Sprachliche und visuell-räumliche Leistungen bei der Prädiktion von Rechenleistung und Rechenschwäche in der Grundschule (Dr. Dorothea Dornheim)

Vorliegende Ergebnisse aus Längsschnittstudien zu Zusammenhängen zwischen frühen allgemein-kognitiven Leistungen und späteren Rechenleistungen zeigen über den Einfluss des mathematischen Vorwissens hinaus die Bedeutung sprachbezogener und zentral-exekutiver Arbeitsgedächtnisleistungen. Der Beitrag visuell-räumlicher Leistungen wird kontrovers diskutiert. Detaillierte Befunde zu Zusammenhängen zwischen unterschiedlichen allgemein-kognitiven Leistungen und mathematischem Vorwissen im Kindergartenalter sind selten.

Im Rahmen einer entwicklungspsychologischen Längsschnittstudie haben 150 Vorschulkinder zweimal in ihrem letzten Kindergartenjahr eine Testbatterie mit Aufgaben zum mathematischen Vorwissen, zur räumlichen Intelligenzkomponente sowie zum räumlichen, zentral-exekutiven und sprachlichen Arbeitsgedächtnis bearbeitet. Am Ende der ersten und zweiten Klasse wurden Mathematikschulleistungstests durchgeführt.

In den Ergebnissen zeigen sich wie erwartet starke Zusammenhänge zwischen mathematischem Vorwissen und der Rechenleistung. Allgemein-kognitive Leistungen erbringen einen kleinen zusätzlichen Beitrag bei der Vorhersage. Dabei ergeben sich sowohl Zusammenhänge zwischen sprachlichen, visuell-räumlichen und zentral-exekutiven Leistungen und der Rechenleistung. Die Befunde werden mit Blick auf die Frühdiagnose schwacher Rechenleistungen in der Grundschule diskutiert.

Ergebnisse der Dissertation

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