DIE ZEIT: Künstliche Intelligenz. Was das schlimmste KI-Szenario wäre

Ute Schmid: Wenn der größte Anteil der Menschheit durch Überdelegation von kognitiven Aufgaben an KI-Systeme intellektuell degeneriert und durch zunehmenden Ersatz von sozialen Kontakten durch intelligente Chatbots emotional verarmt.

In einem großen DIE ZEIT-Gespräch haben acht renommierte KI-Forschende ihre realistischsten Sorgen rund um Künstliche Intelligenz formuliert. Eine davon kommt von Prof. Dr. Ute Schmid. Sie sieht als größtes Risiko die Zunahme von Geschäftsmodellen und Anwendungen, die negative Auswirkungen auf menschliche Kompetenzen, soziales Miteinander und Umwelt haben. Das schlimmste Szenario wäre für Ute Schmid wäre, wenn der größte Anteil der Menschheit durch Überdelegation von kognitiven Aufgaben an KI-Systeme intellektuell degeneriert und durch zunehmenden Ersatz von sozialen Kontakten durch intelligente Chatbots emotional verarmt. Menschen verlernen, die Korrektheit von Inhalten kritisch zu bewerten, das Gespür für die Qualität von künstlerischen und kreativen Leistungen, sowie den Wert eines echten menschlichen Miteinanders. Damit KI-Systeme menschliche Entscheidungs- und Problemlöseprozesse sinnvoll unterstützten können, braucht es mündige, kompetente und reflektierte Menschen. Ohne eine gründliche Reformation unseres Bildungssystems könnten wir in der Zukunft in einer Gesellschaft leben, bei der schnelle Bedürfnisbefriedigung an die Stelle intrinsischer Motivation und Anstrengungsbereitschaft tritt, wesentliche fachliche Kompetenzen nicht mehr vorhanden sind und KI-Systeme damit kaum noch kontrolliert werden können und Menschen sich mit mittelmäßigen Angeboten und Erfahrungen aus zweiter Hand zufrieden geben.

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