Call for Papers: Paul Maar: Text-Bild-Medien für Kinder und Erwachsene.
Paul Maar ist ein facettenreicher Künstler, dem (und das ist selten!) der Spagat zwischen unterschiedlichsten Bereichen gelingt: Prosa, Drama, Film, Zeichnung – für Kinder und Erwachsene. Dabei reicht der bunte Bogen von „Der tätowierte Hund“ über die „Sams“-Bücher, „Lippels Traum“ und „Herr Bello und das blaue Wunder“ bis zu den jüngsten Veröffentlichungen „Lorna“, „Die Tochter der Zauberin“ und die Autobiographie „Wie alles kam. Roman meiner Kindheit“. Dieses umfangreiche, medienübergreifende Werk, das zudem von den ersten Publikationen bis heute sechzig Jahre europäischer Geschichte umspannt, will die Tagung wissenschaftlich neu und weiter erschließen.
Wie verändern sich (im Kontext historischer wie kulturtheoretischer Wandlungen) Familien- und Kindheitsbilder in Maars Gesamtwerk? Welche Konzepte von Gender, Race, Class, Body äußert es? Sind Figuren wie das Sams dezidiert hybrid, queer, inkommensurabel angelegt? Wie verbinden sich unterschiedliche Medien und Zeichensysteme wie Text, Bild, Theater, Film? Wie lassen sich Maars Gedichte, v.a. seine Reim- und Bildgedichte, in Lyriktraditionen einordnen? Welche Rolle spielen Tiere und Natur in seinen Texten und Zeichnungen? Welche Raumsemantiken, welche Zeitstrukturen, welche Ding-Kulturen zeigen sich darin? Das sind nur einige mögliche Themen, eine Vielzahl weiterer lässt sich entwickeln. Die Vorträge können dabei einzelne Werke ebenso in den Blick nehmen wie große Linien.
Die Studierenden- und Promovierenden-Tagung zum künstlerischen Gesamtwerk Paul Maars wird von Mittwoch bis Freitag, 23.-25.09.2026, an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg stattfinden (Organisation: Prof. Dr. Andrea Bartl). Die besten Vorträge werden als Schriftfassung in einem Tagungsband publiziert. Dieser Call for Paper richtet sich deshalb v.a. an Nachwuchswissenschaftler:innen (Studierende, Promovierende). Themenvorschläge für Kurzvorträge (20-25 Minuten) werden mit Exposé (max. 1 Normseite, d.h. max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen), Kontaktdaten und kurzen biographischen Informationen über die Verfasser:innen bis zum 15. Juni 2026 per E-Mail erbeten an: andrea.bartl(at)uni-bamberg.de .
Wir freuen uns auf Ihre spannenden Themenideen.