschiedlichen Perspektiven nutzen und durch gemeinsame Publikationen.

  • Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Projektleitung:
    • Prof. Dr. Corinna Kleinert, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V.
    • Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • Dr. Daniel Danner, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
    • Dr. Clemens Lechner, GESIS - Leibnis-Institut für Sozialwissenschafen
    • Regina Jusri, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V.

Projektlaufzeit: April 2016 - Januar 2019