Die Lehrstuhlinhaberin ist an mehreren groß angelegten Forschungsprojekten beteiligt:
Der Bildungsbericht ist seit dem Jahr 2006 Teil der „Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring“. Erklärtes Ziel dieser Strategie der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) ist es, durch kontinuierliche und datengestützte Beobachtungen und Analysen Informationen aufzubereiten und für politisches Handeln bereitzustellen. Der Bildungsbericht soll unterschiedliche Akteure der Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Praxis erreichen. Darüber hinaus adressiert der Bericht Informationen über Trends im Bildungswesen an die interessierte Öffentlichkeit, die Wissenschaft sowie Lehrende und Lernende.
Das Projekt nimmt digitale und datenbezogene Kompetenzen der bundesdeutschen Bevölkerung repräsentativ und langfristig in den Blick und hilft zu verstehen, wie diese Kompetenzen sich entwickeln. Erfasst werden dabei die zentralen, grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten von Menschen, die als Voraussetzung für einen kompetenten Umgang mit digitalen Informationen und Daten im Lebensalltag anzusehen sind.
In Deutschland existiert eine Reihe gut etablierter Längsschnittprogramme. Eine systematische und zukunftsorientierte sozialwissenschaftliche Forschung muss indes ständig mit neuen Entwicklungen Schritt halten und daher zusätzlich auf neue Datentypen, z.B. aus administrativen Prozessen, digitaler Kommunikation und Mobilität sowie auf neue Formen der Datenerhebung und qualitätssichernder Maßnahmen hinsichtlich methodenimmanenter Verzerrungen zurückgreifen. Um diese neuen Datenräume zu erschließen und damit das Verständnis großer gesellschaftlicher Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte erweitern zu können, hat das Programmkomitee das auf Dauer angelegte Infrastruktur-Schwerpunktprogramm „Neue Datenräume für die Sozialwissenschaften“ (SPP 2431) konzipiert und gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet.
Durch die Kartierung vorhandener Längsschnittdaten schulischer Bildung in ausgewählten mittel- und südeuropäischen Staaten und ihrer zentralen Merkmale wird eine neue Datenquelle für die bildungswissenschaftliche Forschung in Europa geschaffen. Diese ergänzt die bekannten, europäisch-vergleichenden Querschnittserhebungen. Mit dem hieraus gewonnenen Wissen können Ungleichheiten und dazugehörige Trends in verschiedenen europäischen Bildungssystemen erkannt und beleuchtet werden. Die Vermittlung dieses Wissens mündet in der Bereitstellung von Leitlinien zur Erstellung zusätzlicher Datenquellen dieser Art. Die Vergleichbarkeit der Daten wird verbessert, weitere Forschungsdesiderate können aufgezeigt und Empfehlungen für die Politik und andere handelnde Akteure gegeben werden.
Das Startchancen-Programm des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend adressiert Grund-, weiterführende und berufliche Schulen in sozial herausfordernder Lage in allen Bundesländern. Das Programm zielt prioritär auf die Stärkung der Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern in Deutsch und Mathematik, die Unterstützung ihrer Persönlichkeitsentwicklung sowie eine Förderung der Ausbildungsreife und Berufsfähigkeit. Des Weiteren sollen Schulentwicklungsmaßnahmen initiiert und wissenschaftlich begleitet werden. Zum Schuljahr 2024/25 sind deutschlandweit 2.125 Schulen in das Programm gestartet – perspektivisch sollen bis zum Schuljahr 2026/2027 über 4.000 Schulen gefördert werden.
Weiterführende Informationen zu den Forschungsprojekten der Lehrstuhlinhaberin finden Sie auch in ihrem Profil auf den Websites des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi).