Call DFG-Schwerpunktprogramm "Rethinking Disinformation (Re:DIS)” (SPP 2573) (Frist Projektanträge: 1. November 2025)
Das Schwerpunktprogramm geht theoretischen Grundlagenfragen nach, die an den Schnittstellen mehrerer Fächer liegen. Bisher wird beispielsweise über Fake News und Verschwörungstheorien in der Philosophie, der Psychologie, der Kommunikations- und der Medienwissenschaft und im Medienrecht geforscht, ohne dass die Forschungs- und Diskussionsstände der jeweiligen Nachbarfächer bekannt wären. Re:DIS soll eine gemeinsame Forschungsplattform für die Desinformationsforschung verschiedener Fachgebiete schaffen.
Zu den Zielen von Re:Dis gehört es, einen gemeinsamen begrifflichen und theoretischen Rahmen zu erarbeiten und insbesondere Grenzfälle von Desinformation, in denen die Überzeugungsbildung der Adressaten subtil manipuliert wird, besser zu verstehen. Dies ist unter anderem für die rechtliche Regulierbarkeit von Desinformation unerlässlich: Die Gesellschaft und der Gesetzgeber müssen begründet entscheiden, welche Art von Desinformation in einer liberalen Demokratie in Kauf zu nehmen ist und welche aus dem Schutzbereich der Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit herausfällt.
Anträge für die erste Förderperiode (2026 bis 2029) können bis zum 1. November 2025 gestellt werden.
Weitere Informationen zum Call finden Sie unter: https://www.dfg.de/de/aktuelles/neuigkeiten-themen/info-wissenschaft/2025/ifw-25-45.