Staatsexamen

Beratungslehrkraft

Zusatzqualifikation für Lehrkräfte: schulische Beratung bei Laufbahnfragen, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten sowie psychosozialen Problemlagen.

Überblick

Ziel des Studiums ist es, Lehrkräfte auf professionelle Beratungs- und Unterstützungsaufgaben im schulischen Kontext vorzubereiten. Beratungslehrkräfte beraten Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulen bei Fragen der Schullaufbahn, bei Lern- und Leistungsproblemen, bei schulischen Konflikten oder bei pädagogisch-psychologischen Fragestellungen.

Vermutung

Das ist doch einfach ein Lehramt mit mehr Gesprächsführung.

Antwort

Der Studienplan enthält 30 LP Psychologie – psychologische Diagnostik und Methodik sind kein Bonus, sondern Kern der Qualifikation.

Besonderheiten und Schwerpunkte

  • Staatlich geregeltes Erweiterungsstudium, parallel zum Lehramtsstudium oder nachträglich
  • Zentraler Studienschwerpunkt: Psychologie, insbesondere in den Bereichen Diagnostik, Beratung, Persönlichkeitsentwicklung, Lern- und Leistungsstörungen
  • Ergänzend Inhalte aus Schulpädagogik und Soziologie, die schulische Strukturen, soziale Bedingungen von Bildung sowie institutionelle Rahmenbedingungen in den Blick nehmen
  • Enge Verzahnung von Theorie und Praxis durch Hospitationen und schulische Praxisphasen

Voraussetzungen

  • Zulassungsbeschränkt
  • Örtliches Vergabeverfahren
  • Bewerbung erforderlich

ECTS-Verteilung

60 ECTS gesamt
Psychologie 30 ECTS
(Schul-)Pädagogik
25 ECTS
5 ECTS Soziologie

Beratungslehrkraft als Erweiterungsstudium (60 ECTS): 30 ECTS Psychologie, 25 ECTS (Schul-)Pädagogik, 5 ECTS Soziologie. Quelle: Studiengangsbeauftragter Dr. Markus Heibler.

Beispiele für Module, die Sie belegen können

Pädagogisch-psychologische Diagnostik

Persönlichkeitspsychologie und Klinische Psychologie der Schule

Beratungspsychologie und Einzelfallinterventionen

Felder der Beratung

Theoretische Grundlagen der Beratung

Sozialpolitik und Ungleichheit

Nach dem Studium

Das Erweiterungsstudium eröffnet keine eigenständige Laufbahn, sondern erweitert das berufliche Profil innerhalb des Lehramts um ein spezialisiertes Aufgabenfeld.

Lehre und Ort

2 Studierende sitzen am Kranen und schauen gemeinsam in einen Laptop
2 Studierende sitzen am Kranen und schauen gemeinsam in einen Laptop
Pflichtpraktikum, ZLB/ZeBeR

Lehramtsstudierende absolvieren am Kompetenzzentrum Beratung im schulischen Kontext (ZeBeR) ein Pflichtpraktikum mit eigenverantwortlichen Einzelberatungen, Inter- und Supervision sowie Trainingsmaßnahmen; das Praktikum wird gemäß §110 LPO I durch das Praktikumsamt Oberfranken anerkannt.

Internationale Studierende mit ihren Flaggen am Markusplatz
Internationale Studierende mit ihren Flaggen am Markusplatz
Sprachlernberatung, ZeBeR

Carmen Herrmann (ZeBeR, Huwi) bietet seit dem Wintersemester 2023/24 eine Sprachlernberatung in Kooperation mit Schülerinnen und Schülern des Franz-Ludwig-Gymnasiums an.

2 Studierende sitzen am Kranen und schauen gemeinsam in einen Laptop
2 Studierende sitzen am Kranen und schauen gemeinsam in einen Laptop
Internationale Studierende mit ihren Flaggen am Markusplatz
Internationale Studierende mit ihren Flaggen am Markusplatz
Pflichtpraktikum, ZLB/ZeBeR

Lehramtsstudierende absolvieren am Kompetenzzentrum Beratung im schulischen Kontext (ZeBeR) ein Pflichtpraktikum mit eigenverantwortlichen Einzelberatungen, Inter- und Supervision sowie Trainingsmaßnahmen; das Praktikum wird gemäß §110 LPO I durch das Praktikumsamt Oberfranken anerkannt.

Sprachlernberatung, ZeBeR

Carmen Herrmann (ZeBeR, Huwi) bietet seit dem Wintersemester 2023/24 eine Sprachlernberatung in Kooperation mit Schülerinnen und Schülern des Franz-Ludwig-Gymnasiums an.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zu Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt?
Beide Studiengänge sind staatlich geregelte Studiengänge mit Psychologie-Schwerpunkt im schulischen Kontext, mit unterschiedlicher Eingangsvoraussetzung und Berufsperspektive. Die Beratungslehrkraft-Erweiterung baut auf einem Lehramtsstudium auf - parallel oder nachträglich - und qualifiziert Lehrkräfte für Beratungs- und Unterstützungsaufgaben innerhalb der Schule. Sie bleiben in der Rolle der Lehrkraft mit erweiterter Beratungsfunktion. Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt baut auf einem Bachelorstudium Psychologie auf und qualifiziert für die eigenständige Tätigkeit als Schulpsychologin oder Schulpsychologe - als Berufsrolle neben den Lehrkräften.
AllgemeinWas kostet das Studium pro Semester?
Studiengebühren fallen für ein grundständiges Studium nicht an. Pro Semester ist ein Beitrag in Höhe von 123,22 Euro zu zahlen (Stand Sommersemester 2026): 70,00 Euro Studierendenwerksbeitrag und 53,22 Euro Semesterticket. Das Semesterticket gilt rund um die Uhr in Stadt und Landkreis Bamberg, auch in der vorlesungsfreien Zeit.

Quelle Überweisung Semesterbeiträge ·Semesterticket

AllgemeinWie finde ich ein Zimmer oder eine Wohnung in Bamberg?
Es empfiehlt sich, früh mit der Wohnungssuche zu beginnen. Studierendenwohnheime werden vom Studierendenwerk Würzburg, dem Collegium Oecumenicum Bamberg (COE), der Joseph-Stiftung, der Baugenossenschaft sowie der Stadtbau GmbH betrieben. Mietbeginn ist jeweils der 1. Oktober (Wintersemester) bzw. 1. April (Sommersemester), Mindestmietdauer ein Semester. Parallel lohnt sich die Suche auf dem privaten Wohnungsmarkt.

Quelle Wohnen in Bamberg

AllgemeinWie kann ich die Universität Bamberg vor der Bewerbung kennenlernen?
Mehrere Wege stehen Ihnen ganzjährig offen: Die Zentrale Studienberatung berät kostenlos und unverbindlich – persönlich, telefonisch oder online – und vermittelt bei fachlichen Fragen an die zuständige Studiengangsberatung weiter. Den Studienalltag erleben Sie über die öffentlichen, kostenlosen Vortragsreihen und Ringvorlesungen oder als Gasthörerin oder Gasthörer in einzelnen Lehrveranstaltungen; die über die Innenstadt verteilten Gebäude und Bibliotheken können Sie ohnehin frei besuchen. Einmal im Jahr bündelt der Studieninfotag im Frühjahr Vorträge und Führungen – mit Überblick zu Bachelor-, Lehramts- und Masterstudiengängen. Speziell für Schülerinnen und Schüler gibt es zusätzlich die Schnupperuni und das Frühstudium.

Quelle Zentrale Studienberatung ·Öffentliche Vortragsreihen und Ringvorlesungen ·Gaststudium ·Studieninfotag ·Angebote für Schülerinnen und Schüler

AllgemeinWie hoch ist die Arbeitsbelastung pro Woche?
Ein Vollzeitstudium ist auf 30 ECTS-Punkte pro Semester ausgelegt. Das entspricht einer Gesamtarbeitsbelastung von 32 bis 39 Stunden pro Woche – Präsenzzeit in Lehrveranstaltungen plus Vor- und Nachbereitung, Hausarbeiten und Prüfungsvorbereitung. Wer dieses Pensum nicht in Vollzeit leisten kann, kann fast alle Bachelor- und Masterstudiengänge auch in Teilzeit (max. 18 ECTS pro Semester) studieren.

Quelle Vollzeitstudium an der Universität Bamberg ·Teilzeitstudium an der Universität Bamberg

Weitere häufige Fragen zum Studium in Bamberg

Dokumente und offizielle Quellen

Frage zum Studiengang?

Schreiben Sie der Zentralen Studienberatung – sie leitet Ihre Frage weiter und meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen.

Bei Bedarf leiten wir Ihre Frage an die zuständige Stelle weiter.

Datenschutzhinweise zum Formular

Dieses Studienportal bietet ein Kontaktformular zur Studienberatung an. Bei einer Anfrage über das Kontaktformular werden folgende Daten verarbeitet:

  • Name (freiwillige Angabe)
  • E-Mail-Adresse (für die Rückantwort)
  • Inhalt der Nachricht

Die Daten werden per E-Mail an die Zentrale Studienberatung der Universität Bamberg übermittelt und ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO i. V. m. Art. 82 BayHIG – die Studienberatung ist eine öffentliche Aufgabe der Universität.

Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Bearbeitung Ihrer Anfrage nicht mehr erforderlich sind.

Allgemeine Datenschutzhinweise der Universität Bamberg

  • Telefonisch über die Zentrale Studienberatung: 0951 863-1422 – Mo–Fr 10–12 Uhr

So bewerben Sie sich

Zulassungsbeschränktes Lehramt – Bewerbung übers Hochschulportal, fester Bewerbungsschluss, Auswahlverfahren entscheidet über die Zulassung.

  1. 1

    Hochschulzugangsberechtigung prüfen

    Klären Sie, ob Sie eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife besitzen.

  2. 2

    Im Hochschulportal registrieren

    Legen Sie ein Konto im Hochschulportal an. Bei Studiengängen über Hochschulstart kommt eine zusätzliche Registrierung dort dazu.

  3. 3

    Bewerbung einreichen

    Bewerben Sie sich übers Hochschulportal und laden Sie alle geforderten Unterlagen hoch.

    Bewerbungsfrist: 15. Juli (Wintersemester) bzw. 15. Januar (Sommersemester), 24:00 Uhr.

  4. 4

    Zulassungsbescheid abwarten

    Nach dem Auswahlverfahren erhalten Sie einen Zulassungs- oder Ablehnungsbescheid. Bei Zulassung müssen Sie das Studienplatz-Angebot fristgerecht annehmen.

  5. 5

    Einschreibung vornehmen

    Nach Annahme des Studienplatzes schreiben Sie sich im Hochschulportal ein und reichen die Originalunterlagen bei der Studierendenkanzlei ein.

Internationale Studieninteressierte mit einem im Ausland erworbenen Zeugnis: Für Sie gelten eigene Fristen und ein verpflichtender Bewerbungsschritt über das International Office – auch bei zulassungsfreien Studiengängen. Hinweise für internationale Studieninteressierte