New DATA BASE Paper

Wenn CEOs zu digitalen Aktivisten werden – Chance oder Reputationsrisiko?
Der in Kürze erscheinender Artikel „CEO Digital Activism and Its Impact on Corporate Reputation Management” (Marx, Brünker, Mirbabaie & Stieglitz, im Druck) wurde von The DATA BASE for Advances in Information Systems angenommen!
CEOs äußern sich zunehmend über soziale Medien zu politischen, sozialen und moralischen Themen – von Nachhaltigkeit und Diversität bis hin zu geopolitischen Konflikten. Aber was bedeutet das für die Unternehmensreputation?
Basierend auf 22 qualitativen Interviews mit CEOs und Kommunikationsexperten stellen wir fest, dass der digitale Aktivismus von CEOs ein zweischneidiges Schwert ist:
✅ Er kann die Reputation des Unternehmens stärken
-CEOs fungieren als mächtige „Megafone” für Veränderungen in der Branche
-Ihre persönliche Authentizität kann Vertrauen auf die Unternehmensmarke übertragen
-Sie verschaffen Organisationen direkten Zugang zum öffentlichen Diskurs
⚠️ Gleichzeitig schafft er strategische Risiken
-Risiko einer Diskrepanz zwischen persönlichen Ansichten und Unternehmensstrategie
-Erhöhte Gefährdung durch Social-Media-Shitstorms
-Versunkene Kosten bei hohen Investitionen in die persönliche Marke eines CEOs
Die wichtigste Erkenntnis: Der digitale Aktivismus von CEOs ist nicht nur eine individuelle Ausdrucksform – er ist eine strategische Schnittstelle zwischen Führung, Social-Media-Plattformen und dem Reputationsmanagement von Unternehmen. Unternehmen benötigen strukturierte und dennoch flexible Rahmenbedingungen, um Authentizität und Ausrichtung in Einklang zu bringen.

Marx, J., Brünker, F., Mirbabaie, M., & Stieglitz, S. (Forthcoming). CEO digital activism and its impact on corporate reputation management. The DATA BASE for Advances in Information Systems, In Press.