ICIS 2025 in Nashville: Einblicke in VAR, GenAI-Beziehungen und Schocks
Der Lehrstuhl präsentierte mehrere Beiträge auf der ICIS 2025: In einem TREO Talk (gemeinsam mit Prof. Dr. Sven Laumer, FAU Erlangen-Nürnberg) wurde der Video Assistant Referee (VAR) als praxisnahes Beispiel genutzt, um Lehren für IS-Forschung und -Praxis abzuleiten, etwa mit Blick auf Entscheidungsunterstützung, Governance und die Akzeptanz soziotechnischer Systeme.
Gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Bamberg (Laura Bayor, Dr. Christoph Weinert, Prof. Dr. Tim Weitzel) wurde zudem untersucht, wie sich Beziehungen zu Conversational Agents (GenAI) auf Mensch-Mensch-Interaktionen auswirken können und umgekehrt. Theoretisch knüpft die Arbeit an Spillover- und Kompensationseffekte an und diskutiert, unter welchen Bedingungen GenAI-Interaktionen soziale Beziehungen ergänzen oder ersetzen.
Ein weiterer Beitrag entstand in Kooperation mit Dr. Juuli Lumivalo und Prof. Dr. Tuure Tuunanen (University of Jyväskylä) und adressiert die Frage, warum Nutzer:innen digitale „Shocks“ unterschiedlich interpretieren. Dafür wurden Personal Construct Theory und Sensemaking integriert. Auf Basis von 94 Laddering-Interviews zeigt die Studie u. a. verschiedene thematische Shock-Typen und wie stark selbst scheinbar „nicht-digitale“ Störungen durch digitale Technologien vermittelt und eingeordnet werden.
Insgesamt bot die ICIS 2025 wieder wertvolle Impulse und Ideen für unsere Forschung und zugleich viele Anknüpfungspunkte für kommende Arbeiten am ishands-Lehrstuhl.
