Symposium: Do Tomorrow - Zukunft verstehen. Bildung gestalten.
In Vorträgen und Workshops werden innovative Praxisbeispiele vorgestellt – von der klimaneutralen Berufsschule über MINT- und BNE-Angebote bis hin zu erprobten Unterrichtsmaterialien. Dabei geht es um Zukunft im Klassenzimmer, um gesellschaftlichen Wandel, technologische Entwicklungen und die Frage, wie Bildung Orientierung und Gestaltungskraft vermitteln kann.
Do Tomorrow ist kein Tag für fertige Antworten, sondern für gute Fragen, neue Perspektiven und Austausch auf Augenhöhe. Ein Tag zum Vernetzen, Weiterdenken und Mutmachen.
Für alle, die Schule als Möglichkeitsraum sehen – und Lust haben, Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Tagesablauf:
- ab 08:30 Uhr:
Ankommen, Kennenlernen, Netzwerken - 09:00 Uhr:
Kurzvortrag und Diskussion, Vorstellung der Workshop-Organisation - 09:30 – 11:00 Uhr:
erster Workshop-Zeitslot (mehrere Workshop-Angebote zur Wahl) - 11:15 – 12:45 Uhr:
zweiter Workshop-Zeitslot (mehrere Workshop-Angebote zur Wahl) - 13:00 Uhr:
Abschluss(diskussion)
Zwei Workshops werden von der Professur Erziehungswissenschaft Schwerpunkt BNE durchgeführt:
Workshop “Mit Bildung die Zukunft ins Hier und Jetzt holen?”
Referentin: Prof. Anne Holfelder, Universität Bamberg
Das Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ soll Menschen dazu befähigen die gesellschaftliche Zukunft nachhaltig mitzugestalten. Eine Herausforderung besteht darin, dass Zukunft vermehrt negativ imaginiert wird und als Bedrohung erscheint. Dies kann zu Ohnmachtsgefühlen und einer Abkehr von der Thematik führen. Wie kann es gelingen, abstrakte Nachhaltigkeitsthemen ins Hier und Jetzt zu holen? Dieser Frage werden wir uns in dem Workshop mit Elementen aus der Zukunftswerkstatt nähern.
Lernziel: Die Teilnehmenden erhalten einen kurzen Input zu Zukunftswahrnehmungen bezüglich Nachhaltigkeitsthemen. Im Anschluss ist Raum für einen Ideenaustausch, der auch zugleich der Vernetzung dienen kann.
Workshop “Gemeinsam für die Zukunft – Wer gewinnt? Globale Ungleichheiten spielerisch erfahren”
Referentin: Sonja Richter (mit Seminargruppe), Universität Bamberg
Das 21. Jahrhundert ist geprägt von globalen Herausforderungen, die im Rahmen der AGENDA 2030 und den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) bearbeitet werden. Doch werden globale Herausforderungen auch global im Klassenzimmer verhandelt? Welches Wissen, welche Kompetenzen benötigen Lehrkräfte und Schüler:innen, um globalen Herausforderungen zukunftsorientiert zu begegnen?
Der Workshop greift ein spielbasiertes Setting auf, um globale Machtdifferenzen, Zielkonflikte und asymmetrische Handlungsspielräume sichtbar zu machen. Diese Erfahrungen werden anschließend theoriegeleitet reflektiert und in Bezug auf schulische Praxis eingeordnet: Welche Narrative von Entwicklung, Verantwortung und Zukunft werden im Unterricht (re-)produziert, und wie können sie im Sinne einer machtreflexiven Bildung für nachhaltige Entwicklung hinterfragt werden?
Lernziele: Die Teilnehmenden …
- erleben globale Machtdifferenzen und ungleiche Handlungsspielräume spielerisch
- analysieren diese Erfahrungen vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen
- reflektieren Chancen und Risiken spielbasierter Zugänge in BNE/Globalem Lernen
- entwickeln konkrete Einsatz- und Adaptionsmöglichkeiten anhand des eingesetzten Spiels für ihren Unterricht
