Berufliche Geschlechtersegregation und ihre Folge für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten im deutschen Arbeitsmarkt, 1. Förderphase

In diesem Projekt wird die Bedeutung von Berufen, die für den Erwerbsverlauf in Deutschland besonders prägend sind, für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt untersucht. Aus der bisherigen Forschung ist bekannt, dass typische Frauen- und Männerberufe mit ungleichen Arbeitsmarktchancen einhergehen. Daher analysieren wir die ungleichheitsrelevanten Konsequenzen der beruflichen Geschlechtersegregation, sowohl auf beruflicher als auch individueller Ebene. Zunächst untersuchen wir auf beruflicher Ebene, ob und wie sich Frauen- und Männerberufe abgesehen von ihrer Gechlechterzusammensetzung unterscheiden, zum Beispiel hinsichtlich ihres Lohnniveaus, ihrer Arbeitszeitausgestaltung oder ihrer Qualifikationserfordernisse. Darauf aufbauend prüfen wir, wie sich diese beruflichen Merkmale auf individuelle Erwerbsverläufe auswirken und ob sie zur (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten beitragen. Zur empirischen Analye beider Fragen bauen wir auf Basis des SIAB und des Mikrozensus ein Berufspanel auf, mit dem wir längerfristige Trends der beruflichen Geschlechtersegregation und deren Zusammenspiel mit anderen beruflichen Merkmalen nachzeichnen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden benutzt, um ungleichheitsrelevante Indikatoren der Berufsstruktur zu identifizieren. Diese werden den NEPS-Daten der Starkohorte 6 zugespielt und deren ungleichheitserzeugende Wirkung auf verschiedene Stationen weiblicher und männlicher Erwerbsverläufe analysiert, wie den Eintritt in den Arbeitsmarkt, die Karrieremobilität sowie Erwerbsunterbrechungen und Wiedereinstiege. 

  • Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Schwerpunktprogramm 1646 "Education as Lifelong Process"
  • Kooperationspartnerin:  Prof. Dr. Kathrin Leuze, Leibniz Universität Hannover

Laufzeit:  01.06.2012 - 31.05.2015