Profil des Studiengangs
Lernen und Schließen: beide KI-Traditionen
Viele KI-Studiengänge konzentrieren sich auf datengetriebenes maschinelles Lernen. In Bamberg stehen im Pflichtbereich beide großen Traditionen nebeneinander: Einführung in Maschinelles Lernen und Logische Wissensrepräsentation und Schließen. Studierende lernen, wann welcher Ansatz trägt, und arbeiten in Projekten an hybriden, neuro-symbolischen Systemen, die beide Welten verbinden – Voraussetzung dafür, KI nachvollziehbar und robust zu entwickeln. In dieser Breite ist die Kombination selten. Getragen wird der Studiengang gemeinsam von zwei Fakultäten: der Fakultät WIAI und dem Institut für Statistik der Fakultät SoWi, insgesamt 29 Professorinnen und Professoren.
Forschungsumfeld
Zwei Forschungssäulen: BaCAI und ZIAI
Im 2024 eröffneten BaCAI (Bamberg Center for Artificial Intelligence) bündeln acht Kern-KI-Professuren und elf weitere Lehrstühle mit KI-Bezug Forschung und Lehre; sieben dieser Lehrstühle gehen auf den bayerischen KI-Wettbewerb 2020 zurück. Leitung: Prof. Schmid (EurAI Fellow, acatech-Mitglied, Communicator-Preis der DFG 2026). Forschungsfokus: nachvollziehbare, interaktive, transparente und robuste KI. Daneben steht mit dem ZIAI (Zentrum für Innovative Anwendungen der Informatik) und seinem Smart City Research Lab eine zweite Säule für anwendungsnahe KI in Verwaltung, Infrastruktur und Gesellschaft.
Erfolge und Auszeichnungen
Weltmeistertitel und ausgezeichnete Fakultät
Der studentische BamBirds-Agent spielt eigenständig Angry Birds – mit Bildverarbeitung, Handlungsplanung und qualitativer Physik – und gewann zweimal die IJCAI-Weltmeisterschaft (2016 und 2019). Beim Tensor Tournament Machine-Learning-Hackathon erzielten Bamberger Teams das beste Ergebnis vor FAU und TU München. Die Fakultät WIAI wurde zudem für ihr Engagement um Chancengleichheit geehrt: mit dem europäischen Minerva Informatics Equality Award (2018) und einem Preis der Gesellschaft für Informatik (2024).