Internationalisierung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung - Bamberg Teacher Education for a Global World (BaTEG)

Offenheit, Selbstbewusstsein, Unabhängigkeit und Respekt vor anderen Kulturen – all dies sind Eigenschaften, die wir uns von Lehrerinnen und Lehrern wünschen. Genau diese Eigenschaften sind es auch, die durch internationale Erfahrungen gestärkt werden. Deshalb ist uns die Internationalisierung der Lehramtsausbildung ein besonderes Anliegen.

Seit August 2019 nimmt das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bamberg (ZLB) am Programm Lehramt.international des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) teil und hat mit BaTEG eines von deutschlandweit 19 Modellprojekten, welches die Internationalisierung des Lehramtsstudiums und die Steigerung der Mobilität von Lehramtsstudierenden zum Ziel hat.

Im Rahmen von BaTEG soll:

  • die Vernetzung mit ausgewiesenen Lehrerbildungsstandorten im Ausland noch weiter ausgebaut werden
  • die „Internationalisation at home“ vorangetrieben werden, um vor Ort die interkulturellen Kompetenzen der Studierenden zu erweitern und Lehrenden zu ermöglichen, ihre interkulturelle Expertise zugänglich zu machen
  • die lehramtsbezogene Internationalisierungsberatung verbessert und sichtbarer gemacht werden
  • die Auslandsmobilität von Lehramtsstudierenden auf ca. 20 % der Gesamtstudierenden der Universität Bamberg, die pro Studienjahr ins Ausland gehen, gesteigert werden.

Weitere Informationen zum DAAD-Programm Lehramt.international finden Sie hier.

Wir haben gefragt:

 

Warum ist interkulturelle Bildung in Deinem Arbeitsalltag als Lehrerin oder Lehrer wichtig?

  • „Meine Klassen sind stark durchmischt – hier aufgewachsene Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, auch einige seit ein paar Jahren hier lebende Migrantinnen und Migranten. Daher kann es vorkommen, dass bestimmte kulturelle Unterschiede thematisiert werden müssen.“ Meret, Real- und Berufsschullehrerin
  •  „Ich gebe interreligiösen Religionsunterricht. Gerade für Religionslehrerinnen und –lehrer ist interkulturelle Bildung unabdingbar.“ Alexandra, Gymnasiallehrerin
  • „Meine Fächer sind Englisch und Sozialkunde – da geht es schlecht ohne.“ Laine, Gymnasiallehrerin

Inwiefern hat Dein studien- oder berufsbezogener Auslandsaufenthalt Einfluss auf Dein jetziges Berufsleben als Lehrerin oder Lehrer?

  • „Für mich zeigen sich meine Erfahrungen heute noch darin, dass ich weniger Scheu vor Neuem, Unbekanntem und Herausforderungen habe; in der Sprachkompetenz, in Offenheit gegenüber anderen Herangehensweisen und kulturellen Unterschieden und in der Hinterfragung alteingesessener Verhaltensweisen und Normen.“ Céline, Realschullehrerin
  • „Meine Auslandserfahrung hilft mir im Umgang mit Geflüchteten, die fernab Ihrer Heimat bei uns klarkommen müssen.“ Natascha, Grundschullehrerin für Schülerinnen und Schüler mit Körperbehinderung
  • „Durch die stark hierarchische Struktur an Schulen in meinem Gastland wurde mir bewusst, dass ich so nicht arbeiten möchte – der partnerschaftliche und wertschätzende Umgang mit Schülerinnen und Schülern steht seitdem für mich im Zentrum meines Handelns.“ Elena, Gymnasiallehrerin