BiLev - Bildungserträge im Lebensverlauf: Wohlbefinden, soziales Kapital und Teilhabe im Erwachsenenalter

Dieses Projekt hat zum Ziel, die Erträge formaler Bildungslaufbahnen und allgemeiner kognitiver Grundkompetenzen in drei Dimensionen zu untersuchen, die im Erwachsenenalter sowohl für die Individuen selbst als auch für ihr soziales Umfeld von großer Bedeutung sind und darüber hinaus eng miteinander verknüpft sind: das subjektive Wohlbefinden, das Sozialkapital sowie die soziale und politische Teilhabe. Die Fragestellungen werden in erster Linie mit Daten des NEPS-Erwachsenensurveys (SC6) untersucht. Um die Ergebnisse zu plausibilisieren, werden zusätzlich Daten von PIAAC und PIAAC-L herangezogen.

Das Projekt ist Teil eines Verbundvorhabens mit Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, Dr. Daniel Danner und Clemens Lechner (GESIS), in dem neben den hier genannten Bildungserträgen auch Zusammenhänge von Bildung und Persönlichkeitsaspekten im Kindes- und Erwachsenenalter untersucht werden. Die beiden Teilprojekte des Verbundvorhabens sind auf mehrfache Weise verzahnt: durch einen gemeinsamen analytischen Rahmen, die Nutzung derselben Datengrundlagen, die Abstimmung der methodischen Vorgehensweise, durch Analysen, die aufeinander aufbauen und die gleichen Outcome-Dimensionen aus unterschiedlichen Perspektiven nutzen und durch gemeinsame Publikationen.

  • Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Projektleitung:
    • Prof. Dr. Corinna Kleinert, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V.
    • Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • Dr. Daniel Danner, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
    • Dr. Clemens Lechner, GESIS - Leibnis-Institut für Sozialwissenschafen
    • Regina Jusri, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V.

Projektlaufzeit: April 2016 - Januar 2019

Berufliche Geschlechtersegregation und Ihre Folge für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten im deutschen Arbeitsmarkt, 2. Förderphase

In Deutschland ist das Berufsprinzip zentral für die Verbindung zwischen (Aus-) Bildungssystem und Arbeitsmarkt und daher besonders relevant für die Genese von Ungleichheiten über den Lebensverlauf. Das Projekt untersucht daher die Bedeutung des Berufsprinzips für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten im deutschen Arbeitsmarkt. Während die erste Projektphase in erster Linie auf nicht-monetäre Aspekte der Arbeitsmarktungleichheiten zwischen Frauen und Männern fokussierte, untersuchen wir nun, welche Bedeutung die geschlechtliche Differenzierung der Berufsstruktur in Deutschland für die Entwicklung der Lohnlücke seit Mitte der 1970er Jahre hat. Theoretisch unterscheiden wir dabei drei Mechanismen: 1) die Entwertung von frauentypischen Tätigkeitsinhalten, 2) die geringere Nachfrage nach spezifischem Humankapital in Frauenberufen und 3) höhere berufliche Schließungspotentiale in Männerberufen. Basis der Analysen ist ein einzigartiger Datensatz zu individuellen Löhnen im Lebensverlauf: Die ersten drei Wellen von NEPS Startkohorte 6 wurden mit Registerdaten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verlinkt und enthalten dadurch zusätzlich sehr valide Lohn- und Firmeninformationen für die Erwerbsverläufe der Befragten. Zur Modellierung und Dekomposition der geschlechtlichen Lohnlücke werden diesen Individualdaten die Informationen des in der ersten Projektphase generierten Berufspanels zugespielt und mit beruflichen Strukturdaten angereichert, die bislang nicht berücksichtigt wurden: beruflichen Tätigkeitsprofilen und neuen Indikatoren beruflicher Schließung.

  • Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Schwerpunktprogramm 1646 "Education as Lifelong Process"
  • Kooperstionspartnerin: Prof. Dr. Kathin Leuze, Leibniz Universität Hannover

Laufzeit: 15.06.2015 - 15.07.2018

 

Berufliche Geschlechtersegregation und ihre Folge für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten im deutschen Arbeitsmarkt, 1. Förderphase

In diesem Projekt wird die Bedeutung von Berufen, die für den Erwerbsverlauf in Deutschland besonders prägend sind, für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt untersucht. Aus der bisherigen Forschung ist bekannt, dass typische Frauen- und Männerberufe mit ungleichen Arbeitsmarktchancen einhergehen. Daher analysieren wir die ungleichheitsrelevanten Konsequenzen der beruflichen Geschlechtersegregation, sowohl auf beruflicher als auch individueller Ebene. Zunächst untersuchen wir auf beruflicher Ebene, ob und wie sich Frauen- und Männerberufe abgesehen von ihrer Gechlechterzusammensetzung unterscheiden, zum Beispiel hinsichtlich ihres Lohnniveaus, ihrer Arbeitszeitausgestaltung oder ihrer Qualifikationserfordernisse. Darauf aufbauend prüfen wir, wie sich diese beruflichen Merkmale auf individuelle Erwerbsverläufe auswirken und ob sie zur (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten beitragen. Zur empirischen Analye beider Fragen bauen wir auf Basis des SIAB und des Mikrozensus ein Berufspanel auf, mit dem wir längerfristige Trends der beruflichen Geschlechtersegregation und deren Zusammenspiel mit anderen beruflichen Merkmalen nachzeichnen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden benutzt, um ungleichheitsrelevante Indikatoren der Berufsstruktur zu identifizieren. Diese werden den NEPS-Daten der Starkohorte 6 zugespielt und deren ungleichheitserzeugende Wirkung auf verschiedene Stationen weiblicher und männlicher Erwerbsverläufe analysiert, wie den Eintritt in den Arbeitsmarkt, die Karrieremobilität sowie Erwerbsunterbrechungen und Wiedereinstiege. 

  • Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Schwerpunktprogramm 1646 "Education as Lifelong Process"
  • Kooperationspartnerin:  Prof. Dr. Kathrin Leuze, Leibniz Universität Hannover

Laufzeit:  01.06.2012 - 31.05.2015