Wissenschaftliche Einrichtungen

Zentrum für Mittelalterstudien

Beteiligte Lehrstühle

14 Lehrstühle der Otto-Friedrich Universität Bamberg sind dem Zentrum für Mittelalterstudien angeschlossen. Sie alle tragen zu einer interdisziplinären Ausrichtung des Studiums bei.

Anglistik

Nichts für Lesemuffel ist das Studium der Anglistik, denn im Mittelpunkt der Englischen Philologie - wie die Anglistik auch genannt wird - steht die Beschäftigung mit der englischen Sprache, Literatur und Kultur in Vergangenheit und Gegenwart. Das Lehrangebot umfasst Kurse in Sprachpraxis, diachroner und synchroner Sprachwissenschaft unter Berücksichtigung des Englischen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, sowie Veranstaltungen zu anglophonen Literaturen und Kulturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

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Germanistik

Das Studium der Germanistik vermittelt historische und systematische Grundkenntnisse im Umgang mit der deutschen Sprache und Literatur. Für den Studiengang der Interdisziplinären Mittelalterstudien ist besonders die Mediävistik relevant, die sich mit der deutschen Sprache und Literatur von den ersten Aufzeichnungen im 8. bis zur Frühen Neuzeit im 16. Jahrhundert beschäftigt.

In den Kursen der Literaturwissenschaft wird die deutsche Literatur systematisch nach Gattungen, Formen, Stoffen und Motiven sowie historisch nach Autoren und Epochen untersucht, in der Sprachwissenschaft wird die deutsche Sprache auf ihre historische Entwicklung sowie auf die Funktionsbeziehungen einzelner Sprachsysteme zueinander untersucht.

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Iranistik

Die Bamberger Iranistik rückt die persisch-sprachige Region in den Mittelpunkt von Forschung und Lehre. Sie bietet einen differenzierten Einblick in einen spannenden Kulturraum, der seit Jahren im Focus von Politik und Medien steht. Dieser Raum definiert sich über die historische Rolle des Neupersischen und reicht damit weit über die Grenzen der heutigen Islamischen Republik Iran hinaus.

Die Mitarbeiter des Lehrstuhls lenken daher den Blick auf ein Gebiet, das neben Iran auch Afghanistan, Zentralasien, den Kaukasus und historisch sogar Anatolien, den Balkan und das muslimische Indien umfasste. In all diesen Regionen wurde bzw. wird Persisch gesprochen, geschrieben, oder zumindest verstanden. Eine gute Sprachausbildung ist das A & O für einen Einstieg in iranistische Themen. Neben den Varietäten des Neupersischen (Farsi, Dari und Tadschikisch) liegt der Schwerpunkt auf dem persisch-sprachigen Kulturraum (Iran, Afghanistan, Zentralasien und Indien) in Geschichte und Gegenwart, Alltagskultur und Mentalitätengeschichte sowie Sprache und Literatur.

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Klassische Philologie

An der Universität Bamberg können die Fächer Gräzistik und Latinistik einzeln oder gemeinsam in der Kombination, die man als Klassische Philologie bezeichnet, studiert werden.

Die Latinistik beschäftigt sich mit der Erforschung der geistigen Welt der Antike auf der Grundlage der lateinischen Sprache und Literatur. Im Zentrum der Bemühungen steht die römisch-hellenistische Kultur. In der Gräzistik hingegen dient die altgriechische Sprache und Literatur der Erforschung der griechischen und hellenistischen Kultur. Die sichere Beherrschung der lateinischen bzw. griechischen Sprache ist eine unerlässliche Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des Studiums.

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Romanistik

Die Romanistik ist die vergleichende Wissenschaft der romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen. Das Profil der Bamberger Romanistik ist kultur-, literatur- und sprachvergleichend, interdisziplinär und international ausgerichtet. Studierbar sind derzeit die Sprachen Französisch, Italienisch und Spanisch.

Die Sprachwissenschaft berücksichtigt neben den studierbaren auch alle anderen romanischen Sprachen. In der Forschung vor allem typologisch und kognitiv ausgerichtet, liefert sie in der Lehre ein solides und kritisches linguistisches Beschreibungsinventar der romanischen Sprachen. Die Literaturwissenschaft hat ein komparatistisches, philologisches, transmediales und auf die eng verzahnte Vermittlung sprachlicher, interkultureller und fachlicher Kompetenzen ausgerichtetes Profil.

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Slavistik

Ein Studium der Slavistik bietet Einblicke in die slavischen Sprachen, Literaturen, Kunst und Kulturen der slavischen Länder. In Bamberg liegen die Akzente in Forschung und/oder Lehre insbesondere auf der Ostslavistik (Russisch und Ukrainisch) und auf der Südslavistik (Raum des ehemaligen Jugoslawien, Bulgarien, Balkanraum; die Slavistik verfügt über eine Zweigstelle der Südosteuropagesellschaft). Auch der westslavische Raum (mit einem polonistischen Schwerpunkt neben dem Tschechischen) ist in Forschung und Lehre ansehnlich vertreten.

Studierende der Slavistik erwerben allgemeine geisteswissenschaftliche Qualifikationen wie "Recherchieren, Formulieren, Präsentieren", dazu eine regionalwissenschaftliche Kompetenz zum Umgang mit dem riesigen ost- und südosteuropäischen Raum, innerhalb und außerhalb der Europäischen Union, in Vergangenheit und Gegenwart. Das hebt Slavisten vom Gros der (westeuropäischen) Philologien ab.

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Mittelalterliche Geschichte

Der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte vertritt im Institut für Geschichte die europäische Geschichte vom 5. bis zum 15. Jahrhundert. Die Arbeit des Lehrstuhls erfasst die europäische Geschichte des Mittelalters in ihrer ganzen regionalen Breite (Frankreich, England, Niederlande, Skandinavien, Böhmen, Polen, Mittelmeerraum), wobei Schwerpunkte auf der Geschichte des Reichs liegen.

Interkulturelle und interreligiöse Kontaktzonen, Phänomene und Strukturen der europäischen Gesellschaften sowie kultur-, frömmigkeits- und mentalitätsgeschichtliche Problemstellungen stellen die Themen der Veranstaltungen dar.

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Historische Grundwissenschaften

Das Studium der Historischen Grundwissenschaften vermittelt praktische Fähigkeiten und methodische Kenntnisse, um historische Quellen lesen, analysieren und interpretieren zu können. Es befasst sich u.a. mit der Schriftentwicklung (Paläographie), mit Urkunden (Diplomatik), Siegeln (Sphragistik), Wappen (Heraldik), Münzen (Numismatik), Inschriften (Epigraphik), Abstammungsverhältnissen des Menschen (Genealogie) oder der historischen Zeitrechnung und Zeitmessung (Historische Chronologie).

Aufgrund ihrer zentralen Untersuchungsgegenstände sind die Historischen Grundwissenschaften besonders geeignet, zu aktuellen Fragestellungen aus dem Bereich der Kulturgeschichte beizutragen, etwa hinsichtlich von Medialität und Visualität des Mittelalters.

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Philosophie

Das Studium der Philosophie an der Universität Bamberg folgt dem „Cambridge Modell“. Das Modell umfasst die Lektüre von klassischen Hauptwerken der Philosophie aus einer Lektüreliste und verlangt das Abfassen zahlreicher Essays, d.h. kurzer, argumentativer philosophischer Analysen. Diese werden in Einzelgesprächen mit den Lehrenden diskutiert. In Bamberg Philosophie zu studieren, erfordert deswegen die Bereitschaft, viel zu lesen, viel zu schreiben, und sich auf eine Kultur intensiv denkenden Austauschs mit Gegenwart und Tradition einzulassen. Das Auslegen von Texten ist dabei aber niemals Selbstzweck, sondern findet immer im Lichte aktueller, philosophischer Fragen statt.

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Katholische Theologie

Wie sind Altes und Neues Testament entstanden? Welche Bedeutung können sie für Menschen in einer postmodernen Gesellschaft haben? Wie lässt sich die Gottesfrage in einer pluralen Welt kommunizieren? Wo bleibt die Ethik im Zeitalter der Biotechnologie?

Mit diesen und vielen anderen Fragestellungen, Problemen und Lösungsmodellen beschäftigt sich das Studium der katholischen Theologie. Antwortversuche finden sich in aktuellen theologischen und interdisziplinären Forschungspositionen. Diese kennen, analysieren sowie kommunizieren zu können, stellt ein zentrales Anliegen des Studiengangs dar. Zudem sollen in Auseinandersetzung mit theologischen Inhalten Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben werden, die eine eigenständige Planung, Strukturierung und Umsetzung von Forschungsarbeiten im theologischen Bereich ermöglichen. Das Spannungsfeld von christlichem Glauben, pluraler Gesellschaft sowie zunehmend säkularer bzw. entkirchlicht wahrgenommener Lebenswirklichkeit bildet eine Basis, auf der theologisches Arbeiten stattfinden kann und muss.

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Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit

Das Studium der Archäologischen Wissenschaften in der UNESCO-Welterbestadt Bamberg deckt die gesamte Breite des Faches von der Steinzeit bis in die Gegenwart ab Das Angebot enthält Lehrveranstaltungen aus den Fächern Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, Ur- und frühgeschichtliche Archäologie, Archäologie der Römischen Provinzen, Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie, sowie Islamische Kunstgeschichte und Archäologie.

Quellen, Methoden und Praxis der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit werden im Studium vertiefend behandelt. Als Lehrstoff wird generell der aktuelle Forschungsstand aufgegriffen und vermittelt und stets die neueste Fachliteratur eingebunden. Die wichtige Praxiserfahrung für das spätere Berufsleben wird durch Forschungspraktika und archäologische Ausgrabungen, Feldstudien und Exkursionen gesammelt.

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Denkmalpflege

Das Fach Denkmalpflege / Heritage Sciences steht für eine umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem materiellen Kulturerbe. In Bamberg bilden die Bau- und Kunstdenkmäler und die städtebauliche Denkmalpflege einen Schwerpunkt in der Lehre.

In einer Zeit, in der die Pflege des kulturellen Erbes ein globales Thema geworden ist, ist es eine besondere Herausforderung, das Handeln in diesem Feld jeweils neu zu begründen und um öffentliche Akzeptanz zu werben. Neben der Auseinandersetzung mit aktuellen Tendenzen und Ansätzen in der internationalen Denkmalpflege bietet auch die reiche Geschichte des Faches eine wichtige Ressource für ein denkmalpflegerisches Handeln, das seine Voraussetzungen und Ziele kritisch reflektiert.

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Islamische Kunstgeschichte und Archäologie

Überreste aus vergangenen Epochen sind wichtige Quellen für die Erforschung der Geschichte der islamischen Welt. Dabei wird versucht, die Entwicklung von Formen und Gattungen in der Architektur, in der Malerei und im Kunsthandwerk in ihrer historischen Abfolge zu erfassen. Gleichzeitig geben Kunstwerke Aufschluss über die geistigen Strömungen ihrer Entstehungszeit und fordern zur "Deutung" heraus.

Gegenstand des Studiums sind die Denkmäler bzw. materiellen Zeugnisse der islamischen Welt, die sich geographisch vom Mittelmeerraum bis nach Süd- und Zentralasien, chronologisch vom 7. Jahrhundert bis in die Neuzeit erstrecken. Dazu gehören Bauten, Malerei und so genannte „Kleinkunst“, d. h. Keramiken, Textilien, Holz- und Metallarbeiten usw. Die dabei verwendeten Methoden reichen von der Formanalyse über die Untersuchung von Bildinhalten bis zur Auswertung begleitender Schriftquellen und archäologischer Befunde. Die Bestände des Universitätsmuseums für Islamische Kunst werden für Übungen zur Beschreibung, im Vergleichenden Sehen und zur Analyse von Techniken genutzt.

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Mittelalterliche Kunstgeschichte

Die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg sowie die Bauwerke und Museen der Umgebung stellen eine Fülle von Studienobjekten ersten Ranges für Seminare, Exkursionen und Forschungsarbeiten im Bereich der mittelalterlichen Kunstgeschichte dar. Gegenstand des Fachs sind neben den Kunstwerken selbst Fragen der Produktion, Rezeption und Funktion sowie die Geschichte des Fachs, seiner Methoden und Theorien. Besonders die drei Hauptgattungen Architektur, Skulptur und Malerei bilden die Schwerpunkte des Bereichs der mittelalterlichen Kunstgeschichte.

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