Lehramt Berufliche Schulen: B.Sc. BWL, Spezialisierung Wirtschaftspädagogik, Variante II

Profil des Studienganges

Ein Kurzprofil des Bachelorstudienganges Betriebswirtschaftslehre mit weiteren Informationen auf den Unterseiten finden Sie hier. Sie wählen die Spezialisierung Wirtschaftspädagogik mit der Studienvariante II (weiteres Unterrichtsfach Geographie).


Qualifikationsziele

Im Bachelorstudiengang BWL (B.Sc. BWL, Wirtschaftspädagogik II) kann Geographie als weiteres Unterrichtsfach gewählt werden. Das Geographiestudium (36 ECTS-Punkte) setzt sich aus den Basismodulen der Physischen Geographie (10 ECTS-Punkte) und Humangeographie (20 ECTS-Punkte) zusammen, deren Inhalte durch das Grundlagenmodul der Geographiedidaktik (5 ECTS-Punkte) und mindestens einer Geländeübung (1 ECTS-Punkt) eine praxis- bzw. unterrichtsbezogene Verzahnung erfahren.

Nach dem Besuch der Basis- und Grundlagenmodule haben die Absolventinnen und Absolventen fachliche, arbeitsmethodische und fachdidaktische Grundkenntnisse und -fähigkeiten erworben, die sie theoriegeleiteten und zielgerichtet in unterschiedlichen Phasen von Lehr-/Lernsituationen an berufsbildenden Schulen (insbesondere im Unterrichtsfach Wirtschaftsgeographie der Wirtschaftsschulen) einsetzen können. Für eine wissenschaftlich fundierte und professionelle Unterrichtstätigkeit werden diese Kompetenzen im konsekutiven Masterstudiengang (M.Sc. Wirtschaftspädagogik II) weiterentwickelt und vertieft.

 

Im Einzelnen ergeben sich folgende Qualifikationsziele:

 

  1. Wissenschaftliche Befähigung
  • Die Absolventinnen und Absolventen haben nach Besuch der einzelnen Module und durch das Selbststudium Fachwissen erworben, das sie in die Lage versetzt, die grundlegenden Theorien, Modelle und Konzepte aus den Gegenstandsbereichen der Physischen Geographie, Humangeographie und Geographiedidaktik sowie deren wesentlichen arbeits- und unterrichtsmethodische Grundlagen zu erläutern und die jeweiligen Erklärungsreichweiten oder Anwendungsmöglichkeiten zu skizzieren.
  • Sie sind nach Absolvieren der Module und nach Teilnahme an einer Geländeübung befähigt, die theoretisch-konzeptionellen Kenntnisse zu übertragen, um Vorgänge und Fakten sowohl in den geographischen Gesamtzusammenhang als auch in Grundkonzepte geographischer Bildung einzuordnen. Sie können wichtige physisch-geographische und humangeographische Phänomene und Sachverhalte in ihrer räumlichen Verteilung und ihren Entstehungs- und Wirkungszusammenhängen, auch bei unmittelbare Anschauung im Gelände und vor dem Hintergrund geographischer Bildungsarbeit erklären und reflektieren. Dabei nutzen sie erworbenes Wissen aus anderen natur- und gesellschafts- oder humanwissenschaftlichen Disziplinen.
  • Nach Abschluss des Studiums können die Absolventinnen und Absolventen fachwissenschaftliche und fachdidaktische Literatur bzw. weitere relevante Datenquellenzu einem abgesteckten Themenfeldrecherchieren und auswerten. Siestellen dabei erworbene Erkenntnisse unter Berücksichtigung allgemein anerkannter Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis schriftlich wie mündlich in fachlich angemessener Sprache dar. Insbesondere mit Blick auf den schulischen und unterrichtlichen Kontext präsentieren sie diese unter Verwendung sowohl medialer als auch digitaler Techniken und liefern unter Nutzung basaler Moderationsmethoden Impulse für weiterführende Fachgespräche. Das haben Absolventinnen und Absolventen beispielsweise durch Studienleistungen wie angeleitete Übungs- oder Moderationsaufträge und mündliche Referate ebenso gezeigt wie bei verschiedenen Prüfungsformaten, etwa bei Portfolio- oder Klausuraufgaben.
  1. Befähigung zu einer qualifizierten Erwerbstätigkeit
  • Die inhaltliche Breite des Studiums versetzt die Absolventinnen und Absolventen in die Lage, raumbezogene Zusammenhänge im Verhältnis von Gesellschaft und Umwelt zu erkennen und diese Beziehungsgefüge im Sinne der geographieunterrichtlichen Leitbilder, z.B. der Bildung für nachhaltigen Entwicklung, auf einzelne Phasen von Lehr-/Lernsituationen (namentlich im Schulfach Wirtschaftsgeographie an Wirtschaftsschulen) zu transformieren. Das haben Absolventinnen und Absolventen unter anderem im diskursiven Austausch mit anderen Lehrveranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmern wie mit den Lehrenden unter Beweis gestellt.
  • Die Absolventinnen und Absolventen haben durch aktive Teilnahme an Seminargesprächen und bei der Bearbeitung verzahnender Übungsaufgaben auch unter Einbezug fachübergreifender erziehungswissenschaftlicher Wissensstände bewiesen, dass sie für einzelne Unterrichtsphasen an beruflichen Schulen unter Berücksichtigung von Lernbedingungen und diagnostischen Erkenntnissen adäquate Ziele und zu fördernde fachbezogene Kompetenzen erschließen wie festlegen können. Sie haben die Fähigkeit entwickelt, die ökologisch-ökonomische, soziokulturelle oder gesellschaftliche / politische Relevanz der Unterrichtsinhalte zu diskutieren und zu hinterfragen. Ferner können sie die Passung des jeweils gewählten fachspezifischen unterrichtlichen Methoden- und Medieneinsatz begründen bzw. bewerten.
  • Im Rahmen von impulsgebenden Reflexionsaufträgen bei Plenardiskussionen sowie bei Portfolioaufgaben haben die Absolventinnen und Absolventen ihre Kompetenz deutlich gemacht, die Bedeutung fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Expertise sowie bildungs- und gesellschaftsbezogener Anforderungen oder Einstellungen von Schülerinnen und Schüler nicht nur zu spiegeln, sondern auch auf die Rolle von Geographielehrkräften bei der Weiterentwicklung des Unterrichtsfaches zu beziehen.
  1. Persönlichkeitsentwicklung
  • Die Absolventinnen und Absolventen haben sich insbesondere durch Studienleistungen, wie das Erstellen schriftlicher Übungsarbeiten und im Zuge von Referaten mit sich anschließenden Diskussionen zu Persönlichkeiten entwickelt, die in der Lage sind, sich eine fachlich fundierte Meinung zu bilden, diese zielgruppenorientiert z.B. im Kontext von Lehrsituationen an Schülerinnen und Schüler berufsbildender Schulen, aber auch generell in zivilgesellschaftlichen, politischen oder kulturellen Mitwirkungsbereichen weiterzugeben sowie dabei wichtige Impulse und Denkanstöße zu liefern.
  • Die Absolventinnen und Absolventen haben in Klein- und Großformaten bei Gesprächen mit Lehrenden wie Studierenden gezeigt, dass sie in gesellschaftlich relevanten Bereichen zu raumbezogenen Themen wie Naturkatastrophen, Klimawandel / Umweltschutz, Flucht und Migration vor dem Hintergrund ihres Fachwissens Stellung nehmen, für eine tolerante Entschärfung von Konflikten eintreten, stereotypisierenden Einstellungen kritisch begegnen und sich fachbezogen an Diskussionen zur Entwicklung von systemisch verträglichen Maßnahmen oder Lösungsvorschlägen verantwortungsbewusst und im Sinne eines demokratischen Verständnisses beteiligen können.
  • Bei verschiedenen, in Kursphasen integrierten Kollaborationsformaten und durch fristgerechtes Absolvieren von Studien- und Prüfungsleistungen haben die Absolventinnen und Absolventen basale, im Kontext Schule und Unterricht bedeutsame Kooperations- und Teamkompetenzen sowie ein eigengesteuertes Zeit- und Organisationsmanagement ausgebildet. Als Persönlichkeiten sind sie befähigt, Verantwortung für sich und die Gruppe zu übernehmen, konstruktiv und kollegial zusammenzuarbeiten, Arbeitsschwerpunkte zu definieren, Aufgaben effektiv zu verteilen und zeitgerecht zu erledigen.
  • Nach Abschluss des Studiums haben sie (in Kombination mit dem Hauptfach und den wirtschaftspädagogischen Studienanteilen) ein berufliches Selbstbild als zukünftige Lehrkraft an berufsbildenden Schulen mit Unterrichtsfach Geographie entwickelt und können aufgrundder Analyse individueller Stärken und Schwächen für sich alternative Entwürfe aufspüren. Im Sinne lebenslangen Lernens sind sie als zukünftige Geographielehrkräfte in der Lage, selbstgesteuert und zielgerichtet ihre fachbezogenen Kenntnisse und Fähigkeiten weiter auszubauen.

Studienverlauf: fachwissenschaftlicher Teil

Das Modul besteht aus einer Veranstaltung, die Sie im ersten oder zweiten Semester belegen:

  • Vorlesung: Physische Geographie I: Einführung in die Geomorphologie und Bodengeographie

Sie schließen das Modul mit einer schriftlichen Prüfung (Klausur) ab und erhalten 5 LP / ECTS-Punkte. 

Das Modul umfasst eine Veranstaltung, die Sie im zweiten oder dritten Semester besuchen:

  • Vorlesung: Physische Geographie II: Einführung in die Klimatologie, Hydrologie und Vegetationsgeographie

Sie schließen das Modul mit einer schriftlichen Prüfung (Klausur) ab und erhalten 5 LP / ECTS-Punkte. 

Die zwei Module besuchen Sie in Ihrem ersten Wintersemester. Sie bestehen aus folgenden Veranstaltungen:

  • Vorlesung: Humangeographie: Einführung Siedlung und Bevölkerung (5 LP / ECTS-Punkte)
  • Seminar: Humangeographie: Intensivierung Siedlung und Bevölkerung (5 LP / ECTS-Punkte)

Die Vorlesung schließen Sie mit einer schriftlichen Prüfung (Klausur) und das Seminar mit einem Referat mit schriftlicher Hausarbeit oder einem Portfolio ab. Für beide Module erhalten Sie insgesamt 10 LP / ECTS-Punkte. 

Das Modul besteht aus zwei Veranstaltungen:

  • Vorlesung: Humangeographie: Einführung Wirtschaft und Gesellschaft (5 LP / ECTS-Punkte)
  • Seminar: Humangeographie: Intensivierung Wirtschaft und Gesellschaft (5 LP / ECTS-Punkte)

Sie schließen das Modul mit einer schriftlichen Prüfung (Klausur) ab und erhalten 10 LP / ECTS-Punkte. 

Sie wählen aus dem Angebot eine kleine Exkursion (in der Regel 1 Tag) oder ein Kleines Geländepraktikum aus und erhalten nach einem unbenoteten Leistungsnachweis (Portfolio) 1 LP / ECTS-Punkte.


Studienverlauf: fachdidaktischer Teil

Studienanfängern wird empfohlen, ab dem 3. Semester dieses Modul zu belegen. Es besteht aus einem Veranstaltungskomplex mit zwei Teilen:

  • Einführung in die Didaktik der Geographie
  • Methoden und Medien des Geographieunterrichts

Sie schließen das Modul mit einer schriftlichen Prüfung (Klausur) oder mit einem Portfolio ab und erhalten 5 LP / ECTS-Punkte.

 


Empfohlener Studienverlaufsplan

Zum Vergrößern der Übersicht klicken Sie bitte auf die Abbildung.

wichtige Ordnungen, Vorgaben und Regelungen

Ihr gesamtes Studium ergibt sich aus den rechtlichen Vorgaben, die in verschiedenen Ordnungen durch die Universität Bamberg erlassen werden.

Wenn Sie die für Sie relevanten Regelungen kennen, erleichtert Ihnen das Ihr Studium des Faches Geographie.

Die für Ihr Bachelorstudium Betriebswirtschaft übergeordneten rechtlichen Vorgaben können Sie hier einsehen.

Die Vorgaben zur Anfertigung der Bachelorarbeit ergeben sich aus der Studien- und Fachprüfungsordnung für den Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Vom 30. September 2015(243.1 KB) (in ihrer aktuellen Fassung).

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie zunächst entscheiden, ob Sie und in welchem Teilbereich der Geographie Sie Ihre Bachelorarbeit verfassen möchten. Dann nehmen Sie Kontakt zu den Lehrstühlen und Professuren auf, die für Sie in Frage kommen, und besprechen das weitere Vorgehen. 

Formale Hinweise zur Gestaltung Ihrer Bachelorarbeit finden Sie auf den Webseiten des Instituts für Geographie unter Allgemeine Ordnungen und Dokumente.

Die Regelungen zur Notenberechnung bei Modulprüfungen, für die Fachnoten und für die Gesamtnote des abgeschlossenen Bachelorstudienganges sind in der Allgemeine Prüfungs-und Studienordnung für Bachelor- und Masterstudiengänge der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg vom 12. August 2020, insbesondere im §11 Bewertung von Modulprüfungen und Modulteilprüfungen festgelegt.