ERBA-SOUND (Ecological Recording for Biodiversity Assessment of Soundscapes)

Projektbeschreibung

The ERBA-SOUND project investigates the biodiversity of a semi-natural urban soundscape on ERBA Island in Bamberg. The project focuses on long-term acoustic monitoring at several sensor locations. The goal is to systematically record animal vocalizations and anthropogenic sound sources across different seasons. The focus is on birds, with supplementary data on insects, amphibians, and bats. The goal is to analyze the ecological dynamics of a habitat situated at the interface between the city and nature. Data collection takes place at three locations in the northern part of ERBA Island. Both audible sound events and seasonally limited ultrasonic signals are recorded. The ultrasonic measurements are used in particular to investigate activity patterns relevant to bats. The recordings are analyzed using AI-supported audio classification methods. This process automatically estimates animal species or species groups as well as their vocal activity. 

In addition, bioacoustic indices are used to describe the diversity and complexity of the soundscape. The relationship between biophonic and anthropogenic sound is also analyzed. A key research focus is the connection between noise pollution and biodiversity. In addition, seasonal and diurnal activity patterns are examined. The scientific validation will be supported by experts from the field of nature conservation. Particular emphasis is also placed on developing a data protection-compliant procedure for acoustic research in urban areas. Overall, the project aims to provide reliable bioacoustic data for the analysis of urban biodiversity.

Laufzeit

Mai 2026 - April 2027

Mitarbeiter

  • Prof. Dr. Jakob Abeßer
  • Dr. Marcello Lussana
  • Pedro Lucas De Sousa Pinto

Gefördert durch

Information gemäß Art. 13 Abs. 1, 2 DSGVO über die Datenverarbeitung im Rahmen des ERBA-SOUND Projektes

Inneruniversitäre Ansprechstelle für die Verarbeitungstätigkeit 

Professur für Computational Humanities

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik

An der Weberei 5, 96047 Bamberg

Prof. Dr. Jakob Abeßer

Tel.:   +49 (0) 951 863-3114

E-Mail: jakob.abesser@uni-bamberg.de

Web: www.uni-bamberg.de/ch/

Zweck(e) der Datenverarbeitung 

Im Forschungsprojekt ERBA-SOUND (Ecological Recording for Biodiversity Assessment of Soundscapes) wird ein akustisches Langzeit-Monitoring auf der ERBA-Insel in Bamberg durchgeführt. Ziel des Projekts ist die systematische Erfassung und Analyse der Biodiversität in einem naturnahen Gebiet innerhalb des urbanen Raums. Im Mittelpunkt steht die saisonale und tageszeitliche Untersuchung tierischer Lautäußerungen, insbesondere von Vögeln, daneben auch von Insekten, Amphibien und Fledermäusen.

Die erhobenen Audiodaten werden mit bioakustischen Analyseverfahren und KI-gestützten Klassifikationsmethoden ausgewertet, um Artenvorkommen, Rufaktivität und akustische Diversitätsmuster zu untersuchen. Darüber hinaus werden etablierte akustische Indizes berechnet, um das Verhältnis von biophonem und anthropogenem Schall zu beschreiben. Untersucht werden insbesondere Zusammenhänge zwischen anthropogenem Schall und Artenvielfalt, saisonale Veränderungen akustischer Diversität sowie mögliche Einflüsse des Schiffsverkehrs auf die Vogelaktivität.

Die Datenverarbeitung dient ferner der Validierung der Analyseergebnisse mit fachlicher Unterstützung lokaler Naturschutzakteure, der Erprobung und Langzeitwartung bioakustischer Aufnahmetechnik sowie der Entwicklung eines belastbaren Datenschutzkonzepts für die wissenschaftliche Verarbeitung akustischer Daten im urbanen Raum. 

Rechtsgrundlage(n) der Datenverarbeitung 

Die Datenverarbeitung erfolgt zu wissenschaftlichen Forschungszwecken im Sinne des Art. 89 DSGVO. Sie stützt sich auf Art. 6 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. e DSGVO i. V. m. Art. 4 Abs. 1 BayDSG und Art. 2 Abs. 1 und 7, Art. 3 Abs. 1 Satz 1 BayHIG.

Das Projekt ist auf eine weitestgehende Vermeidung personenbezogener Daten ausgerichtet. Es folgt den Grundsätzen der Datenminimierung sowie Privacy by Design und Privacy by Default. Die Erfassung menschlicher Sprache ist nicht Forschungsgegenstand. Potenziell sprachhaltige Segmente werden nach der Speicherung automatisiert erkannt und irreversibel maskiert, sodass keine verständlichen Sprachinhalte rekonstruiert werden können.

Von Verarbeitungstätigkeit betroffene Personen 

Von der Verarbeitung können Personen betroffen sein, die sich im Bereich der Sensorstandorte auf der ERBA-Insel aufhalten, insbesondere Passantinnen und Passanten, Erholungssuchende, Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Radfahrende oder andere Personen, die die Wege und Uferbereiche im Umfeld der Sensoren nutzen. Die Sensoren werden an mehreren Standorten im nördlichen Bereich der ERBA-Insel installiert. Entsprechende Hinweisschilder werden in unmittelbarer Nähe der Sensoren, außerhalb deren Aufnahmebereichs, angebracht. Personen werden nicht gezielt beobachtet oder identifiziert. Eine etwaige Erfassung personenbezogener Daten erfolgt allenfalls unbeabsichtigt und nur im Ausnahmefall, wenn in Umweltaufnahmen menschliche Sprachanteile enthalten sein könnten.

Kategorien der verarbeiteten personenbezogenen Daten 

Im Rahmen des Projekts werden in erster Linie akustische Umweltdaten erhoben. Dazu gehören Audioaufnahmen im hörbaren Frequenzbereich sowie teilweise Ultraschallaufnahmen an ausgewählten Sensorstandorten. Die wissenschaftliche Auswertung bezieht sich auf Tierstimmen, akustische Aktivitätsmuster und daraus abgeleitete bioakustische Kennwerte.

Soweit ausnahmsweise personenbezogene Daten betroffen sein können, betrifft dies insbesondere zufällig miterfasste sprachhaltige Audiosequenzen sowie damit verbundene Metadaten, etwa Aufnahmezeitpunkt, Sensorstandort und technische Dateiinformationen. Die Erfassung menschlicher Sprache ist ausdrücklich nicht Ziel des Projekts. Potenziell sprachhaltige Segmente werden automatisiert erkannt und irreversibel maskiert.

Zusätzlich werden abgeleitete Forschungsdaten verarbeitet, darunter Schätzungen zu Artvorkommen und Rufaktivität, akustische Indizes wie Bioacoustic Index (BI), Acoustic Diversity Index (ADI), Acoustic Complexity Index (ACI) und Normalized Difference Soundscape Index (NDSI) sowie technische und organisatorische Verarbeitungsinformationen.

Empfänger von personenbezogenen Daten und Zwecke der Offenlegung 

Zugriff auf die erhobenen Daten erhalten ausschließlich die mit dem Projekt befassten, besonders autorisierten Projektmitglieder der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Der Zugriff ist auf einen engen Personenkreis beschränkt, die beteiligten Personen sind auf Vertraulichkeit verpflichtet.

Personenbezogener Rohdaten werden nicht an externe Dritte weitergegeben. Soweit externe fachliche Unterstützung, etwa durch Naturschutzvereine, für die Validierung der bioakustischen Analysen einbezogen wird, soll dies auf Basis solcher Daten erfolgen, die keine verständlichen menschlichen Sprachinhalte mehr enthalten bzw. bereits anonymisiert oder entsprechend datenschutzgerecht aufbereitet wurden.

Eine Übermittlung in Drittländer oder an internationale Organisationen ist nicht vorgesehen. Forschungsergebnisse sollen gegebenenfalls nur in aggregierter, anonymisierter oder anderweitig nicht personenbezogener Form veröffentlicht werden. 

Dauer, für welche die personenbezogenen Daten gespeichert werden; spätestes Löschungsdatum 

Personenbeziehbare Rohdaten werden nur kurzfristig für die technisch erforderliche Vorverarbeitung gespeichert und anschließend unverzüglich anonymisiert, maskiert oder gelöscht. Ausschließlich anonymisierte bzw. nicht mehr personenbeziehbare Forschungsdaten können entsprechend den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis potentiell unbegrenzt aufbewahrt werden.

Automatisierte Entscheidungen im Einzelfall einschließlich Profiling 

Es besteht keine automatisierte Entscheidungsfindung im Einzelfall einschließlich Profiling im Sinne des Art. 22 DSGVO.

Beachten Sie daneben bitte die allgemeinen Inhalte der Datenschutzinformationen.