Aktuelle Drittmittelprojekte der Lehrstuhlinhaberin:
Das Projekt nimmt digitale und datenbezogene Kompetenzen der bundesdeutschen Bevölkerung repräsentativ und langfristig in den Blick und hilft zu verstehen, wie diese Kompetenzen sich entwickeln. Erfasst werden dabei die zentralen, grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten von Menschen, die als Voraussetzung für einen kompetenten Umgang mit digitalen Informationen und Daten im Lebensalltag anzusehen sind.
In Deutschland existiert eine Reihe gut etablierter Längsschnittprogramme. Eine systematische und zukunftsorientierte sozialwissenschaftliche Forschung muss indes ständig mit neuen Entwicklungen Schritt halten und daher zusätzlich auf neue Datentypen, z.B. aus administrativen Prozessen, digitaler Kommunikation und Mobilität sowie auf neue Formen der Datenerhebung und qualitätssichernder Maßnahmen hinsichtlich methodenimmanenter Verzerrungen zurückgreifen. Um diese neuen Datenräume zu erschließen und damit das Verständnis großer gesellschaftlicher Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte erweitern zu können, hat das Programmkomitee das auf Dauer angelegte Infrastruktur-Schwerpunktprogramm „Neue Datenräume für die Sozialwissenschaften“ (SPP 2431) konzipiert und gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet.
- Horizont-Europa-Projekt „LINEup - Longitudinal data for INequalities in Education”
Verfügbare Daten zu nutzen und in methodisch fundierte Untersuchungen und Bewertungen zu investieren, ist essenziell für die Gestaltung und Umsetzung wirksamer, gerechter und effizienter Interventionen und Strategien. Systematische Bemühungen, um evidenzbasierte Ansätze für die Gestaltung und Umsetzung von Interventionen zu schaffen, sind indes nicht in allen europäischen Bildungssystemen gleichermaßen üblich.
In diesem Zusammenhang wirkt LINEup daraufhin, die wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine qualitativ hochwertige Bildung für alle zu ermitteln. Das Projekt konzentriert sich auf den Bildungserfolg und das Erreichen von Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern (im Alter von sechs bis 18 Jahren) in Grundschulen und weiterführenden Schulen. Basiskompetenzen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften gelten dabei als Schlüsselelemente für die persönliche Entwicklung, die Vorbereitung für den Arbeitsmarkt sowie eine aktive gesellschaftliche Partizipation.
Das Startchancen-Programm des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend adressiert Grund-, weiterführende und berufliche Schulen in sozial herausfordernder Lage in allen Bundesländern. Das Programm zielt prioritär auf die Stärkung der Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern in Deutsch und Mathematik, die Unterstützung ihrer Persönlichkeitsentwicklung sowie eine Förderung der Ausbildungsreife und Berufsfähigkeit. Des Weiteren sollen Schulentwicklungsmaßnahmen initiiert und wissenschaftlich begleitet werden. Zum Schuljahr 2024/25 sind deutschlandweit 2.125 Schulen in das Programm gestartet – perspektivisch sollen bis zum Schuljahr 2026/2027 über 4.000 Schulen gefördert werden.
Weiterführende Einblicke in die Forschungstätigkeit der Lehrstuhlinhaberin bietet ihr Profil auf den Seiten des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi).