Willkommen auf den Internetseiten der Professur für Judaistik
Die Professur für Judaistik in Bamberg
Die Judaistik in Bamberg versteht sich als Lehr- und Forschungsplattform für jüdische Religionsgeschichte und jüdische Kultur in Vergangenheit und Gegenwart. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Professur für Judaistik lehren in den Studiengängen Bachelor Jüdische Studien, Master Religionen verstehen und dem Elitemaster Kulturwissenschaften des Vorderen Orients / Cultural Studies of the Middle East. Neben der universitären Lehre und der Entwicklung von interdisziplinären Forschungsprojekten möchte die Professur für Judaistik auch Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Schulen oder interreligiösen Initiativen der Region zur Ansprechpartnerin und Mittlerin werden. Fragen Sie uns an!
Exkursion nach Warschau und Łódź vom 27. September bis 3. Oktober 2026
Polen, und insbesondere die Metropolen Warschau und Lodsch (Łódź), bildeten historisch wie auch in der Gegenwart zentrale Knotenpunkte jüdischer Kultur, Geistesgeschichte und gesellschaftlichen Lebens in Europa. Im Rahmen einer siebentägigen Exkursion der Judaistik Bamberg begeben wir uns im Herbst 2026 auf den Weg, um die reiche und facettenreiche jüdische Geschichte dieser Städte zu erkunden und tiefe Einblicke in die Vergangenheit sowie in die aktuellen Perspektiven jüdischen Lebens vor Ort zu gewinnen.
Geplant sind die folgenden Programmpunkte und Schwerpunkte der Exkursion:
Erkundung des jüdischen Warschau
Im Zentrum steht unter anderem der Besuch des preisgekrönten POLIN – Museum der Geschichte der polnischen Juden, das die tausendjährige Geschichte der Jüdinnen und Juden in Polen dokumentiert. Zudem werden wir uns bei historischen Stadtführungen mit den Topografien des ehemaligen Warschauer Ghettos sowie den Spuren von Kontinuität und Erinnerungskultur auseinandersetzen.
Auf den Spuren des „Gelobten Landes“ in Lodsch
Die Stadt Lodsch, im 19. Jahrhundert ein rasant wachsendes Zentrum der Textilindustrie, war tief durch ihre jüdische Gemeinde geprägt. Wir besichtigen den beeindruckenden neuen jüdischen Friedhof – einen der größten Europas –, das ehemalige Ghetto Litzmannstadt sowie die Zeugnisse der einstigen jüdischen Fabrikantenarchitektur.
Begegnungen und Gegenwartsperspektiven
Neben der historischen Spurensuche sind Treffen und Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren der heutigen jüdischen Communities sowie Expertinnen und Experten geplant, um die aktuelle Situation, Herausforderungen und das Wiederaufleben jüdischer Kultur im heutigen Polen zu diskutieren.
Organisatorische Hinweise & Anmeldung
Der Eigenbeitrag beträgt 200 €. Das Konto für die Überweisung (gilt dann als eine feste Anmeldung) hat die folgenden Koordinaten:
Staatsoberkasse Bayern
Uni Bamberg
IBAN: DE84 7500 0000 0074 3015 30
BIC: MARKDEF1750
Verwendungszweck (wichtig!!):
1526.0187.8215 Nachname und Vorname des Teilnehmers
Exk. Polen
Das Zugticket von Berlin nach Warschau wird zentral gekauft (Gruppenticket); die Anreise nach/ab Berlin nach Bamberg wird bitte selbst organisiert.
Bitte melden Sie sich im Sekretariat von Frau Annette Strobler (annette.strobler(at)uni-bamberg.de) bis spätestens (!) 30.6. 2026, damit Sie auf die Liste bzw. auf die Warteliste gelangen können.
Weitere Informationen finden Sie im folgenden VC-Kurs: vc.uni-bamberg.de/course/view.php Melden Sie sich hierfür ebenfalls bei Frau Strobler, sie kann Sie dann für den Kurs freischalten.
Impressionen der Exkursion nach Berlin im Wintersemester 2025/26
Stolpersteinverlegung „ZeDeSch“ am 16.10.2025
Zeckendorf, Demmelsdorf und Scheßlitz ("ZeDeSch") hatten vor der NS-Zeit eine große Zahl jüdischer Einwohner sowie eine Synagoge, eine Mikwe, einen jüdischen Friedhof und eine Schule. Um an die Geschichte des Zusammenlebens von Juden und Christen, aber auch die Flucht und Ermordung der Jüdinnen und Juden während des Holocaust zu erinnern, wurden im Oktober 2024 bereits 21 Stolpersteine an sieben Orten in der Region installiert. Nun soll eine weitere Verlegung stattfinden.
Zur Veranstaltung werden Nachfahren einer Demmelsdorfer jüdischen Familie aus den USA erwartet. Sie haben selbst fünf Steine für ihre Familienmitglieder in Auftrag gegeben. Diese werden mit neun weiteren Steinen am Donnerstag, den 16. Oktober 2025, verlegt. Dazu soll es eine textliche und musikalische Umrahmung geben.
Ablauf
12.00 Uhr Start in Scheßlitz am Neumarkt 8
12.30 Uhr (ca.) in Demmelsdorf (ehem. Schule)
14.00 Uhr (ca.) Gedenkfeier im Feuerwehrhaus (auf Plakat fälschlicherweise als 13 Uhr angegeben)














