Das CHeriDDOC-Projekt startete seinen ersten internationalen Workshop inmitten der antiken Ruinen von Messene!
Antikes Messene, Griechenland, 21.–28. Juli 2026
Das Erasmus+-Projekt CHeriDDOC (Cultural Heritage Digital Documentation) freut sich, den erfolgreichen Start seines ersten internationalen Workshops bekannt zu geben, der vom 22. bis 28. Juli 2026 inmitten der atemberaubenden archäologischen Stätte des antiken Messene auf dem Peloponnes stattfand. Diese wegweisende Veranstaltung brachte 26 Studierende und 10 wissenschaftliche Betreuer der drei Partneruniversitäten des Projekts – der Nationalen Technischen Universität Athen (NTUA), der Universität Bamberg und der Universität Catania – zu einer intensiven Woche des Lernens, der Zusammenarbeit und der Entdeckungen an der Schnittstelle von Geschichte und Technologie zusammen.
Eine Woche, in der antike Ruinen auf modernste Technologie trafen
Sechs Tage lang verwandelte sich eine der am besten erhaltenen antiken Städte Griechenlands in einen lebendigen Unterrichtsraum. Umgeben von monumentalen Theatern, Heiligtümern und Sportanlagen, die seit über zwei Jahrtausenden bestehen, krempelten Studierende und Dozenten die Ärmel hoch, um modernste digitale Dokumentationswerkzeuge und -methoden direkt vor Ort anzuwenden und so innovativste Technologien mit jahrtausendealtem Kulturerbe zu verbinden.
Die Teilnehmer hatten die spannende Gelegenheit, praktische Erfahrungen in der digitalen Dokumentation des Kulturerbes zu sammeln und dabei Seite an Seite mit Kommilitonen und Experten aus ganz Europa in einem wahrhaft internationalen und interdisziplinären Umfeld zu arbeiten. Der Workshop verkörperte alles, wofür CHeriDDOC steht: fundierte akademische Ausbildung verbunden mit echter grenzüberschreitender Zusammenarbeit.
Im Laufe der Woche beschäftigten sich die Studierenden mit dem Ekklesiasterion (Odeon) sowie mit einigen architektonischen und skulpturalen Elementen des Asclepieion-Komplexes, darunter ein Säulensockel, ein Gebälk, ein Kapitell und ein Flachrelief, das einen Löwen darstellt. Im Rahmen der Aktivitäten wurden integrierte Vermessungstechniken (topografische Vermessung, terrestrische und drohnengestützte Photogrammetrie, terrestrisches Laserscanning und Mobiles Laserscanning / SLAM-Systeme) erprobt sowie die Aufbereitung und Verwaltung der erfassten Daten durchgeführt.
Helle Köpfe über Grenzen hinweg vereinen
Dieser erste Workshop ist ein bedeutender Meilenstein in der Mission von CHeriDDOC, die Ausbildung im Bereich Kulturerbe für das digitale Zeitalter zu modernisieren. Durch die Zusammenführung von Nachwuchstalenten und erfahrenen Pädagogen aus Griechenland, Deutschland und Italien fördert das Projekt eine neue Generation von Fachleuten im Bereich Kulturerbe, die mit den digitalen Kompetenzen ausgestattet sind, die die Branche dringend benötigt. Gleichzeitig werden dauerhafte akademische Partnerschaften geknüpft, deren Wirkung weit über diese einzelne Veranstaltung hinausreichen werden.
Über das Erasmus+ Projekt CHeriDDOC
CHeriDDOC (Cultural Heritage Digital Documentation) ist ein durch Erasmus+ gefördertes Projekt, das darauf abzielt, die Ausbildung im Bereich Kulturerbe zu modernisieren, indem digitale Dokumentationstechnologien in akademische Lehrpläne integriert und eine spezielle, frei zugängliche digitale Lernplattform entwickelt werden. Durch Lehrplanentwicklung, praxisorientierte Ausbildung vor Ort, internationale Workshops und studentische Mobilität schafft CHeriDDOC einen gemeinsamen europäischen Rahmen für Kompetenzen im Bereich der digitalen Dokumentation, schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis und fördert die nachhaltige Erhaltung des Kulturerbes für kommende Generationen.
Das Projekt wird von einem Konsortium aus drei führenden Universitäten koordiniert:
Nationale Technische Universität Athen (NTUA, Griechenland) – Prof. Dr. Maria Pateraki und Prof. Dr. Andreas Georgopoulos, an der Universität Catania, Italien von Prof. Dr. Cettina Santagati, und an der Otto-Friedrich Universität Bamberg von Prof. Dr. Mona Hess.
Acht Bamberger Studierende im Alten Messene
Von der Universität Bamberg fuhren acht Studierende und drei Dozentinnen der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften zum ersten Workshop. Auch die Zusammensetzung der Studierenden aus Bamberg war interdisziplinär: Georg Schindele, Felix Franke und Ria Hohage aus den Digitalen Denkmaltechnologien; Emilia Arendt und Franziska Krämer aus der Denkmalpflege sowie Justus Schmidt, Sophie Hiesmair und Estelle Fischer aus den archäologischen Wissenschaften. Als Dozierende waren Lea Puglisi M.A. M.Sc. , Patrizia Hanika M.Sc. und Prof. Dr. Mona Hess vom Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDwt, Arbeitsbereich Digitale Denkmaltechnologien) beteiligt.
CHeriDDoc Catania und CHEriDDoc Bamberg
Die zweite Ausgabe des internationalen Workshops findet 2027 statt und wird von der Universität Catania ausgerichtet. Studierende und Lehrende der drei Partneruniversitäten werden an ausgewählten Fallstudien im Umland von Catania arbeiten und damit die Rolle der Universität Catania als Bezugspunkt für Forschung und Ausbildung im Bereich digitaler Technologien zur Erfassung, Erhaltung und Aufwertung des kulturellen Erbes festigen. Bewerbungen für die begehrten Plätze werden wieder im April 2026 vom Lehrstuhl Digitale Denkmaltechnologien ausgeschrieben.
In der dritten Runde kommt der CHeriDDoc Workshop im Sommer 2028 an die Otto-Friedrich Universität Bamberg.
Dieser erste Workshop war also erst der Anfang; die zwei weiteren internationale Workshops, eine frei zugängliche digitale Lernplattform und eine Fülle gemeinsamer Bildungsressourcen stehen noch bevor, während CHeriDDOC seinen Weg zur Transformation der Bildung im Bereich des Kulturerbes in ganz Europa fortsetzt.
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Kontakt: info(at)cheriddoc.eu
Information zum Lehrstuhl und Masterstudiengang Digitale Denkmaltechnologien [https://www.uni-bamberg.de/kdwt/]
Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien [https://www.uni-bamberg.de/ddt/]
Finanziert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Staatlichen Stipendienstiftung (IKY) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.
Weitere Informationen in den folgenden Veröffentlichungen:
- https://www.unictmagazine.unict.it/dalle-rovine-di-messene-al-futuro-del-patrimonio-digitale (Italienisch)
- https://otavoice.gr/aytodioikitika-nea/2026/07/stin-archaia-messini-ylopoiithike-to-1o-diethnes-workshop-psifiakis-tekmiriosis-tis-politistikis-klironomias/ (Griechisch)
- https://www.farenews.gr/archaia-messini-diethnes-workshop-psifiaki-tekmiriosi-cheriddoc/ (Griechisch)
