Vision für den Wissens- und Technologietransfer
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat mit dem Leitbild Transfer ein klares Bekenntnis zu einem forschungsbasierten und gesellschaftsorientierten Transfer formuliert. Sie versteht Transfer als Aufgabe, auf der Basis zukunftsweisender Forschung und fundierter, methodengesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse einen aktiven Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen und Transformationen zu leisten. Neben exzellenter Forschung und Lehre wird Transfer das Profil der Universität zukünftig noch stärker prägen. Aufbauend auf einem breiten Transferverständnis und den folgenden Leitsätzen folgt die Universität dabei der Vision gesellschaftliche Innovations- und Transformationsprozesse zukunftsorientiert mitzugestalten.
Einfluss nehmen – Gesellschaft verändern
Die Universität Bamberg fördert gesellschaftlichen Wandel, Erneuerung und Innovation durch das verzahnte Zusammenspiel von Forschung, Lehre und Transfer.

Die Universität Bamberg begleitet Prozesse der Transformation und des sozialen Wandels, indem sie Problemstellungen aus Wirtschaft und unternehmerischer Praxis, dem Bildungssektor, der Kultur, Politik, der öffentlicher Verwaltung und der Zivilgesellschaft aufgreift und wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich macht und weitergibt.
Forschungsrelevanz, gute Lehre und gesellschaftlicher Mehrwert gehen Hand in Hand und setzen wechselseitig Impulse. Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten werden Veränderungen und Innovationen initiiert und umgesetzt. Diese kooperativen Forschungs- und Entwicklungsprozesse schaffen die Voraussetzungen, um komplexe, multikausale Problemlagen zu analysieren und tragfähige Lösungsansätze und Handlungsoptionen zu entwickeln.
Der an der Universität Bamberg geleistete Transfer trägt zu einem tieferen Verständnis gesellschaftlicher und kultureller Zusammenhänge bei, bietet Orientierung und erweitert das Entscheidungs- und Handlungsvermögen gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure. Zugleich stärkt er die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschafts- und Bildungsstandorte Bayern und Deutschland.
Auf diese Weise leistet Transfer einen wesentlichen Beitrag gesellschaftliche Innovations- und Transformationsprozesse aktiv und wissenschaftlich evidenzbasiert mitzugestalten.
Vernetzt forschen– Wissen verbinden
Transfer an der Universität Bamberg verbindet das Wissen verschiedener Disziplinen und Praxiskontexte zugunsten eines umfassenden Verständnisses gesellschaftlicher Transformations- und Innovationsprozesse und der nachhaltigen Entwicklung tragfähiger Lösungsansätze für große Fragen unserer Zeit.

Globale Krisen und gesellschaftliche Umbrüche sind durch komplexe, multikausale Problemlagen gekennzeichnet, die sich meist nicht durch einfache (technische) Interventionen lösen lassen. Sie erfordern die Bereitschaft, Gewohnheiten und etablierte Denkmuster zu hinterfragen sowie gefestigte Verhaltensweisen grundlegend zu verändern.
Vor diesem Hintergrund zählt eine gelebte Inter- und Transdisziplinarität zu den Stärken der Bamberger Forschung. Aus der koordinierten Zusammenarbeit über Fach- und Fakultätsgrenzen hinweg ergeben sich vielfältige Potenziale, langfristig nachhaltige Veränderungen in Systemen und Strukturen zu bewirken.
Die inter- und transdisziplinäre Kooperation verknüpft das Wissen und die theoretischen wie methodischen Zugänge verschiedener Fachbereiche und unterschiedlicher Stakeholdergruppen. Dadurch können komplexe Zusammenhänge tiefer durchdrungen werden und zu einem ganzheitlicheren Verständnis von Problemlagen beitragen. Der Einbezug von gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren ermöglicht es zudem, wertvolles Erfahrungswissen für die Wissenschaft zugänglich zu machen und wichtige Bedarfe zu berücksichtigen.
In offenen Begegnungs- und Experimentierräumen werden neue Wege des Dialogs und des Austauschs erkundet und innovative Formate erprobt. Das Zusammenspiel verschiedener Wissensformen fördert Kreativität und Innovationen und erleichtert die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.
International wirken - regional handeln
Die Universität Bamberg ist weltweit vernetzt und regional verankert. Sie leistet sichtbar Beiträge zur Lösung zentraler wirtschaftlicher, technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen sowie historisch-kultureller Fragestellungen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

Als international anerkannter Forschungsstandort pflegt die Universität Bamberg langjährige, erfolgreiche Partnerschaften mit über 350 Universitäten und Hochschulen in 70 Ländern sowie mit weiteren Forschungseinrichtungen, darunter führende Institutionen in Europa und den USA. Forschungs- und Lehrkooperationen in aller Welt, globale Mobilität und grenzüberschreitende Verantwortung gehören zum Kern ihres Selbstverständnisses.
Durch eine stärkere Integration des Transfergedankens in die Forschungsprozesse werden wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam mit Interessengruppen, Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie Bürgerinnen und Bürgern auch auf europäischer und globaler Ebene wirksam gemacht. Der internationale Transfer basiert auf langjährigen Kooperationen auf Augenhöhe, der gezielten Unterstützung multilateraler und internationaler Kooperationsgremien sowie auf dem Aufbau einer universitätsweiten Willkommenskultur.
Zugleich ist und bleibt die Universität der Stadt Bamberg und der Region Oberfranken mit ihrem dynamischen Innovationsgeist und ihrem gelebtem Traditionsbewusstsein tief verbunden. Die Universität profitiert in besonderer Weise von nachhaltigen Partnerschaften mit regionalen Unternehmen, darunter insbesondere auch international erfolgreichen mittelständischen Betrieben. Zudem trägt sie zur aktiven Mitgestaltung einer dynamischen Gründungs-, Kultur- und Kreativszene bei und ist eng in eine engagierte und lebendige Stadtgesellschaft eingebunden.
Diese Erfolgsfaktoren werden im fortwährenden Austausch und engem Miteinander kontinuierlich weiterentwickelt, um gemeinsam Innovationen anzustoßen und voranzutreiben.
Dezentral engagieren - gemeinsam gestalten
Transfer lebt vom Engagement der Bamberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie auch der Mitarbeitenden des wissenschaftsstützenden Bereichs. Gemeinsam gestalten sie Transfer wirkungsvoll und nachhaltig.

Das Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die neben ihren Aktivitäten in Forschung und Lehre Kontakte zur Praxis pflegen und vertrauensvolle Partnerschaften zu Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Bildung, Kultur, Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Fachcommunities aufbauen, ist essenziell für den erfolgreichen Wissenschafts-Praxis-Transfer.
Um Transferaktivitäten erfolgreich umzusetzen, bedarf es darüber hinaus der engen Zusammenarbeit innerhalb der Universität selbst. Mitarbeitende des wissenschaftsstützenden Personals nehmen eine zentrale Rolle ein, wenn es darum geht, Umsetzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zu identifizieren.
Mit ihrem Erfahrungs- und Prozesswissen geben sie darüber hinaus wertvolle Anregungen zur Transfergestaltung. Auf Leitungsebene werden zugleich strategische Kooperationen geschlossen und Aktivitäten in zukunftsweisenden Forschungs- und Transferfeldern angestoßen. Bei der Weiterentwicklung von Transfer setzt die Universität Bamberg auf einen ganzheitlichen institutionellen Ansatz, um in Wissenschaft und Verwaltung Transferkompetenzen aufzubauen und Anreize und Unterstützungsstrukturen zu schaffen.
Forschende, Lehrende und Mitarbeitende wirken in einem gemeinsamen Prozess des Lernens, Anpassens und Veränderns zusammen und können so Transferleistungen kontinuierlich verbessern und erfolgreich mitgestalten.
